Autor: Philippe Wampfler

Hört Instagram uns ab? – ein paar Bemerkungen zu einer These

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Damian Le Nouaille hat einen Medium-Beitrag geschrieben, in dem er von einem Erlebnis berichtet, das für ihn nahelegt, Instagram würde Gespräche über das Mikrofon von Mobiltelefonen mitschneiden, auswerten und auf dieser Grundlage Werbung ausspielen. Ob das so ist, wissen wir heute schlicht nicht. Kann sein, kann auch nicht sein. Dazu fünf Bemerkungen: In den Geschäftsbedingungen (hier eine verständliche Version) von Instagram steht nichts, was das nahelegen oder erlauben würde. Technisch ist das möglich. Le Nouaille […]

Der »Design Thinking«-Tag als Schulentwicklungsvorschlag

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Im Rahmen des Forums Zukunft Bildung habe ich in einem Workshop den folgenden Vorschlag skizziert. Er ist auf allen Schulstufen denkbar, besonders wünschen würde ich ihn mir für Gymnasien.  Der Vorschlag orientiert sich am Modell von Google, dass Mitarbeitende 20% ihrer Zeit für kreative Projekte aufwenden sollen (ob es dieses Modell wirklich in dieser Form gegeben hat, ist umstritten – aber für den Vorschlag irrelevant). Ein Tag in der Woche soll an Schulen für Design Thinking-Projekte […]

Digitalisierung und Bildung von Lehrpersonen an Gymnasien

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Am 13. September trage ich vor der SMAK einen kurzen Input zur Bedeutung der Digitalisierung für die Bildung von Lehrkräften vor. Im Folgenden meine ausformulierten Gedanken dazu. (Slides als pdf) Einstieg: Vorbereitung auf die Unterrichtsrealität an Gymnasien – und die »7 Säulen des Digitalen Lernens« Wer in der Schweiz eine Anstellung an einem Gymnasium erhalten will, muss seine oder ihre Kompetenz unter Beweis stellen: Meist ein vorgegebenes Thema mit einer Klasse in einer Schulstunde bearbeiten. Die […]

[Rezension] Krogerus/Tschäppeler – Das Kommunikationsbuch

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Lähmende Sitzung, ungelenker Smalltalk auf der Hauseinweihungsparty, stundenlange destruktive Kommentarschlachten auf Facebook und Medien, welche die Botschaften politischer Akteure scheinbar ungeprüft übernehmen: Kommunikation scheint oft an die Wurzel von dem zu gehen, was uns im Leben beschäftigt und belastet. Mikael Krogerus und Roman Tschäppeler haben sich damit auseinandergesetzt, wie sich kommunikative Probleme lösen lassen. Dazu haben sie eine neue Dauerausstellung im Museum für Kommunikation in Bern gestaltet. Kernstück sind 66 Zeichnungen, mit denen zentrale Aspekte […]

[Rezension] »Everybody Lies« – Stephens-Davidowitz

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In den letzten Monaten habe ich mich für ein neues Buch intensiv mit der ganzen Thematik rund um Einflüsse, Verzerrungen und Manipulation im Netz beschäftigt und dazu eine Reihe von Büchern gelesen. Dazu gehört auch »Everybody Lies« von Seth Stephens-Davidowitz, der nach eine kurzen Anstellung bei Google als Journalist bei der New York Times arbeitet. Die Grundthese des Buches ist recht schnell erklärt: Sozialwissenschaftliche Studien basieren häufig auf Befragungen von Menschen. Diese Befragungen sind oft verzerrt, weil […]

Eine Lehrerin als Instagram-Star – eine Auslegeordnung

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Morena Diaz ist eine Schweizer Lehrerin, die als m0reniita einen Blog und einen Instagram-Account mit über 60’000 Abos betreibt. Diaz arbeitet auf diesen Kanälen einerseits als »Influencerin«, d.h. sie verkauft ihre Reichweite an Marketing-Agenturen, für die sie ihrem Publikum Produkte anpreist – andererseits verfolgt Diaz auch eine Mission: Sie ist »body positive«, will also durch Bilder und Blogbeiträge zeigen, dass Frauen ihren Körper so lieben sollen, wie er ist. Wohlbefinden ist wichtiger als bestimmten Normen […]

Schule als Schonraum – »we do not lecture and we do not profess« 

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Immer wieder erstaunt mich, dass der vielschichtigen Herausforderung, welche die Digitalisierung für die Schule als System darstellt, nicht auf eine naheliegende Weise begegnet wird: Durch die Betonung der »Schonraum«-Funktion der Schule. Schonraumlernen bezeichnet die Vorstellung, dass Lernen in einem Umfeld geschehen soll, das Fehler verzeiht und Settings anbietet, die an den Kompetenzaufbau der Lernenden angepasst sind. In Bezug auf den Einsatz digitaler Kommunikation kann eine naive von einer differenzierten Schonraum-Vorstellung unterschieden werden: Viele Schulen orientieren […]

Die 5Ds und 5S der Klimawandelskepsis und ihre Bedeutung für die Netzkommunikation

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Peer Espen Stoknes‘ Buch über die Psychologie des Klimawandels habe ich über eine Folge des ausgezeichneten You Are Not So Smart-Podcasts kennen gelernt. Stoknes ist ein norwegischer Wirtschaftspsychologe, der sich mit der Frage auseinandersetzt, wie die Erkenntnisse in Bezug auf den Klimawandel so kommuniziert werden können, dass sie handlungswirksam aufgenommen werden. Der ersten Abschnitt seines Buches beschäftigt sich mit dem »psychologischen Klimaparadox« (alle Übersetzungen von mir): Wir wissen, dass die Fakten der Klimawissenschaft mit jedem Jahr […]

»Die digitale Gesellschaft und ihre Medien« – Rückblick auf ein neues Fach

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Vor knapp zwei Jahren habe ich an dieser Stelle über den Start eines neuen Fachs berichtet. »Die digitale Gesellschaft und ihre Medien« (DGM) habe ich in Zusammenarbeit mit Gerald Knöß konzipiert und eingeführt. Es handelt sich dabei um ein Wahlpflichtfach mit drei Lektionen pro Woche während dem 10. und 11. Schuljahr am Gymnasium. Das Fach ist promotionsrelevant. Auf dem Bild sieht man den Abschlussanlass des ersten Kurses. Ein zweiter ist schon angelaufen – nach den […]

Aktives Zuhören im digitalen Gespräch

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We are so accustomed to viewing ourselves in certain ways—to seeing and hearing only what we want to see and hear—that it is extremely difficult for a person to free himself from his needs to see things these ways. To do this may sometimes be unpleasant, but it is far more difficult than unpleasant. Developing an attitude of sincere interest in the speaker is thus no easy task. It can be developed only by being […]