Smartphone-süchtige Mütter

»Mütter hängen am häufigsten am Smartphone«, titelt der Mamablog heute. Die Autorin, Jeanette Kuster, bezieht sich dabei auf eine Studie von Flurry, die in den Boulevard-Medien intensiv rezipiert wurde. Darin wurde als Smartphone-süchtig definiert, wer täglich 60 Mal eine App aufruft (der Durchschnitt, so die Studienautoren, seien 10 App-Aufrufe täglich). In einer Infografik von Statista, die„Smartphone-süchtige Mütter“ weiterlesen

Nicht ganz so schlimm: Empörung und Sozialkontrolle im Netz

Wenn technophobe Darstellung des »Internets« schwerer abzuliefern sind, dann gibt es eine kleine Chance, dass wir darüber sinnvoll diskutieren können, welche Probleme Technologie lösen kann und welche Probleme sie überhaupt lösen sollte. Dieses Zitat von Evgeny Morozov (S. 358) macht deutlich, dass nicht allein die optimistische Sprechweise über digitale Kommunikation – die ja im Zuge der NSA-Skandale„Nicht ganz so schlimm: Empörung und Sozialkontrolle im Netz“ weiterlesen

Digitale Medien verändern den Leseprozess

Die oben stehenden Bilder stammen von einer App namens Spritz, mit der ein Startup den Leseprozess beschleunigen will. Durchschnittlich lesen englischsprachige Leserinnen und Leser rund 220 Wörter pro Minute. Mit der App können Geschwindigkeiten von bis zu 1000 Wörtern pro Minute erreicht werden. Damit lässt sich ein Harry Potter Band in etwas mehr als einer„Digitale Medien verändern den Leseprozess“ weiterlesen

Studie: Facebook führt zu schlechter Stimmung

Eine neue Studie von Christina Sagioglou und Tobias Greitemeyer, die im Juni publiziert wird, belegt einerseits, dass die Nutzung von Facebook zu schlechterer Stimmung führt, kann aber andererseits auch nachweisen, warum das Menschen nicht davon abhalten kann, Facebook zu nutzen. Ich fasse die relevanten Ergebnisse und Methoden zusammen, wie immer verschicke ich gerne Privatkopien der Untersuchung an interessierte„Studie: Facebook führt zu schlechter Stimmung“ weiterlesen

Verständnis oder Härte in der Schule?

Immer wieder stoße ich in der pädagogischen Arbeit auf eine Frage, welche an den Kern dessen geht, was in der Schule praktiziert wird. Ich mache sie an einem Beispiel fest: Eine Schülerin bittet mich am Tag vor der Prüfung darum, diese auf einen Termin nach den Ferien verschieben zu können. Sie sei privat und in„Verständnis oder Härte in der Schule?“ weiterlesen

Der Privatsphäre geht es ganz gut

Nathan Jurgenson, ein amerikanischer Soziologe, den ich aufgrund seiner kritischen Arbeiten zum digitalen Dualismus sehr schätze, hat bei Wired einen dichten Essay zur Privatsphäre im Web 2.0 publiziert. Im Folgenden fasse ich seine wesentlichen Aussagen zusammen. Weil das Leben keine Datenbank ist, ist Privatsphäre nicht etwas, was an- oder ausgeschaltet werden kann. Sie ist vielmehr ein Spiel,„Der Privatsphäre geht es ganz gut“ weiterlesen

Eine Woche »freihändyg« – eine Bilanz

Ich habe eine Woche lang Abstand genommen von meinem Smartphone und meinen digitalen Gewohnheiten. Vorgenommen hatte ich mir Folgendes: Ich werde vom Montagmorgen bis Freitagabend: a) mein Smartphone im Büro meiner Wohnung lassen b) kompletter Verzicht auf soziale Netzwerke, insbesondere Twitter, Facebook, Google+, Instagram und Tumblr. c) meine Mails täglich nur ein einziges Mal abrufen„Eine Woche »freihändyg« – eine Bilanz“ weiterlesen

Social-Media-Sucht

In Diskussionen über die Nutzung Neuer Medien ist der pathologisierende Vorwurf omnipräsent, jemand sei Facebook-abhängig oder Twitter-süchtig. In meinem Buch habe ich darüber Folgendes geschrieben: Wenn Jugendliche oder auch Erwachsene oft mit ihren mobilen Geräten kommunizieren, lässt sich daraus keine Aussage über eine mögliche Abhängigkeit gewinnen. Kommunikation ist ein zentrales menschliches Bedürfnis. Sucht beginnt dort,„Social-Media-Sucht“ weiterlesen

Das komplexe Verhältnis von Social Media und Magersucht

Ein Instagram-Profil einer jungen Frau. Sie sagt von sich, sie sei 13 Jahre alt und 56 kg. Sie wäre gerne 45 kg, bei einer Körpergröße von 163 cm. Ihr aktuelles Gewicht liegt in ihrer Altersgruppe zwischen den Perzentilen 75 und 90, d.h. sie ist normalgewichtig, aber überdurchschnittlich schwer. Ihr Wunschgewicht liegt knapp über der Perzentile„Das komplexe Verhältnis von Social Media und Magersucht“ weiterlesen

Selfies at Funerals – Narzissmus und Trauer in Social Media

Das Portrait dieser jungen Frau hat sie selbst aufgenommen »Love my hair today. Hate why I’m dressed up #funeral« ist ihr Kommentar dazu – also: Sie möge ihre Frisur, aber sei unglücklich darüber, weshalb sie sich aufgebrezelt habe: Für eine Bestattung nämlich. Die Reaktion Erwachsener auf die Praxis Jugendlicher, sich auf Trauerfeier selbst zu inszenieren,„Selfies at Funerals – Narzissmus und Trauer in Social Media“ weiterlesen