Digitalität statt Digitalisierung – weshalb ich davon ausgehe, die digitale Transformation sei abgeschlossen

Aktuell arbeite ich mit anderen Fachpersonen an einem größeren Konzept. Bei der Arbeit habe ich es als sehr fruchtbar erlebt, dass wir uns früh entschieden haben, eine postdigitale Perspektive einzunehmen. Sprachlich und inhaltlich bedeutet das, nicht auf die Vorstellung von Digitalisierung oder digitaler Transformation als Veränderungsprozess zurückzugreifen. Stattdessen verwenden wir Digitalität, um eine Realität, einen„Digitalität statt Digitalisierung – weshalb ich davon ausgehe, die digitale Transformation sei abgeschlossen“ weiterlesen

Wie bewertet man individuelle Lernprozesse?

Viele zeitgemäße Lernsettings führen zu individuell unterschiedlichen Lernwegen. Das hat Konsequenzen für die Bewertung: Da nicht ähnliche Lösungen von identischen Aufgaben verglichen oder beurteilt werden, stellt sich die Frage, wie eine faire Bewertung aussehen könnte. Ohne auf weitere Formen der Leistungsmessung einzugehen (Christian und Axel haben hier enorm viele Ressourcen zu diesen Fragen zusammengetragen), möchte„Wie bewertet man individuelle Lernprozesse?“ weiterlesen

Wem gehören Bildungsdaten? Woran Lehrkräfte denken sollten…

»Meine Daten gehören mir.« Dieser Satz ist so verbreitet wie falsch: Daten entstehen in komplexen Kontexten, die sich auch auf die Eigentumsverhältnisse übertragen. Wem gehören die Arbeitsblätter, die Folien und Projektaufträge, die ich für den Unterricht gestalte? Irgendwie mir: Sie sind das Resultat meiner Arbeit, meines Wissensmanagements. Irgendwie aber auch den Steuerzahlenden: Sie haben mich für„Wem gehören Bildungsdaten? Woran Lehrkräfte denken sollten…“ weiterlesen

Interaktionen gestalten als wesentliche Kompetenz in einer Kultur der Digitalität

Kürzlich habe ich auf Twitter auf den #edchatde zurückgeblickt – ein Format, bei dem pädagogische Interessierte sich eine Stunde zu einem vorgegebenen Thema ausgetauscht haben. Matthias und Tobi haben darauf hingewiesen, wie wichtig die Möglichkeit war, in diesem Rahmen interagieren zu können. Vor allem hat das rahmengebende Format Einsteigern wie mir geholfen, sich mit Twitter„Interaktionen gestalten als wesentliche Kompetenz in einer Kultur der Digitalität“ weiterlesen

Was pädagogische Freiheit (nicht) ist

  Kürzlich habe ich auf Twitter einen Newsletter des Philologen-Verband NRW diskutiert, in dem folgende Passage steht: Digitale Medien sollten nur dort Anwendung finden, wo es pädagogisch und didaktisch sinnvoll und verantwortbar erscheint. Die Verantwortung für den Einsatz trägt dabei die einzelne Lehrkraft, die den Einsatz im Rahmen ihrer pädagogischen Freiheit und methodischer wie didaktischer„Was pädagogische Freiheit (nicht) ist“ weiterlesen

Jugendliche spielen auf TikTok Holocaust-Opfer – eine Einordnung

Am Wochenende habe ich auf Twitter und Facebook diesen Artikel diskutiert, der dokumentiert, dass TikTok-User*innen Jugendliche spielen, die im Holocaust ermordet worden sind oder werden. Im Folgenden beschreibe ich das Phänomen und kommentiere es. Gemäß einem Wired-Artikel verstoßen die Videos nicht gegen die Regeln von TikTok und werden nicht gelöscht. POV-Videos auf TikTok Die Videos„Jugendliche spielen auf TikTok Holocaust-Opfer – eine Einordnung“ weiterlesen

Digitale Plattformen ohne Anleitungen nutzen

Letzte Woche habe ich mit zwei ersten Klassen ein spezielles Schuljahr begonnen: Es handelt sich um den ersten Jahrgang, der mit BYOD arbeitet, d.h. alle Schüler*innen haben ein privates Gerät in die Schule mitgebracht (einen Laptop oder ein Tablet mit Tastatur). Ich habe vor Jahren an einer anderen Schule schon mehrere BYOD-Klassen unterrichtet. Vergleicht man„Digitale Plattformen ohne Anleitungen nutzen“ weiterlesen

TikTok ist wie Sex – über den Umgang mit digitalen Plattformen im Unterricht

Wird Sex in der Schule thematisiert, sind einige Grundregeln klar: Schüler*innen müssen keinen Sex haben, um über Sex reden zu können. Schüler*innen sollten einige Dinge über Sex wissen und sich eine Meinung zu diesen Dingen bilden, bevor sie selber Sex haben. Ob und wie Lehrkräfte selber Sex haben, spielt für den Unterricht keine Rolle. Komplette„TikTok ist wie Sex – über den Umgang mit digitalen Plattformen im Unterricht“ weiterlesen

Sprachliche Normen in einer Kultur der Digitalität – eine Auslegeordnung

Letzte Woche habe in einem Blogpost diskutiert, wie es dazu kommen konnte, dass Redaktionen Korrektorate abbauen. Ich habe den Vorgang als Beispiel für einen Bedeutungsverlust der Rechtschreibung analysiert, den ich mit der Kultur der Digitalität zu erklären versucht habe. In der Folge haben sich weitere Gedankengänge an diesen Zusammenhang angeschlossen, die ich etwas ausführlicher formulieren„Sprachliche Normen in einer Kultur der Digitalität – eine Auslegeordnung“ weiterlesen

Warum Rechtschreibung in der Kultur der Digitalität an Bedeutung verliert

Schweizer Medienkonzerne haben begonnen, Korrektorate zuerst ins Ausland auszulagern, dann ganz abzuschaffen. Die Folge sind Fehler in großen Tageszeitungen – hier hat das Jacqueline Preisig am Beispiel der Berner Zeitung vorgeführt: Nun kann man das als verfehlte Sparmaßnahme bezeichnen und es als Qualitätsverschlechterung beklagen – mit allem Recht. Es ist aber ein gutes Beispiel für„Warum Rechtschreibung in der Kultur der Digitalität an Bedeutung verliert“ weiterlesen