Aus meinem Unterricht: Werther-Snarks

Eines der Bücher, die mich bei der Beschäftigung mit digitalen Medien im Deutschunterricht stark beeinflusst haben, ist Porombkas Schreiben unter Strom (Duden, 2012). In einem Kapitel stellt Porombka einen Zugang zur Werther-Lektüre vor. Er schreibt: Der »Werther« führt zugleich noch etwas anderes, vielleicht ganz Aktuelles vor. Denn Goethe lässt seinen Helden nicht nur die produktive„Aus meinem Unterricht: Werther-Snarks“ weiterlesen

Working Out Loud in Bildungskontexten

Working Out Loud ist ein Konzept von John Stepper. Es kann auf zwei Arten gelesen: Als Ideal und als praktische Anleitung, das Ideal zu erreichen. Das Ideal formuliert Stepper wie folgt: More than just making your work visible, you regularly frame what you’re doing as a contribution and as a way to deepen relationships. You„Working Out Loud in Bildungskontexten“ weiterlesen

Das Problem von kostenpflichtigen Lizenzen

Kürzlich habe ich hier Mentimeter vorgestellt. Ich benutze das Tool gerade intensiv, deshalb habe ich ein kostenpflichtiges Abo gelöst. Das tue immer wieder bei Tools: Ich habe Abos für mehrere Schreibtools, für sli.do, benutze im Unterricht Spotify und Netflix, wo ich auch Abos habe etc. Dazu nutze ich eine Office365-Lizenz der Schule, eine für begriffen.ch,„Das Problem von kostenpflichtigen Lizenzen“ weiterlesen

Der Einsatz von Mentimeter in der Lehre

Das Problem von Quiz-Apps wie Kahoot! ist längt bekannt: Sie suggerieren einerseits, es gäbe genau richtige Antworten auf vorgegebene Fragen und konditionieren mit einer Spielmechanik, die Lernende oft davon abhält, sich intensiver mit ihren Lernprozessen auseinanderzusetzen. (Für den Deutschunterricht habe ich diese Kritik in einem Aufsatz differenzierter formuliert.) Gleichwohl liegt viel Potential in der Idee,„Der Einsatz von Mentimeter in der Lehre“ weiterlesen

Die Laptop-oder-Tablet-Frage ist gelöst: Convertibles mit Stift

An Schulen wird intensiv darüber diskutiert, ob Laptops oder Tablets für BYOD- oder 1:1-Settings besser geeignet sind. Für mich gibt es in dieser Frage drei Kernargumente: Viele Prozesse benötigen eine Tastatur (Zahleneingabe in der Buchhaltung, schnelles Tippen); einige zusätzlich auch eine Maus oder ein Trackpad (Excel etwa, aber auch Webdesign etc.). Im Unterricht ist es„Die Laptop-oder-Tablet-Frage ist gelöst: Convertibles mit Stift“ weiterlesen

»zu großzügiger Einkauf von Technik« – ein paar Grundprobleme von Informatik und Schule

Im Interview mit »Der Bund« (kein Link, da leider Paywall) äußert sich der ETH-Professor Juraj Hromkovic mit prägnanten Thesen zur Arbeit mit digitalen Geräten in der Schule: »Primarschulkinder in der Stadt Bern benutzen je zu zweit oder zu viert ein Tablet, in der Oberstufe erhalten die Schülerinnen und Schüler ein persönliches Gerät. Ich finde das„»zu großzügiger Einkauf von Technik« – ein paar Grundprobleme von Informatik und Schule“ weiterlesen

Lehr- und Lernvideos publizieren – die Vorzüge von Microsoft Stream

Im Moment unterrichte ich einen Online-Kurs zum Thema Erklärvideos. Dabei ist es mein Ziel, dass die teilnehmenden Lehrpersonen (Sekundarstufe II) selber mehrere Videos herstellen, sie teilen und Feedback erhalten. Wider mein Erwarten hat sich die Frage der Plattform als größte Hürde herausgestellt: Viele Teilnehmende vertrauen Youtube nicht. Ich habe vorgeschlagen, Videos als nicht-gelistete Filme auf„Lehr- und Lernvideos publizieren – die Vorzüge von Microsoft Stream“ weiterlesen

Wie aus informellem Lernen professionelle Kompetenzen werden

In Vorträgen zeige ich oft TikTok-Videos, z.B. dieses hier. Sie sollen zeigen, dass Jugendliche, die TikTok nutzen, dabei viel lernen und Kompetenzen aufbauen. Das Video zeigt etwa sehr schön, dass Hochformat neu Videostandard ist, weil Videos primär auf Smartphones angeschaut werden. Jugendliche bewegen sich in einer Jugendkultur, welche direkt mit dem Medienwandel verwoben ist. Sie„Wie aus informellem Lernen professionelle Kompetenzen werden“ weiterlesen

»digital literacy« als Durchdringung oder als Ergänzung grundlegender Kompetenzen denken?

Unter Digital Literacy verstehe ich den kompetenten Umgang mit digitalen Artefakten oder Kulturprodukten. Da vieles, was Menschen heute herstellen, auch eine digitale Komponente oder Repräsentation aufweist, stellt sich die Frage, ob es sich um eine Modifikation, eine Art Update bestehender Grundkompetenzen handelt – oder um eine gänzlich neue Kompetenz. Diese Darstellung aus der Mediendidaktik Kerres„»digital literacy« als Durchdringung oder als Ergänzung grundlegender Kompetenzen denken?“ weiterlesen

Wann wir Kritik öffentlich äußern sollten

Im Kanton Zürich wird der Zugang zum Gymnasium über eine problematische Aufnahmeprüfung geregelt: Sie ist sozial ungerecht, zumindest im Fach Deutsch nicht an zeitgemäßen Kompetenzen und Prüfungsformaten ausgerichtet und wird nicht transparent benotet. Ich muss diese Prüfung korrigieren. Dennoch kritisiere ich sie – öffentlich. Als Reaktion darauf habe ich schon mehrmals gehört, die Kritik sei„Wann wir Kritik öffentlich äußern sollten“ weiterlesen