Digitale Themen 2015 – eine Vorschau

Welche digitale Fragen sollen 2015 diskutiert werden, welche Konzepte gewinnen an Bedeutung? Eine Zusammenfassung einiger Gedanken aus Texten schlauer Menschen.  * * * Algorithmen werden gleichzeitig bequem und unheimlich. Als »uncanny valley« bezeichnet man die Tatsache, dass menschenähnliche Roboter oder Figuren starke Abwehrreaktionen hervorrufen, sobald sie sehr menschliche Verhaltensweisen fast perfekt imitieren können. Zeynep Tufekci„Digitale Themen 2015 – eine Vorschau“ weiterlesen

Gibt es eine Gesellschaft ohne Geheimnisse?

Das Geheimnis ist, so gesehen, Anlass einer Gewissensentscheidung, die einem niemand abnehmen kann; man muss sich klar darüber werden, warum man schweigt. Oder eben doch redet. Und welche Folgen dies haben könnte. In jedem Fall gilt: Das Gesagte lässt sich – einmal in der Welt – nicht mehr in das Ungesagte zurückverwandeln. Und das plötzlich„Gibt es eine Gesellschaft ohne Geheimnisse?“ weiterlesen

Der Privatsphäre geht es ganz gut

Nathan Jurgenson, ein amerikanischer Soziologe, den ich aufgrund seiner kritischen Arbeiten zum digitalen Dualismus sehr schätze, hat bei Wired einen dichten Essay zur Privatsphäre im Web 2.0 publiziert. Im Folgenden fasse ich seine wesentlichen Aussagen zusammen. Weil das Leben keine Datenbank ist, ist Privatsphäre nicht etwas, was an- oder ausgeschaltet werden kann. Sie ist vielmehr ein Spiel,„Der Privatsphäre geht es ganz gut“ weiterlesen

Eine Interpretation des Offline-Diskurses

Schweizer Blogger haben den kommenden Sonntag, den 15. Dezember, als Offlinetag designiert. Ihre Aufforderung: Verbringt den Tag offline – mit Freunden und Familie, zu Hause, in der Natur, im Lieblingsrestaurant. Was steckt hinter diesem Wunsch von Menschen, die ihre Smartphones und Laptops ständig nutzen? Wie die knappe Aufforderung, die ich oben zitiert habe, zeigt, wird in„Eine Interpretation des Offline-Diskurses“ weiterlesen

Social Media, Kritik und Kulturpessimismus

Wir lernen. Langsam zwar, aber wir lernen. Und die Welt verändert sich und das tut weh, als wenn ein Mensch zu schnell wachsen würde. Statt bitter zu werden und traurig vom Untergang der Kultur und unserer Werte zu reden, könnte man murmeln: Ja und? Dann gibt es eben keine Bücher auf Papier mehr, dann lernen„Social Media, Kritik und Kulturpessimismus“ weiterlesen

Schulgespräche mit Expertinnen und Experten via Twitter

Der direkte Kontakt mit Wissenschaftlerinnen, Künstlern, Politikerinnen und anderen Persönlichkeiten ist für Schülerinnen und Schüler von großem Wert. Sie sind Perspektiven ausgesetzt, die nicht primär mit dem Unterrichtskontext zu tun haben und erhalten direkten Zugang zu wichtigen Themen. Oft erlebe ich es so, dass Klassen etwas überfordert sind mit solchen Begegnungen. Sie freuen sich darauf,„Schulgespräche mit Expertinnen und Experten via Twitter“ weiterlesen

Digitaler Dualismus

Der Begriff Dualismus taucht in der Diskussion des Körper-Geist-Problems regelmäßig auf: Die naive, intuitive Position besagt, dass Menschen einen Körper und einen Geist haben, die nebeneinander existieren. Die Frage, wie man sich eine Interaktion zwischen materiellem Körper und nicht-materiellem Geist vorstellen müsse, stiftet dabei große Verwirrung. Die Verwirrung könnte gelöst werden, indem man eine so„Digitaler Dualismus“ weiterlesen

Zur Bedeutung von »social« in Social Media

Versucht man den Begriff »Social Media« wörtlich zu übersetzen, so wirkt »soziale Medien« sofort schief. Handelt es sich um »soziale« Medien – also solche, die sich auf den gesellschaftlichen Zusammenhalt beziehen, ihn fördern, auf ihn einwirken? Das stimmt alles nicht ganz. In seiner Social Media-Kritik »Networks Without a Cause« hielt Geert Lovink 2011 fest, »the„Zur Bedeutung von »social« in Social Media“ weiterlesen

Der Real-Life-Fetisch: Vom Wunsch, »offline« zu sein

Es gibt ein Spiel, das viele Menschen toll finden: Wenn eine Gruppe junger oder mittelalterlicher Erwachsener zusammen im Restaurant isst, wird vereinbart, dass zahlen muss, wer zuerst das Smartphone benutzt. Man schafft einen Anreiz, offline zu bleiben, präsent zu sein: Sich in die Augen zu blicken, ein Gespräch zu führen.Das sind Fähigkeiten, die zunehmend verloren„Der Real-Life-Fetisch: Vom Wunsch, »offline« zu sein“ weiterlesen