Wenn man Social Media hört, denkt man sofort an Facebook, Smartphones, an Menschen vor dem Computer. Die Idee von Social Media ist aber eine andere – die mit gutem Unterricht sehr viel zu tun hat.
Ich versuche das kurz zu skizzieren. Eigentlich geht es um vier Aspekte:
Alle an der Kommunikation Beteiligten können wahlweise aktiv und passiv daran teilnehmen, also Inhalte erstellen und Inhalte konsumieren.
Dadurch verändert sich die Rolle der Lehrperson, die Prozesse begleiten kann, aber nicht exklusiv für Inhalte zuständig ist. Ihre Hauptaufgabe ist nicht mehr das Bereitstellen von Inhalten, sondern die Begleitung im Umgang mit diesen Inhalten, das Coaching.
Zudem verläuft die Kommunikation zwischen allen Teilnehmenden – Schülerinnen und Schüler kommunizieren direkt miteinander und nicht via die Lehrperson.
Dieses Lernen ist dann nicht mehr ortsgebunden und findet nicht mehr nur im schulischen Kontext statt, sondern verbindet private Lernphasen mit schulischen.
John Trevor Custis, Francis M. Drexel School in Philadelphia. 1898. Wikimedia Commons.
Dazu lässt sich immer schön Brechts Ideal in seiner Radiotheorie von 1930 zitieren:
Der Rundfunk ist aus einem Distributionsapparat in einen Kommunikationsapparat zu verwandeln. Der Rundfunk wäre der denkbar großartigste Kommunikationsapparat des öffentlichen Lebens, ein ungeheures Kanalsystem, das heißt, er wäre es, wenn er es verstünde, nicht nur auszusenden, sondern auch zu empfangen, also den Zuhörer nicht nur hören, sondern auch sprechen zu machen und ihn nicht zu isolieren, sondern ihn in Beziehung zu setzen. Der Rundfunk müßte demnach aus dem Lieferantentum herausgehen und den Hörer als Lieferanten organisieren.
Die Schülerinnen und Schüler sollen »in Beziehung gesetzt« werden. Das ist Social Media.
Ein aktuelles Beispiel dazu findet sich in einem Artikel zum »Virtual Linguistics Campus« an der Universität Marburg. Der zitierte Professor, Jürgen Handke, kommentiert das Konzept des »inverted classrooms« wie folgt:
Dennoch kann auf das persönliche Erscheinen im Vorlesungssaal oder Seminarraum auch hier nicht ganz verzichtet werden: Denn das gemeinsame Üben sei immens wichtig, betont Anglistik-Professor Handke. Die Inhalte, die sich die Studenten im Netz aneignen, werden deshalb in einer Präsenzveranstaltung an der Uni vertieft. Das ist Phase zwei des „umgekehrten Klassenzimmers“.
Ganz ohne direkten Kontakt zum Professor geht es also nicht. „Der hat allerdings eine völlig neue Funktion“, sagt Handke und ist ganz offensichtlich begeistert: „Er ist der Begleiter, denn er begleitet die Studierenden beim Üben und Diskutieren. Und die Diskussionen – die sind viel lebhafter als sonst!“
Letztlich hieße Social Media in der Schule, dass Schule ohne Gadgets und Computer stattfindet – dass aber zuhause am und mit dem Computer gelernt wird.
Auf FB hat heute Klaus Meschede, dem ich viele Inputs für das Thema dieses Blogs verdanke, folgenden Vorschlag gepostet:
Idee für ein Projekt zum Schuljahresende:
„Kony 2012“
Vorgeschichte, Kampagne, Wirkung, Auswirkung(?), etc.
Basis: hohe Betroffenheit, Empathie bei Jugendlichen, intensive Kommunikation
Bezug: Moralentwicklung bei Jugendlichen, Empathie vs. Abstraktion/ Universalismus (Habermas als Ergänzung zu Kohlberg), Identitätsbildung
möglichst fächerübergreifend, wenigstens mit Referenten aus SoWi-LK [gemeint: Sozialwissenschaften-Leistungskurs], D-LK [Deutsch-Leistungskurs] (Medien und Kommunikation), evtl. Filmgruppen
Ich möchte diese Idee im Folgenden nun etwas ausführen – und insbesondere aufzeigen, welche Rolle die Reflexion und der Einsatz von Social Media in Bezug auf dieses Thema spielen könnte.
Am Anfang soll eine Liste mit Aspekten stehen, die für das Thema eine Rolle spielen:
Worum geht es ganz grundsätzlich? Was hat sich in Uganda in den letzten fünf Jahren ereignet? Was ist die Rolle der Lord’s Resistance Army? Wie ist die aktuelle Situation zu beurteilen?
