Social Media Guidelines für Schulen

Im Folgenden umreiße ich, welche Inhalte solche Guidelines umfassen sollen oder könnten. Ich habe bereits skizziert, wie Guidelines nur für Lehrpersonen aussehen könnten, diesen Post möchte ich gewissermassen ausbauen, indem ich eine Liste verfasse, sie kurz kommentiere und danach noch ein Beispiel erwähne:

  1. Die Adressaten
    Sinnvoll sind umfassende Guidelines dann, wenn Sie sich an alle Akteure wenden: Also an die Schulleitung selbst, die Administration, die Lehrpersonen sowie die Schülerinnen und die Schüler. Eventuell ist es aber auch sinnvoll, jeweils getrennte Leitfäden zu verfassen.
  2. Der Sinn von Guidelines
    Am Anfang sollte stehen, warum diese Guidelines nötig sind. Es sollte deutlich werden, dass die Schule bestimmte kommunikative Ziele verfolgt und Social Media ein Teil davon ist – eine Guideline darf nicht wie ein Regelwerk daherkommen, mit dem Kontrolle und Überwachung assoziiert werden.
  3. Offizielle Kanäle der Schule
    Es sollte allen Mitarbeitenden und auch den Schülerinnen und Schülern klar sein, welche Kanäle die Schule offiziell pflegt (wo findet man das richtige Facebook-Profil etc.) Sinnvoll kann auch sein, wenn Lehrpersonen und auch Schülerinnen und Schüler eingeladen werden, sich an den offiziellen Kanälen zu beteiligen.
  4. Privater und berufliches Auftreten auf Social Media
    Alle unter i. Erwähnten repräsentieren auch die Schule, wenn sie mit ihrem Namen auf Social Media aktiv sind. Das sollte eine Guideline deutlich machen.
  5. Funktionsweise von Social Media, Auswirkungen
    Guidelines sollten darauf hinweisen, dass sich Botschaften auf Social Media sehr schnell verbreiten können und dass ihre Verbreitung kaum mehr gestoppt werden kann. Kontrolle gibt es nur, bevor etwas gepostet ist – nachher nicht mehr.
  6. Verhalten
    Das ist ein selbstverständlicher Punkt – der dennoch erwähnt werden muss: Auf Social Media verhält man sich anständig, höflich und offen. Die Kommunikationsschwellen liegen sehr tief, die Emotionalität ist teilweise hoch – dennoch hält man sich an die Gepflogenheiten der persönlichen Umgangs. Zudem beantwortet man Fragen und nimmt Feedback auf.
  7. Themen
    Guidelines können Themen ausschließen: Gewisse religiöse und politische Themen könnten einer Schule zu heikel sein, ebenso sind Internas selbstverständlich auf Social Media tabu. Das gilt auch für Schülerinnen und Schüler: Nur weil es Social Media gibt, ersetzen sie nicht alle etablierten Kommunikationskanäle und Feedback-Möglichkeiten.
  8. Privatsphäre und Gefahren
    Eigentlich genügt ein Hinweis darauf, dass Privatsphäreneinstellungen wichtig sind und Social Media nicht ohne Gefahren ist, über die man sich informieren sollte. Es ist nicht möglich, Gefahren abschließend aufzulisten.

Gute Social Media Guidelines sind knapp und  machen mindestens im gleichen Maße Lust auf Social Media, wie sie problematische Bereiche aufzeigen.

Sehr gelungen ist meines Erachtens der Leitfaden des Kantons Aargau:

(Ich habe mich beim Verfassen der Punkte an dieser Liste orientiert.)

Den Google-Suchalgorithmus verstehen

Der Ort, an dem Wissensmanagement in den letzten Jahrhunderten begonnen hat, war die Bibliothek. Sie entwickelte raffinierte Systeme für das Finden von Wissen und ermöglichte seine Sammlung. Heute befinden sich Bibliotheken im Internet: Man findet nicht nur Datenbanken mit elektronisch lesbaren Büchern und Faksimileausgaben, sondern auch neueste Forschungsergebnisse, täglich aktualisierte Lexikoneinträge, multimediale Inhalte und fachspezifische Nachschlagewerke. Die Herausforderung besteht darin, dieses Wissen zu filtern, Wesentliches von Unwesentlichem zu trennen. Die Schwierigkeit ist nicht, einen Zugang zum Wissen zu erhalten, sondern einen Überblick zu bewahren.

In meiner Schul- und Studienzeit habe ich an jedem neuen Schulort eine genaue Einführung in die Bibliothek erhalten – im Mittelpunkt stand immer das Ordnungssystem und die Möglichkeiten, wie bestimmte Bücher gesucht und gefunden werden können. Diese Systeme waren verständlich und nachvollziehbar, meistens bestanden sie aus Karteikarten, später auch aus einfachen Computerprogrammen.

