Wie die Kooperations-Replik von Kritik ablenkt

Im Arbeitsfeld Bildung und Digitalität sind immer wieder Tendenzen beobachtbar, kritische Analysen abzuwerten und auszublenden. Diese Tendenzen sind Teil einer Haltung, die auf drei Pfeilern abgestützt ist: Lehrkräfte sind eine Community, sobald sie etwas tun, muss das erst einmal gewürdigt werden, weil es aus guter Absicht erfolgt oder innovativ ist. Kritik wird so zunächst als„Wie die Kooperations-Replik von Kritik ablenkt“ weiterlesen

Digitale Didaktik – eine Definition

Eine Umgebung schaffen, in der Lernen mit digitalen Medien so möglich ist, dass Kompetenzen für eine Kultur der Digitalität erworben werden. Philippe Wampfler, Summer School Digital Teaching, Luzern 2020 Diese Definition digitaler Didaktik habe ich in einem Vortrag entwickelt, den ich auch aufgezeichnet habe. Im Folgenden werde ich kurz begründen, wie ich dazu gekommen bin.„Digitale Didaktik – eine Definition“ weiterlesen

Lehrkräfte sollten nicht mehr über Datenschutz sprechen

Lange habe ich Renitenz im Umgang mit Datenschutz gefordert und die Forderung in diesem Buchkapitel auch begründet. Beim Seminar der Deutschen Schulakademie vom letzten Mittwoch wurde mir jedoch bewusst, dass es eine viel sinnvoller Verhaltensweise gibt: Nicht mehr über Datenschutz sprechen (sichtbar ab Minute 37). Wie ist das gemeint? Ich schreibe eine exemplarische Szene auf.„Lehrkräfte sollten nicht mehr über Datenschutz sprechen“ weiterlesen

Wie Digitalität meinen Leseprozess verändert hat

Seit ich lesen kann, habe ich viel gelesen. Während der Schul- und Uni-Zeit jede Woche ein Buch, manchmal mehr. Heute lese ich fast nur noch auf dem Smartphone: Journalismus, Sachbücher, Belletristik, Podcasts und Videos. Doch der Prozess hat sich massiv verändert, seit Digitalität Informationsvermittlung prägt.       Grundmodell: Die Zeitungsphase Meine Eltern und später„Wie Digitalität meinen Leseprozess verändert hat“ weiterlesen

Digitalität statt Digitalisierung – weshalb ich davon ausgehe, die digitale Transformation sei abgeschlossen

Aktuell arbeite ich mit anderen Fachpersonen an einem größeren Konzept. Bei der Arbeit habe ich es als sehr fruchtbar erlebt, dass wir uns früh entschieden haben, eine postdigitale Perspektive einzunehmen. Sprachlich und inhaltlich bedeutet das, nicht auf die Vorstellung von Digitalisierung oder digitaler Transformation als Veränderungsprozess zurückzugreifen. Stattdessen verwenden wir Digitalität, um eine Realität, einen„Digitalität statt Digitalisierung – weshalb ich davon ausgehe, die digitale Transformation sei abgeschlossen“ weiterlesen

Wie bewertet man individuelle Lernprozesse?

Viele zeitgemäße Lernsettings führen zu individuell unterschiedlichen Lernwegen. Das hat Konsequenzen für die Bewertung: Da nicht ähnliche Lösungen von identischen Aufgaben verglichen oder beurteilt werden, stellt sich die Frage, wie eine faire Bewertung aussehen könnte. Ohne auf weitere Formen der Leistungsmessung einzugehen (Christian und Axel haben hier enorm viele Ressourcen zu diesen Fragen zusammengetragen), möchte„Wie bewertet man individuelle Lernprozesse?“ weiterlesen

Wem gehören Bildungsdaten? Woran Lehrkräfte denken sollten…

»Meine Daten gehören mir.« Dieser Satz ist so verbreitet wie falsch: Daten entstehen in komplexen Kontexten, die sich auch auf die Eigentumsverhältnisse übertragen. Wem gehören die Arbeitsblätter, die Folien und Projektaufträge, die ich für den Unterricht gestalte? Irgendwie mir: Sie sind das Resultat meiner Arbeit, meines Wissensmanagements. Irgendwie aber auch den Steuerzahlenden: Sie haben mich für„Wem gehören Bildungsdaten? Woran Lehrkräfte denken sollten…“ weiterlesen

Interaktionen gestalten als wesentliche Kompetenz in einer Kultur der Digitalität

Kürzlich habe ich auf Twitter auf den #edchatde zurückgeblickt – ein Format, bei dem pädagogische Interessierte sich eine Stunde zu einem vorgegebenen Thema ausgetauscht haben. Matthias und Tobi haben darauf hingewiesen, wie wichtig die Möglichkeit war, in diesem Rahmen interagieren zu können. Vor allem hat das rahmengebende Format Einsteigern wie mir geholfen, sich mit Twitter„Interaktionen gestalten als wesentliche Kompetenz in einer Kultur der Digitalität“ weiterlesen

Was pädagogische Freiheit (nicht) ist

  Kürzlich habe ich auf Twitter einen Newsletter des Philologen-Verband NRW diskutiert, in dem folgende Passage steht: Digitale Medien sollten nur dort Anwendung finden, wo es pädagogisch und didaktisch sinnvoll und verantwortbar erscheint. Die Verantwortung für den Einsatz trägt dabei die einzelne Lehrkraft, die den Einsatz im Rahmen ihrer pädagogischen Freiheit und methodischer wie didaktischer„Was pädagogische Freiheit (nicht) ist“ weiterlesen

Jugendliche spielen auf TikTok Holocaust-Opfer – eine Einordnung

Am Wochenende habe ich auf Twitter und Facebook diesen Artikel diskutiert, der dokumentiert, dass TikTok-User*innen Jugendliche spielen, die im Holocaust ermordet worden sind oder werden. Im Folgenden beschreibe ich das Phänomen und kommentiere es. Gemäß einem Wired-Artikel verstoßen die Videos nicht gegen die Regeln von TikTok und werden nicht gelöscht. POV-Videos auf TikTok Die Videos„Jugendliche spielen auf TikTok Holocaust-Opfer – eine Einordnung“ weiterlesen