Woher wissen wir etwas über ein Land wie Uganda? Welchen Quellen vertrauen wir, wie nähren wir uns einem solchen Thema?
Inwiefern gibt es in Westeuropa ein differenziertes Afrikabild? Welchen Aussagen / Fakten / Vorurteilen schenken wir in Bezug auf afrikanische Länder eher Glauben – und warum?
Wie können Menschen auf ein wichtiges Anliegen aufmerksam gemacht werden? Welche Rolle spielen dabei traditionelle Medien, welche Neue Medien bzw. Social Media?
Welchen Einfluss haben Prominente auf die Bedeutung von sozialen, wirtschaftlichen und politischen Problemen?
Was beschleunigt bzw. verlangsamt soziale Kommunikation auf Netzwerken wie Facebook und Twitter? Welche Inhalte werden schnell und oft geteilt, welche weniger?
Warum berührt uns das Kony Video (stärker als andere Videos)?
Wie unterscheidet sich die Verarbeitung von News durch junge Menschen von der älterer?
Ist es möglich, dass virale Kampagnen bzw. Virals eine Auswirkung außerhalb des Internets (d.h. in der Welt der Dinge und Menschen) haben?
Dürfen Organisationen, die wohltätig bzw. in der Entwicklungshilfe tätig sind, Marketing betreiben? Wie aufwändig darf dieses sein? Ist es besser, wenn eine solche Organisation hohe Einnahmen und hohe Kosten hat, als wenn sie tiefe Einnahmen und tiefe Kosten hat?
Kann virales Marketing auf Social Media Kanälen langfristig für wohltätige Organisationen bedeutsam sein?
Können wir in einer globalisierten Welt ein »fremdes« Problem lösen?
Die persönlichen Geschichten hinter Kony: Jason Russell (Regisseur des Filmes, evangelikaler Hintergrund, sein Sohn); Joseph Kony.
Diese verschiedenen Zugänge bieten sich für einen interdisziplinären Ansatz an. Es stellen sich ganz konkrete politische, wirtschaftliche, historische und soziale Fragen. Es werden kommunikative und mediale Themen verhandelt. Ethische Fragen spielen eine große Rolle, ebenso erkenntnistheoretische.
Infografik: Huffington Post.
Wenn man sich die Bandbreite der Themen anschaut, so ist dieses Projekt klar gymnasial ausgerichtet, wohl sogar eher für Klassen nahe beim Abitur/bei der Matur. Viel Material wird erst dann verfügbar, wenn Schülerinnen und Schüler genügend gut englisch sprechen.
Ich stelle mir einen möglichen Projektablauf wie folgt vor:
Input für alle Projektteilnehmenden:
Visionierung des Kony-VideosDiskussion.
Entscheid für einen Themenbereich, sehr grob skizziert – Bildung von Gruppen.
Danach weiteres Inputmaterial,
z.B.
Projektartige Verarbeitung des Materials und der Überlegungen der Gruppe.
a) Projektziele und -verlauf definieren.
b) Recherchieren, kuratieren und verarbeiten von Hintergrundmaterial.
c) Verarbeitung idealerweise Arbeit mit Social Media, z.B. Wiki oder Blog. (Idee: Es entsteht ein Gesamtprodukt, in das die einzelnen Gruppenbeiträge eingefügt und auf einander bezogen werden können.)
Präsentation und Feedbackprozess.
Die Gruppen präsentieren ihre Ergebnisse dem Plenum und erhalten von anderen Gruppen Feedback.
Wiederholung dieser Schlaufe mit einer Art Öffentlichkeit, über Social Media sehr einfach möglich.
Individuelle Reflexion.
Die Lehrpersonen, die das Projekt begleitet haben, können hier einige allgemeine Fragen stellen (Umgang mit Social Media; Manipulierbarkeit; Möglichkeiten, in einer globalen Welt etwas zu verändern; Afrikabild in Europa und Nordamerika…)
In diesem Prozess kann vor allem auch die persönliche Haltung und Veränderung dieser Haltung ins Spiel gebracht werden, sinnvoll ist hier wohl eine ganz traditionelle Arbeit mit einem persönlichen Text, aber auch Social Media (z.B. als Kommentar etc.) wäre denkbar, wenn für Schülerinnen und Schüler in Ordnung.
Visiualisierung der Twitter-Aktivitäten zu Kony 2012, SocialFlow.
Lernen ist eine auf Zukunft gerichtete Aktivität. Ich lerne aus Neugier, aus Interesse, aus Spass oder wegen extern an mich herangetragenenen Notwendigkeiten und ich verspreche mir davon, bestimmte Aufgaben oder Herausforderungen in der Zukunft bewältigen zu können.