Heute verwenden wir dafür Google. Weil wir in unserem Umgang mit Wissen so stark von Google abhängig sind, ist es unumgänglich, dass sich Lehrpersonen und Schülerinnen und Schüler damit auseinandersetzen, wie Google funktioniert.

Nehmen wir als Beispiel die Suchanfrage »Prometheus« – im Zusammenhang mit dem Goethe-Gedicht. Diesen Sommer läuft ein Film namens Prometheus im Kino. Was also macht Google?

Es bietet mir den Mythos als erste Option an, dann zwei Mal den Film (aus der englischen Wikipedia, meine Spracheinstellungen sind Deutsch und Englisch, btw), dann Bilder (eher Mythos) und noch zwei Mal den Film.

»Wie funktioniert das?« war meine Einstiegsfrage, damit sich Schülerinnen und Schüler selber Gedanken darüber machen, wie denn die Suchmaschine das findet, was sie suchen – oder ihnen Angebote macht, was sie überhaupt hätten finden wollen.

* * *

Werden wir etwas genauer. Wie funktioniert Google? Dieses Video (mit deutschen Untertiteln, auf CC drücken) ist aufschlussreich:

Man kann festhalten, dass folgende Kriterien entscheidend sind, welche Resultate zuoberst gezeigt werden:

  1. Wie häufig kommt das Suchwort vor (auch in Synonymen)?
  2. Wie bedeutend ist das Suchwort (kommt es im Titel, in der URL vor)?
  3. Wie bedeutsam ist die Seite (d.h. wie gut ist sie vernetzt)?
  4. Was ist die Qualität der Seite (Google stuft so genannte Spam-Seiten oder solche, die es darauf anlegen, möglichst weit vorne eingeblendet zu werden, um mit Werbung zu verdienen, regelmässig herab)?
  5. Wie häufig wird diese Seite in den Suchresultaten angeklickt?

Wichtig ist festzuhalten: Die Google Suche wir regelmässig verändert, weil so genannte SEO-Spezialisten versuchen, kommerzielle Seiten möglichst wirksam in den Suchergebnissen zu platzieren, ohne dass sie es »verdient« hätten (d.h. relevante Informationen beinhalten). Das wird zu einer Art Spiel: Google erschwert das Spiel, die Spezialisten finden neue Tricks.

Zudem wird die Suche in Zukunft persönlicher werden. Nutze ich das englische Google (google.com), dann werden persönliche Suchergebnisse mit einem Männchen markiert. Persönliche Suchergebnisse sind Inhalte, die von meinen Kontakten oder »Freunden« verlinkt oder erstellt worden sind.

Die Idee für diesen Eintrag stammt von diesem Post bei Mindshift. Dort gibts mehr Informationen und Links.

Moral und Social Media – eine Geschichte aus den USA

Karen Klein ist 68-jährig und arbeitet als Aufsichtsperson in einem Bus, der Schülerinnen und Schüler in eine Middle School bringt (5.-8. Schuljahr). Während mehrere Schüler Frau Klein belästigt haben, haben sie davon ein Video gemacht und es auf Facebook geladen.

Als Reaktion wurde dieses Video mit den Namen der beteiligten Schüler sowie der Buslinie und dem Schulort auf Youtube geladen (Link oben), wo es bis heute fast vier Millionen Menschen angesehen haben.

Zudem wurde auf Indiegogo ein Spendenaufruf installiert, mit dem man über Spenden der Frau Ferien ermöglichen wollte. Dafür hoffte man $ 5000 zu sammeln. Bis heute wurden aber schon über $ 450’000 gesammelt – genug, damit die Frau sich pensionieren lassen kann.

Die Geschichte zeigt die Kraft von Social Media und von einer globalen Verbreitung von Inhalten: Aus einem klassischen Mobbing-Fall, verbunden mit gemeinem Cyberbullying, der nur die Frau selbst und die Schüler im Bus betrifft, wurde ein Medienspektakel, an dem beliebig viele Menschen teilnehmen können. Sie können sich an verbaler und psychischer Gewalt belustigen – aber auch moralisch darauf reagieren. Social Media befähigt Menschen nicht nur, Inhalte zu konsumieren, sondern auch selber einzugreifen, zu handeln. Das ist das Schöne an der Geschichte. Social Media führt zu einer Lösung.

Allerdings, und das muss auch gesagt sein: Wir haben keine Möglichkeit den Wahrheitsgehalt auch nur eines Bestandteils zu prüfen. Auf der Sammelseite werden viele Links angegeben – ohne dass die uns aber definitiv darüber Aufschluss geben können, ob es sich hier um die Wahrheit handelt.

Social Media und Bewerbungen

Die Schule hat die Aufgabe, Schülerinnen und Schüler auf das Berufsleben vorzubereiten. Dazu gehört auch die Präsentation bei Bewerbungen. Diese Präsentation hat eine Online-Dimension, die wesentlich durch Social Media geprägt ist. Im Folgenden einige Hinweise, wie Schülerinnen und Schüler in diesem Bereich gecoacht werden könnte.

