Rezension: Schüll – Addiction by Design

Das Slotmachine-Buches von Natasha Dow Schüll, »Addiction by Design«, habe ich aus zwei Gründen in zwei Nächten gelesen: Erstens bin ich selbst anfällig für das Spiel an scheinbar stumpfsinnigen Maschinen und kann mich gut in die Menschen einfühlen, die im Buch zur Sprache kommen. Zweitens zeigt das Buch, welche Bedeutung die Interaktion von Menschen mit Maschinen hat.„Rezension: Schüll – Addiction by Design“ weiterlesen

Rezension: Frederking, Krommer und Möbius (Hg.) – Digitale Medien im Deutschunterricht

Die Mediensozialisation heutiger Heranwachsender ist in einem Maße durch die digitalen Medien geprägt […], dass weder Deutschdidaktik noch Deutschunterricht diesen Sachverhalt (länger) ignorieren können bzw. dürfen. Hinzu kommt der fundamentale Wandel, dem auch die fachlichen Gegenstände des Faches Deutsch – Sprache und Literatur – unterliegen. […] Bewusstmachung, Reflexion und Verarbeitung dieses medial bedingten sprachlichen und„Rezension: Frederking, Krommer und Möbius (Hg.) – Digitale Medien im Deutschunterricht“ weiterlesen

Nicht ganz so schlimm: Empörung und Sozialkontrolle im Netz

Wenn technophobe Darstellung des »Internets« schwerer abzuliefern sind, dann gibt es eine kleine Chance, dass wir darüber sinnvoll diskutieren können, welche Probleme Technologie lösen kann und welche Probleme sie überhaupt lösen sollte. Dieses Zitat von Evgeny Morozov (S. 358) macht deutlich, dass nicht allein die optimistische Sprechweise über digitale Kommunikation – die ja im Zuge der NSA-Skandale„Nicht ganz so schlimm: Empörung und Sozialkontrolle im Netz“ weiterlesen

Evgeny Morozovs Kritik am Internetdiskurs

In seinem Buch To save everything, click here untersucht Evgeny Morozov das Internet als Idee. Um zu markieren, dass er nicht ein technisches Netzwerk meint, sondern ein gedankliches Konstrukt, markiert er Internet fast durchgängig mit Anführungszeichen. Zu Beginn von Kapitel 2 stellt der Autor fest, heute könne man mit »Internet« »just about anything« bezeichnen –„Evgeny Morozovs Kritik am Internetdiskurs“ weiterlesen

Rezension: Danah Boyd – It’s Complicated

Danah Boyd forscht seit Jahren über den Umgang Jugendlicher mit Social Media. Sie hat in verschiedenen akademischen Forschungsprojekten gearbeitet und seit 2009 als Social-Media-Forscherin für Microsoft tätig.  (Sie schreibt ihren Namen aus verschiedenen Gründen ohne Großbuchstaben – eine Praxis, die ich hier nicht übernehme.)  In Ihrem kürzlich erschienen Buch »It’s Complicated« fasst sie Forschungsergebnisse zusammen, die sie in„Rezension: Danah Boyd – It’s Complicated“ weiterlesen

Rezension: Clive Thompson – Smarter Than You Think

Clive Thompson ist ein amerikanischer Journalist, der regelmäßig über die Bedeutung von technologischen Veränderungen für das menschliche Leben schreibt. Sein Buch »Smarter Than You Think« von 2013 (bisher nur auf Englisch erschiene) ist eine umfassendere Ausgabe vieler seiner Artikel, in denen er mit den Leuten spricht, die neue Werkzeuge entwickeln, einsetzen oder umnutzen. Er verwendet„Rezension: Clive Thompson – Smarter Than You Think“ weiterlesen

Die Konsensillusion

Soziale Netzwerke haben einen starken Einfluss auf die digitale Kommunikation gehabt. Diese Einsicht wird häufig – auch in diesem Buch ausgeblendet -, wenn davon ausgegangen wird, digitale Kommunikation sei automatisch Kommunikation in sozialen Netzwerken. »Lange Zeit war es der Normalzustand, dass man sich im Netz mit Fremden unterhielt«, hält Kathrin Passig am Anfang einer Untersuchung„Die Konsensillusion“ weiterlesen

Rezension: Michel Serres – Erfindet euch neu!

Der schmale Essay des Philosophen Michel Serres ist 2012 unter dem Titel »Petite Poucette« auf Französisch erschienen – ein Titel, der auf das Märchen »Däumelinchen« von Andersen anspielt. Däumelinchen steht für eine »vernetzte Generation« der »Däumlinge«, an die Serres eine »Liebeserklärung« verfasst hat, wie es im Untertitel der deutschen Übersetzung von Stefan Lorenzer heißt. Sie„Rezension: Michel Serres – Erfindet euch neu!“ weiterlesen

Digitale Selbstverteidigung

Steffan Heuer spricht in einem Interview im heutigen Tages-Anzeiger über »digitale Selbstverteidigung«. Damit meint er folgenden Zusammenhang: Entscheidend ist, wie viel ich von meinem Privatlaben im Netz sehen möchte. Da kommt die digitale Selbstverteidigung ins Spiel. […] Alles, was ich einmal ins Web stelle, kann gegen mich verwendet werden. Man hat im Internet das Recht, jemand„Digitale Selbstverteidigung“ weiterlesen

Rezension: Stephan Porombka – Schreiben unter Strom

Viele der Bücher, die Social Media thematisieren, wählen einen kritischen oder pädagogischen Zugang, in dem es hauptsächlich um die Bedeutung des Medienwandels gibt. Stephan Porombkas Schreiben unter Strom zeigt die Möglichkeiten auf, die entstehen, wenn man kreatives, literarisches Schreiben mit der Kraft digitaler Kommunikation ausstattet: Wer unter Strom schreibt, schließt automatisch alle Möglichkeiten ein und„Rezension: Stephan Porombka – Schreiben unter Strom“ weiterlesen