Neuhaus zitiert dabei Bruno Latour und sein Konzept des Komponierens, das auf solche Aktivitäten sehr schön anwendbar ist:
Der Bruch mit der Vergangenheit wird nicht ausreichen. Kritik wird auch nicht helfen. Es ist Zeit zu komponieren – in allen Bedeutungen des Wortes, einschließlich mit etwas komponieren, also Kompromisse einzugehen, sich zu kümmern, sich langsam zu bewegen, vorsichtig und mit Vorsorge.
Suchmaschinen wie Google zu verwenden scheint eine so selbstverständliche Kulturtechnik zu sein, wie das Schuhebinden. Man würde naiverweise denken, dass Schülerinnen und Schüler das nicht in der Schule lernen müssen, sondern es schon beherrschen. Das denkt man so lange, bis man ihnen einmal beim Suchen im Internet zusieht.
Wie also lernt und lehrt man, besser zu »googlen«?
1. Spielerisch
Es gibt eine Reihe von Spielen mit Suchmaschinen, die man z.B. in einer Partnerarbeit spielen kann:
Wer findet die Seite?
Schülerin A gibt eine Seite vor, z.B. diesen Blogeintrag. Schüler B muss eine Suchanfrage finden, die als erstes (oder einziges) Resultat diese Seite anzeigt.
Wer findet das bessere Suchwort? (Googlefight)
Schülerin A gibt einen Suchbegriff vor. Gemeinsam sieht man, wie viele Resultate Google findet: Schüler B schlägt nun einen Suchbegriff vor, der mehr Resultate liefert. (Um das Spiel schwieriger zu machen: Mehr, aber nicht mehr als doppelt oder zehn Mal so viele…)
Lustiger wird dieses Spiel mit einem Googlefight – dort kämpfen zwei Suchbegriffe gegeneinander. Kann auch verwendet werden, um z.B. die richtige orthographische Schreibweise eines Wortes zu klären (»klären« vs. »klähren«) oder die Beliebtheit von Fussballspielern.
Was hab ich gesucht? (What did I search for?)
Auf folgenden Seiten werden Suchresultate angezeigt, der Suchbegriff aber mit ????? codiert. Die Frage ist nun, was der Suchbegriff war. Die Seite gibt es meines Wissens leider nur auf Englisch, ist aber wohl auch ein sinnvolles Spiel für den Fremdsprachenunterricht…
(a) gamesforthebrain.com/game/whatsearch/
(b) gwigle.varten.net/
Das Bildersuchequiz.
Auch für die Bildersuche gibt es ein (englisches) Quiz, wo man den Suchbegriff erraten muss. Das kann man gut aber auch selbst in Partnerarbeit spielen – einfach so runterscrollen, dass der Suchbegriff nicht mehr sichtbar ist. Hier ein einfaches Beispiel:
2. Suche wie ein Mathematikproblem angehen: Resultate schätzen
Tasha Bergson-Michelsen schlägt vor, Schülerinnen und Schüler die drei folgenden Fragen zu stellen, bevor sie etwas suchen. Die Idee ist, dass sie das Resultat zuerst abschätzen müssen, um einschätzen zu können, ob es hilfreich und sinnvoll ist – analog zu einer Mathematikaufgabe, wo es didaktisch sinnvoll ist, zuerst eine Schätzung abzugeben, bevor man die Aufgabe löst.
Wie sieht mein perfektes Suchergebnis aus?
Was steht auf der Seite, die ich suche? Welches Vokabular verwendet sie? Wann kann ich annehmen, dass sie von einer Expertin oder einem Experten verfasst worden ist?
Was erwarte ich, wenn ich auf ein Suchresultat klicke?
Sobald ich gesucht habe, sehe ich eine Liste von Resultaten. Auf welches soll ich zuerst klicken – und warum?
Diese Überlegungen können geübt werden. Werden diese Übungen richtig gemacht, erkennen und erfahren Schülerinnen und Schüler, dass sich ihre Sucheffizienz und die Qualität ihrer Ergebnisse automatisch verbessern – und setzen neue Techniken ein.
3. Tipps für Suchtechniken
Diese Tipps kann man Schülerinnen und Schülern einfach einmal mitteilen, indem man sie an geeigneten Beispielen vorführt – sie könnten auch auf einem Poster im Computerraum stehen etc.
Das Suchwort »wiki« hinzufügen, um direkt Wikipedia-Artikel angezeigt zu bekommen.
Präzise Informationen durch das Zusammenstellen von vier bis sechs Suchbegriffen, die in einem gesuchten Dokument vorkommen müssen.