Dieses Video zeigt zwei Dinge:

  • eine klischeehafte Vorstellung, dass in Social Media hauptsächlich negative Seiten von Menschen abrufbar sind (»betrunken an einer Party«)
  • die Forderung, man müsse sich damit vertraut machen, wie man im Internet erscheint und auftritt.

Diese Forderung soll am Anfang stehen: Watzlawicks Maxime »Man kann nicht nicht kommunizieren!« gilt selbstverständlich auch fürs Web 2.0: Wer im Internet nicht erscheint, gibt ebenso ein Bild ab wie die Person, die auf allen denkbaren Plattformen präsent ist.

Nun gibt es folgende drei Ausgangssituationen für Schülerinnen und Schüler:

  1. Sie waren bisher sehr zurückhaltend und es erscheinen nur minimale Spuren von ihnen im Internet (z.B. von Sportveranstaltungen oder Vereinstätigkeiten). [Alternativ: Sie haben einen oft vorkommenden Namen und können nicht eindeutig identifiziert werden.]
  2. Sie waren bisher aktiv und finden Spuren im Netz, mit denen sie nicht mehr in Verbindung stehen möchten (z.B. alte Blogs, Kinderphotos, Schreibprojekte etc.)
  3. Sie waren aktiv auf Social Media und präsentieren sich als kompetent und für potentielle Arbeitgeber attraktiv.

Als Coach kann eine Lehrperson bei diesen Situationen drei mögliche Hilfestellungen geben:

  • Wie kann ich ii. präventiv verhindern?
  • Wie kann ich mein Profil gezielt verbessern bzw. negative/unliebsame Spuren löschen?
  • Wie kann ich Social Media nutzen, um einen guten Eindruck von mir abzugeben?

(1) Prävention

Gemeint ist nicht allgemeine Prävention in Bezug auf negative Auswirkungen von Social Media, sondern in spezifischer Hinsicht auf die Pflege von Profilen. Hier ist der Grundsatz bedeutsam, der auch jede schulische Arbeit mit Social Media prägen sollte:

Alle im Internet hinterlassenen Daten (Texte, Bilder, Videos) sollten so behandelt werden, als könnten sie alle einsehen und als könnten sie nie gelöscht werden.

Selbstverständlich kann von diesem Grundsatz unter speziellen Bedingungen abgewichen werden. Eines meiner ersten Blogprojekte hat dazu geführt, dass eine Abschlussklasse einen Abschlussblog verfasst hat. Bei mehr als der Hälfte der Schülerinnen und Schüler ist ihr humorvolle Eintrag der erste Google-Treffer, wenn man ihren Namen eingibt.

Zudem geht es ganz allgemein um die Frage, wie man sich in der Öffentlichkeit präsentiert – eine Frage, die in einem viel allgemeineren Rahmen diskutiert werden kann.

Und zuletzt sollte auf das Paradox aufmerksam gemacht werden, dass wir uns auf Social Media oft offener verhalten als gegenüber Menschen, die wir kennen. Darüber sollte man nachdenken – auch über die Konsequenzen. Auch die Freude über einen erfolgreichen Schulabschluss kann eine negative Wirkung hinterlassen, wie dieses Beispiel zeigt:

(2) Negative Spuren beseitigen

Webseiten können gelöscht werden, ebenso Facebookeinträge und Tweets. All diese Inhalte werden aber im Web archiviert, kopiert und auch an anderen Orten gespeichert, wo eine Löschung unmöglich ist. Der oben abgebildete Facebook-Status befindet sich als Bild auf meiner Harddisk.

Wie also beseitigt man negative Spuren? Grundsätzlich gibt es zwei Ansätze:

  • Inhalte löschen und die Sucheinträge bei Google löschen, damit sie nicht mehr gefunden werden können. Allenfalls fremde Autoren bitten, Inhalte zu löschen (im Notfall rechtliche Schritte in Erwägung ziehen).
  • Selber positive Inhalte generieren und so die negativen in den Hintergrund drängen.

Ich bin beispielsweise so aktiv im sozialen Netz, dass nur von mir selbst erstellte Beiträge in den ersten Suchresultaten bei Google auftreten:

Wer also negative Ereignisse ausblenden will, sollte eine eigene Webseite kreieren, einen Blog eröffnen oder Konten bei sozialen Netzwerken erstellen, die kontrolliert werden können.

(3) Wie kann ich auf Social Media einen guten Eindruck abgeben? 

Es geht häufig vergessen, dass Vorgesetzte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter suchen, die im Netz kompetent sind. Diese Kompetenz kann man auch auf Social Media-Profilen zeigen. Manche Leute gehen so weit, dass sie ihre Facebook-Präsenz als kreativen Lebenslauf aufbereiten. Generell reicht es wohl auch, sich als sympathisch, anständig und kompetent zu präsentieren. Kompetenz strahlt man auch aus, indem man interesse Inhalte auf seinen Seiten präsentiert und weiterverbreitet.

