Matur / Abitur – zum Sinn isolierter Prüfungen in einer vernetzten Welt

Ein typisches Bild für Schweizer Gymnasien seit Mitte Mai: Die Abschlussklassen schreiben Maturprüfungen. Rund fünf Mal setzen sie sich vier Stunden in ein Schulzimmer, geben alle Hilfsmittel ab und brüten über Aufgaben in Mathematik, Deutsch, Fremdsprachen sowie Vertiefungsfächern. Die Prüfungen sind im doppelten Sinne isoliert: Sie gehören nicht zu einer Lernumgebung (geprüft wird »alles«) und sie„Matur / Abitur – zum Sinn isolierter Prüfungen in einer vernetzten Welt“ weiterlesen

Das Google-Urteil: Recht auf Vergessen oder eine Welle der Zensur?

Letzte Woche hat der Europäische Gerichtshof EuGH ein für Google bedeutsames Urteil erlassen. Die Schlüsselpassage lautet wie folgt: Durch die Tätigkeit einer Suchmaschine können die Grundrechte auf Achtung des Privatlebens und Schutz personenbezogener Daten somit erheblich beeinträchtigt werden, und zwar zusätzlich zur Tätigkeit der Herausgeber von Websites; als derjenige, der über die Zwecke und Mittel„Das Google-Urteil: Recht auf Vergessen oder eine Welle der Zensur?“ weiterlesen

Nicht ganz so schlimm: Empörung und Sozialkontrolle im Netz

Wenn technophobe Darstellung des »Internets« schwerer abzuliefern sind, dann gibt es eine kleine Chance, dass wir darüber sinnvoll diskutieren können, welche Probleme Technologie lösen kann und welche Probleme sie überhaupt lösen sollte. Dieses Zitat von Evgeny Morozov (S. 358) macht deutlich, dass nicht allein die optimistische Sprechweise über digitale Kommunikation – die ja im Zuge der NSA-Skandale„Nicht ganz so schlimm: Empörung und Sozialkontrolle im Netz“ weiterlesen

Evgeny Morozovs Kritik am Internetdiskurs

In seinem Buch To save everything, click here untersucht Evgeny Morozov das Internet als Idee. Um zu markieren, dass er nicht ein technisches Netzwerk meint, sondern ein gedankliches Konstrukt, markiert er Internet fast durchgängig mit Anführungszeichen. Zu Beginn von Kapitel 2 stellt der Autor fest, heute könne man mit »Internet« »just about anything« bezeichnen –„Evgeny Morozovs Kritik am Internetdiskurs“ weiterlesen

Empörung in sozialen Netzwerken

Wenn es nach dem Internet-Pöbel geht, sind auch Veronica Ferres, der laue Winter oder Uli Hoeness’ Bayern ihre Gebühren nicht wert – und davon wird das Fernsehprogramm und die Welt auch nicht besser. Vielleicht sollte man einfach mal abschalten, statt sich online zu erregen. Das Schlussargument des Kommentars zum Lanz-Interview von Martin Halter ist in der„Empörung in sozialen Netzwerken“ weiterlesen

Die Jugend Japans als Beispiel

Japan ist sowohl demografisch wie auch in Bezug auf die digitale Kommunikation ein extremes Beispiel – aber auch ein lehrreiches. Es zeigt eine junge Generation, die in schwierigen Bedingungen aufwächst, von Medien und älteren Menschen aber gleichzeitig wenig Respekt erfährt, sondern als moralisch verkommen und faul abgewertet wird. Neben so genannten NEETs (Not in Education,„Die Jugend Japans als Beispiel“ weiterlesen

Überwachung und Naivität

Der Schluss einer Petition der Schriftstellerin Juli Zeh ist ein Beispiel dafür, wie naiv selbst diskursbestimmende Intellektuelle über die totale Überwachung durch Geheimdienste denken. Daher hier ein paar Feststellungen gegen diese Naivität. Es gibt heute keine digitale Lösung, der Überwachung zu entgehen.  Weder Linux, noch ein alternativer Mailprovider noch Hardwarehersteller schützen uns vor Überwachung im„Überwachung und Naivität“ weiterlesen

Lernt löten!

Heute ist in der WoZ ein Gesprächsbericht erschienen, den Kaspar Surber über eine Unterhaltung mit mir geschrieben hat. Den ganzen Text gibt’s hier. Jugendliche nutzen das Internet nicht anders, weil sie als «Digital Natives», als Eingeborene der digitalen Welt, aufwachsen. Sondern weil sie aufgrund ihres Alters ein eigenes Beziehungsnetz knüpfen müssten: «Die sozialen Medien funktionieren„Lernt löten!“ weiterlesen

Technologie muss das Leben einfacher machen

Gestern hatte ich früher als sonst eine Sitzung und im Eifer vergessen, mein Portemonnaie von der Wochenend- in die Wochentagstasche zu tansferieren. In der S-Bahn gab es eine Fahrausweiskontrolle. Ich besitze eine Jahreskarte (GA) und musste nun einen Zettel ausfüllen, den ein netter Herr in ein Gerät eingegeben hat, mit dem er dann zwei Zettel„Technologie muss das Leben einfacher machen“ weiterlesen

Google Glass führt zu einer besseren Welt

Das ist Google Glass. Eine Brille mit einem Computer drin, ein Smartphone, das sich an den Kopf schnallen lässt. Und so fühlt es sich an: Die problematischen Implikationen werden schnell klar: Während wir heute noch bemerken, wenn jemand das Handy zückt um unser Bild aufzunehmen, wissen wir das bei Menschen mit einem Brillensmartphone nicht mehr.„Google Glass führt zu einer besseren Welt“ weiterlesen