Zu private Ereignisse und Bilder sollten zudem immer mit Privatsphäreneinstellungen geschützt werden.

* * *

Zum Schluss noch einmal zurück zum Video: Ich habe die Vorstellung, auf Social Media würden vor allem negative Seiten von Menschen sichtbar, ein Klischee genannt. Es ist bekannt, dass Jugendliche sich vergnügen, dass sie Alkohol trinken und Parties besuchen. Ein Arbeitgeber, der vernünftig über Menschen nachdenkt, lässt sich dadurch nicht schockieren. Vielmehr geht es gerade darum, Medienkompetenz zu zeigen. Das Problem sind weder die Party noch der Alkohol, sondern das fehlende Bewusstsein, welche Inhalte wo abrufbar sind. Dieses Bewusstsein zu vermitteln ist Aufgabe der Schule.

Kinderfotos auf Facebook

Gestern machte ein Artikel von Golem.de die Runde auf dem Internet (auch auf zeit.de), in dem es um folgenden Vorfall geht:

In Braunlage im Harz wurden sechs Schüler von einer Unterrichtsstunde mit einem Geschichtenerzähler ausgeschlossen, weil ihre Eltern einer Veröffentlichung von Fotos der Veranstaltung bei Facebook nicht zugestimmt hatten.

Das Beispiel zeigt die Bedeutung der Frage, ob Eltern und Schulen Fotos von Kindern in sozialen Netzwerken oder überhaupt im Internet publizieren dürfen. (Klar ist, dass man keine Kinder von Veranstaltungen ausschließen kann, nur weil sie oder ihre Eltern nicht wollen, dass sie auf Facebook-Fotos erscheinen.)

Auf Facebook gibt es eine Gruppe, die fordert, dass im Social Web keine Kinderfotos publiziert werden dürfen.

Bild

Die wesentlichen Argumente sind die folgenden:

  • Man überträgt mit der Publikation gewisse Rechte an Facebook.
  • Eltern und Schule haben die Aufgabe, die Privatsphäre von Kindern zu schützen.
  • Eltern und Schule dürfen nicht über die Publikation von Bildern befinden, welche die Kinder unter Umständen später nicht wünschen.
  • Pädophile nutzen Social Media zum Finden von potentiellen Opfern.

Wenn Schulen trotzdem darauf bestehen, Bilder zu publizieren, so müssen sie das Einverständnis der Eltern einholen und sie dabei auch darauf hinweisen, was eine Publikation bedeutet. Golem.de erwähnt »Risiken wie weltweite Abrufbarkeit, Veränderbarkeit und Nutzung«.

Der Datenschützer von Schleswig-Holstein findet deutliche Worte:

Selbst der unzulässige Betrieb einer Facebook-Fanpage ist im Schulbereich nicht tabu – und zugleich ein pädagogisch katastrophales Vorbild für die Kinder und Jugendlichen. Facebook legt alles darauf an, nicht nur den Kindern, sondern auch den Schulleitungen den Kopf zu verdrehen.

Die rechtliche Situation mag in der Schweiz eine leicht andere sein. Eine Schule kann über eine Facebook-Seite Kommunikationsaufgaben wahrnehmen und es ist auch möglich, sich und die Schülerinnen und Schüler ausreichen zu schützen. Dennoch ist es wichtig, sich folgende Fragen zu stellen:

  • Was ist der Zweck des Hochladens?
  • Wer soll dieses Bild überhaupt sehen – und wer nicht?
  • Wenn ich es jetzt und hier poste, welchen Bedingungen unterwerfe ich mich, wie viel Kontrolle habe ich?
  • Verstehe ich all diese Bedingungen? Verstehe ich meine Kontrollmöglichkeiten?
  • Bin ich nun in der Lage, hier eine sichere Entscheidung zu treffen, mich guten Gewissens dafür oder dagegen zu entscheiden?
  • Oder gibt es sozialen Druck: weil alle mitmachen, ich nicht außen vor bleiben will oder ich schon zugesagt habe, ohne mich vorher ausführlich zu informieren?
  • Gibt es Alternativen zum bisherigen Vorhaben?
  • Wie kann ich die mir aufscheinenden Risiken minimieren oder gar ganz ausschließen?

Die Fragen stammen aus diesem aufschlussreichen Grundlagenartikel von Dr. Stephan Humer.

Trolle in sozialen Netzwerken und in der Schule

Im Folgenden möchte ich das Thema »Trolle« in vier Schritten diskutieren: Zunächst kurz festhalten, was Trolle sind; danach über Trolle und Unterrichtssituationen sprechen und diese Diskussion dann spezifischer auf den Einsatz von Social Media im Unterricht zuspitzen; abschließend eine andere Perspektive auf Trolle als Künstler aufzeigen.

(1) Was sind Trolle

In einer Untersuchung von Online-Charakteren entwickelt Jonathan Bishop eine ethnographische Typologie von Verhaltensweisen in sozialen Netzwerken. Einer der Typen ist der Troll. Er ist dadurch charakterisiert, dass er chaotisch handelt und mit seinen Beiträgen vornehmlich versucht, Reaktionen zu provozieren. So hält der Wikipedia-Artikel fest:

Der Begriff Troll wird in der Netzkultur für eine Person verwendet, die mit ihren Beiträgen in Diskussionen oder Foren unter Umständen stark provoziert. Mutmaßliches Ziel des Trolls ist das Stören der ursprünglich an einem Sachthema orientierten Kommunikation und das Erlangen von Aufmerksamkeit.

In einem einflussreichen Essay bezeichnet Judith Donath das Trollen als ein »Spiel mit der Identität, das ohne die Einwilligung der meisten Spieler gespielt wird« und zitiert einen Forumseintrag, in dem ein Troll mit einem Fischer verglichen wird:

Trollen ist, wenn man eine Fischerrute ins Wasser hält und sie langsam hin- und herbewegt, um den Fischen den Köder vor die Nase zu halten. Trollen im Netzt funktioniert gleich – der Troll wirft einen Köder aus und wartet darauf, dass jemand zubeisst, um die anschließende Auseinandersetzung zu genießen. [Übersetzung phw]

Trolle werden gemeinhin als schädlich wahrgenommen, aus mehreren Gründen:

  • Trolle stören Diskussionen nachhaltig.
  • Trolle geben schlechte Ratschläge.
  • Trolle verdrehen Fakten oder fälschen sie.
  • Trolle verhindern den Aufbau von Vertrauen.
  • Trolle erhöhen die Schwelle, die Fragende und Unwissende überschreiten müssen, um an Diskussionen teilnehmen zu können.
  • Die Präsenz von Trollen birgt die Gefahr, dass jeder User als Troll wahrgenommen werden könnte.

Die gemeinhin vorgeschlagene Reaktion auf Trolle ist das Ignorieren: »Don’t feed a troll« ist eine klassische Regel in Foren – um in Donaths Bild zu bleiben: Nicht anbeissen, wenn man den Köder eines Trolls vor sich schwimmen sieht. Darüber hinaus ist es in vielen online Konversationsräumen möglich, Trolle auszublenden, so dass ihre Einwürfe nicht mehr sichtbar sind.

(2) Trolle im Unterricht

Wenn wir uns Unterricht vereinfacht als ein lehrergesteuertes Unterrichtsgespräch mit einer Klasse vorstellen, dann gibt es auch hier eine Reihe von Möglichkeiten, wie Trolle eine sachbezogene Diskussion stören können. Trolle wären bestimmte Schülerinnen und Schüler, die mit Wortmeldungen, Zwischenbemerkungen oder ihrem Verhalten »Köder« auswerfen.

Das ist kein neues Phänomen, insofern gibt es auch jede Menge didaktische Lösungen dafür, die hier nicht repetiert werden sollen und müssen. Generell liegt aber im Unterricht deswegen kein Trolling vor, weil die Identitäten klar sind. Allen Beteiligten ist klar, wer potentielle Trolle sind und wer nicht – deshalb ist die Bedrohung, die von Störefrieden ausgehen, viel kleiner. Niemand muss befürchten, als Troll wahrgenommen zu werden, wenn er oder sie sich nicht entsprechend verhalten hat; auch das Vertrauen kann nicht nachhaltig gestört werden, wenn einige Schülerinnen oder Schüler versuchen, den Unterrichtsverlauf zu beeinflussen und eine sachliche Diskussion zu verunmöglichen.

(3) Trolle beim schulischen Einsatz von Social Media

Daran anschließend kann man schnell zum Schluss kommen, das Problem könnte am einfachsten gelöst werden, wenn es keinen Freiraum für Identitäten gibt. Man müsste also, wenn Social Media-Tools für schulische Zwecke eingesetzt werden, darauf bestehen, dass Klarnamen verwendet werden, die eine Zuordnung zu einer »realen« Identität ermöglichen und so die Situation im Klassenraum in virtuelle Räume übertragen – zumindest in Bezug auf das Identitätsmanagement.

Damit ist aber auch eine gewisse Gefahr verbunden, wie ein Essay der Electronic Frontier Foundation zur Diskussion um die Klarnamenpflicht bei Google Plus zeigt:

Just as using „real“ names can have real consequences, mandating the use of „real“ names can too, excluding from the conversation anyone who fears retribution for sharing their views. While one added value of requiring real names might be increased „civility“ of the conversation, it is most certainly to the detriment of diversity.
[Übersetzung phw:] Genau wie »reale« Namen auch wirkliche Konsequenzen nach sich ziehen, kann der Zwang, »reale« Namen angeben zu müssen, Menschen ausschließen, die Angst haben, ihre Meinungen zu äußern. Während man als Nutzen eines Klarnamenszwangs den verbesserten Umgang angeben könnte, verhindert er sicherlich Diversität.

Auf den schulischen Kontext bezogen heißt das, dass abenteuerliche Meinungen, Kritik, Originalität eingeschränkt werden, wenn man gezwungen ist, seinen richtigen Namen anzugeben – während die Kontrolle der Lehrperson und der Umgangston generell besser ist.

(4) Der künstlerische Troll

In einem Essay von Astrid Herbold in der Zeit werden Trolle aus einer wohlwollenden Perspektive betrachtet:

Diese Schnelllebigkeit bewirke, dass beliebte Einträge immer wieder gepostet und variiert werden, stellte eine Untersuchung des Massachusetts Institut of Technology kürzlich fest. Das und die Anonymität förderten „das Experimentieren mit Ideen“ – weil das Scheitern für den Einzelnen folgenlos bleibt. Zündet eine schräge Pointe nicht, versucht man es eben mit der nächsten.

Stefan Krappitz [geht es eher] eher um die grundsätzliche Haltung. „Trolle wollen Spielregeln brechen und Erwartungen unterwandern. Deshalb kann man das Trollen durchaus als ein Mittel des künstlerischen Ausdrucks verstehen.“ […] Sein Definitionsvorschlag für kreatives Trollen: „Ein guter Troll belustigt nicht nur sich selbst, sondern viele Menschen.“

 Diese positiven Eigenschaften, das Experimentieren mit Ideen, das lustvolle und belustigende Kommentieren, keine Angst vor dem Scheitern zu haben – das alles sind Elemente, die gutes Lernen begleiten. Und doch sind es gleichzeitig auch die chaotischen, destruktiven Kräfte, die in Cybermobbing münden können, wenn sich nämlich diese Energie gegen andere Menschen richtet.

Das Fazit wäre also Folgendes: In der Schule sollte es den Freiraum geben, sich von der eigenen Identität lösen zu können und das als etwas Lustvolles und Befreiendes zu erleben – aber innerhalb eines klar definierten Rahmens und Kontextes. Im generellen Einsatz von Social Media führt nichts an einer Klarnamenpflicht vorbei. Oder um es mit Postel’s Law zu sagen, das auf den Computerwissenschaftler Jon Postel zurückgeht: »Be conservative in what you do; be liberal in what you accept from others.« (Das Gesetz wird in diesem ausgezeichneten Troll-Artikel von Mattathias Schwartz im Magazin der New York Times zitiert.)

Blogposts zur Resultatsicherung

Das ist nur ein kurzes Beispiel einer Unterrichtseinheit. Das Fach heißt Medienkunde, die Schülerinnen und Schüler sind in der 11. Klasse. Nach einer theoretischen Auseinandersetzung mit Photographie (Photographie Medienkunde 2012, weitere Unterrichtsmaterialien auf Anfrage verfügbar), das mit einer Prüfung abgeschlossen worden ist, hat die Klasse einen offenen Auftrag (pdf) zur Bildmanipulation erhalten: Sie sollen einen theoretischen, kreativen, historischen etc. Zugang zu manipulierten Bildern oder Techniken der Manipulation zu finden.

Resultat der Auseinandersetzung soll ein Blogpost sein – in einem Blog der Klasse, in dem die Technik unverbindlich und ohne persönlichen Bezug erprobt werden kann, die Texte aber doch theoretisch öffentlich einsehbar sind und mit Kommentaren versehen werden können. Man darf mitlesen.

Social Media als Ergänzung zu mündlicher Beteiligung

Letzte Woche habe ich ein Projekt vorgestellt, bei dem Twitter als eine spielerische Erweiterung des Literaturunterrichts genutzt wird. Plattformen wie Twitter können aber auch als Ergänzung zu einem Klassengespräch genutzt werden. Kernidee: Wer sich nicht beteiligen kann oder will, nutzt Social Media als Ersatz.

Auf Konferenzen mit Social Media-Bezug ist es üblich, neben oder statt Slides einen Twitter-Wall einzublenden, wie man ihn auf dem Bild sieht:

Dort können die Zuhörerinnen und Zuhörer direkt Feedback geben, untereinander kommentieren und das Referat mit Links und Kommentaren sozusagen erweitern.

Diese Idee könnte man auch auf den Unterricht anwenden: Stille Schülerinnen und Schüler können sich per Social Media an einer Diskussion beteiligen, die von der Lehrperson dann wieder ins Klassengespräch integriert werden kann. Das tut Erin Olson, eine Englischlehrerin aus den USA, die in einem Beitrag der New York Times vorgestellt worden ist.

Das Klassengespräch erhält so einen so genannten Backchannel: Eine zweite Kommunikationsebene, auf der Fragen gestellt werden können, Meinungen geäußert und Kommentare abgegeben können. Die Idee besticht aus drei Gründen:

  • Es ergeben sich Kommunikationsmöglichkeiten zwischen Schülerinnen und Schülern, z.B. kann, wenn jemand einen Begriff nicht versteht, die Klasse selbst eine Erklärung abgeben.
  • Es ergibt sich eine Aktivierung sonst passiver Schülerinnen und Schüler.
  • Wenn die Möglichkeit gegeben wird, themenzentriertes abzuschweifen, verhindert das nicht-thematisches Abschweifen.

Zwei Schülerstatements aus dem Artikel sind beeindruckend:

“Everybody is heard in our class,” said Leah Postman, 17.
Janae Smith, also 17, said, “It’s made me see my peers as more intelligent, seeing their thought process and begin to understand them on a deeper level.”

Die Einwände sind vorhersehbar – und selbstverständlich auch berechtigt: Laptops oder Tablets im Schulzimmer bieten die Gefahr einer Ablenkung, einer Verzettlung, eines Mangels an Vertiefung.

* * *

Technische Möglichkeiten

Twitter selbst ist nicht für einen Bildungskontext ausgelegt. Ich schlage zwei andere Tools für den Einsatz im Schulzimmer vor und werde das im kommenden Schuljahr auch ausprobieren:

  1. Google Moderator, wo Fragen gestellt und beantwortet werden können
  2. TodaysMeet, eine Art provisorisches Twitter, das für jede Veranstaltung installiert werden kann und automatisch gelöscht wird, aber auch die Möglichkeit zum Download der Gespräche bzw. Fragen bietet.

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Zusatz 16. Juli 2012: Jürgen Bucher unterrichtet Medienwissenschaft an der Universität Trier und ersetzt Wortmeldungen teilweise durch die Möglichkeit, per Twitter Fragen zu stellen, wie die Süddeutsche Zeitung berichtet.

Facebook für Lehrpersonen – die Möglichkeiten im Überblick

Dieser Artikel soll aufzeigen, wie Facebook von Lehrpersonen sinnvoll und gefahrenfrei genutzt werden kann. Entscheidend dabei ist: Man muss nicht mit Schülerinnen und Schülern befreundet sein! (Ich habe mich hier zur Missbrauchsgefahr geäußert – ein Problem, das ich eher auf der Ebene Schule als auf der Ebene der einzelnen Lehrperson sehe.)

Eine Infografik zeigt basierend auf einer Studie des Babson College/Pearson von 2011, dass viele Lehrpersonen – hier bezogen auf Colleges – Facebook-Konten haben, sie aber eher selten für die Kommunikation mit anderen Lehrpersonen oder Schülerinnen und Schülern einsetzen:

Die folgenden Möglichkeiten sollen zeigen, wie dieses Kommunikationspotential genutzt werden kann. Facebook selber finanziert einen Educators Guide (Direkter Link zum Paper als pdf), in dem technischen Grundlagen und Einsatzgebiete aufgezeigt werden. Konkret sind dies:

  1. Konstruktiv bei Schulregeln für Social Media mitarbeiten.
  2. Schülerinnen und Schüler über Richtlinien für sicheres Verhalten auf Social Media zu informieren.
  3. In Bezug auf Sicherheit und Privatsphäre auf FB up-to-date sein.
  4. Verhaltensregeln für digitale Kontexte reflektieren und vermitteln.
  5. Mit FB-Pages und -Gruppen mit Eltern und Schülerinnen und Schülern im Kontakt bleiben.
  6. Digitale, soziale und mobile Lernmöglichkeiten von Schülerinnen und Schülern des 21. Jahrhunderts verstehen.
  7. Facebook zum persönlichen Wissensmanagement und zur professionellen Vernetzung nutzen.

An diesen Einsatzmöglichkeiten ist besonders interessant, dass für die Vernetzung mit Schülerinnen, Schülern und Eltern nicht ein persönliches oder professionelles Profil, sondern eine Seite oder eine Gruppe genannt wird. Im Folgenden soll es also darum gehen, wie Lehrpersonen mit Facebook kommunizieren können – mit Schülerinnen und Schülern, Eltern und anderen Bildungsprofis.

(1) Das persönliche Profil

Die Frage, wie und ob das persönliche Profil eingesetzt werden soll, um berufliche Kommunikation zu betreiben, ist umstritten. Zumindest in Bezug auf Schülerinnen und Schüler gibt es klare Vorbehalte dagegen, ein persönliches Profil zu nutzen (vergleiche auch die Empfehlungen zu Social Media-Aktivitäten für Lehrpersonen). Dabei ist dies aber davon abhängig, wie privat dieses Profil wirklich ist – ein Profil muss nicht zwingend private Informationen beinhalten.

Zudem ist es möglich, eine Liste zu einzurichten und zu verwalten, so dass die Schülerinnen und Schüler auf dieser Liste keine persönlichen Informationen zu Gesicht bekommen – wie zeigt Ronnie Burt auf seinem Blog. (Eine Bemerkung allgemeiner Natur: Ich poste hier nie technische Anleitungen, weil diese so schnell nicht mehr aktuell sind, gebe aber gerne darüber Auskunft bei Beratungen und Schulungen).

(2) Das »Herr Huber«/»Frau Schmid«-Profil

Es ist ohne weiteres möglich, in der Rolle als Lehrperson auf Facebook aktiv zu sein. Es ist aber meistens recht umständlich, mehrere Konten zu pflegen, das führt zu Verwechslungen und ist nicht der Sinn von Facebook.

(3) Die Fan-Page

Eine Fan-Seite ist gegenüber (1) und (2) zu bevorzugen. Schülerinnen und Schüler erhalten Updates, ohne mit einem Profil befreundet zu sein müssen. Was sich auf dieser Seite abspielt, ist für alle Interessierten einsehbar, es gibt keine persönliche/private Zwischenebene.

Das sieht dann beispielsweise so aus (hier die Seite auf Facebook):

Auch hier gibt es beim EduBlog konkrete Anleitungen, wie man eine Fan-Seite errichtet.

(4) Gruppen

Gruppen sind eine Alternative zu Seiten, die aber ähnliche Vorzüge haben: Auch hier ist eine direkte Freundschaft unnötig. In Gruppen können aber alle Mitglieder Inhalte posten, zudem ist es dort möglich, auch Dokumente hochzuladen, was auf einer Seite nicht möglich ist. Zudem können Gruppen privat geführt werden, ohne dass Nicht-Mitglieder einen Einblick erhalten – das kann ein Vor- oder ein Nachteil sein. Gruppen ermöglichen zudem die Kommunikation zwischen den Mitgliedern ohne Bezug zur Lehrperson.

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Fazit: Es gibt viele Möglichkeiten, wie Facebook sinnvoll genutzt werden kann – auch im Bildungsbereich. Die Frage, ob Facebook überhaupt als Tool eingesetzt werden soll, stellt sich für Behörden, Schulen und Lehrpersonen gleichermassen. Die Schülerinnen und Schüler sind schon auf FB – und können dort motiviert abgeholt werden. Andererseits übergibt man Informationen an ein gewinnorientiertes Unternehmen, das keine Garantien darüber abgibt, was es damit anstellt.

Social Media Typen

Die kanadische Firma AIMIA hat eine Infographik veröffentlicht, auf der sie aus ihrer Sicht sechs Typen von Social Media Nutzern darstellen. AIMIA betreibt »loyalty management« – also die Verwaltung von Loyalität. Das heißt, dass AIMIA Unternehmen berät, die Social Media einsetzen wollen, um Kunden zu binden.

Diese Klassifikation ist deshalb auch für den Bildungsbereich interessant: Sie zeigt, wie wir Nutzer von Unternehmen wahrgenommen werden, in welche Schubladen wir gesteckt werden.

AIMIA geht von zwei Dimensionen aus: Der Teilnahme, aus der man das Vertrauen (TRUST) der Kunden ableiten kann. Und die Kontrolle, die, wenn sie von Kunden wahrgenommen wird, dazu führt, dass sie sich stärker exponieren. Diese Kategorien tauchen bei der Klassifikation von Social Media-Typen wieder auf:

Der erste Typ sind die No-Shows: Also die Leute, die auf Social Media nicht aktiv sind. Es sind eher ältere Leute, die aber rund 40% ausmachen. Dazu gehören auch viele Lehrpersonen – obwohl sie vom Einkommen und der Bildung die Annahmen von AIMIA nicht erfüllen.

Newcomers lesen vor allem, teilen sich kaum mit. Hier handelt es sich wohl um die Digital Immigrants, die sich anschauen, was sich auf Social Media abspielt, aber wenig Lust verspüren, besonders aktiv zu sein.

Onlookers sind den Newcomer sehr ähnlich, sind aber häufiger auf Social Media präsent, ohne wesentlich mehr zu posten.

Cliquers pflegen ein bestimmtes soziales Netz online, sind sehr engagiert, ohne zu experimentieren. Der Hauptzweck von Social Media ist ein privater.

Mix-N-Minglers sind stark engagiert und geben viel von sich preis. Es sind meist gut ausgebildete Personen mit einem guten Einkommen, die auch beruflich mit Social Media zu tun haben. Sie nutzen Social Media auch, um neue Beziehungen zu knüpfen. Zu dieser Gruppe gehören wohl auch viele Schülerinnen und Schüler.

Rund 3% der User sind Sparks, für die Social Media zu einem erfüllten Leben dazugehört.

Aus dieser Aufstellung ergibt sich auch der Schluss, dass Facebook alle diese Nutzer in gewisser Weise anspricht – was bei vielen anderen Netzwerken weniger der Fall ist.