Wissenschaftliche Texte findet man, indem man direkt nach pdfs sucht. Das geht so: »SUCHANFRAGE filetype:pdf«.
Dasselbe geht auch für Präsentationen, Word-Dokumente oder Tabellen, dort gibt es aber nicht immer einheitliche Fileformate (hilfreich sind aber .ppt respektive .doc beziehungsweise .xls.
Erweiterte Suchoptionen benutzen um Sprache, Datum und Region einzustellen, wenn das nötig sein sollte.
Sehr oft suche ich Dokumente, die bestimmte Zitate enthalten.
Das Suchen mit Anführungszeichen hilft oft weiter: »”liberty and justice for all”«.
Nützlich ist auch das Suchen nur auf einer Seite: »SUCHANFRAGE site:nzz.ch«.
Bergson-Michelsen kombiniert diese Techniken hier an einem schönen Beispiel.
4. Google Search Education
Google bietet selbst Tools an, um mit der Fülle von Möglichkeiten und Informationen umzugehen. Hier der Link zur Seite (englisch) und ein Einführungsvideo:
Für viele Texte steht nur ein bestimmter Platz zur Verfügung. Historisch war Papier eine teure Ressource, über die man nicht beliebig verfügte. Ich konnte einmal zusehen, wie ein vom Literaturarchiv Marbach ersteigerter Schiller-Brief ausgepackt wurde: Der Brief umfasste einen Bogen und Schiller füllte jede Zeile aus – ohne, dass man das dem Inhalt oder Stil des Briefes angemerkt hätte.
Ähnlich war es mit Postkarten, die nicht nur sehr limitierten Platz boten, sondern auch nur dann günstiger frankiert werden konnten, wenn sie 20 Wörter oder weniger enthielten.
Ein weiteres Beispiel sind journalistische Texte, deren Länge oft exakt vorgegeben ist, um das Layout zu erleichtern.
Kurz gesagt: Zum Schreiben gehörte lange Zeit der Umgang mit Begrenzungen. Sie stellen Anforderungen an präzise Wortwahl, an inhaltliche Verdichtung, an bewusste Stilwahl.
Aus diesen Gründen halte ich den Einsatz von Twitter in einem Schreibprojekt für sehr sinnvoll. Ich skizziere es hier grob und werde den Post vervollständigen, wenn ich damit konkrete Erfahrungen gesammelt habe. (Bisher habe ich Schülerinnen und Schüler nur in Twitter eingeführt und sie ausprobieren lassen.)
Das Projekt ist wohl ab dem 7. Schuljahr denkbar.
Alle Schülerinnen und Schüler einer Klasse sollen ein Profil unter einem Phantasienamen erstellen.
Idealerweise wird dem Profil eine Rolle und den geäußerten Tweets eine Funktion zugewiesen: Bsp. Lästern über fiktive MitarbeiterInnen, Kommentare zum Zeitgeschehen, ein Vater rapportiert lustige Aussagen eines Kindes, Kommentare zu Fernsehwerbung, das Wetter des Tages in Reimform etc.
Ziel: Unterhaltsame und dennoch tiefgründige Entwicklung einer Rolle durch die Äußerung fiktiver Tweets.
Regeln:
a) Es dürfen keine Abkürzungen verwendet werden.
b) Aussagen dürfen nicht auf mehrere Tweets aufgeteilt werden.
c) Vollständige Sätze sind Pflicht.
d) (optional) Alle Tweets in Standardsprache (z.B. Duden-konform).
Eine bestimmte Kadenz wird vorgegeben: Z.B. 5 Tweets pro Woche. (Können dann von mobilen Geräten aus oder auch vom PC aus verfasst werden.)
Ein Mal pro Woche gibt es die Möglichkeit für Feedback: Z.B. stellen immer fünf SchülerInnen ihren Lieblingstweet der Woche vor (ausgewählt aus den Tweets der Klasse).
Projektdauer: Ein Semester, als rund 20 Wochen.
Ergibt 100 geschriebene Tweets.
Abschluss: Projektreflexion, Auswahl der gelungensten Tweets, stilistische Betrachtungen (z.B. Satzlänge, Satzbau, Semantik, evtl. mit einem Statistiktool arbeiten).
Ich freue mich über weitere Inputs und Anregungen…
Im letzten Blogpost habe ich auf den Mindshift-Blog verwiesen, wo die Journalistin Tina Barseghian die (technologische) Zukunft der Lernens erforscht. Im folgenden werde ich die Aussagen von zwei lesenswerten Artikeln zusammenfassen und knapp kommentieren:
Die Grundvoraussetzungen sind klar: Inhalte im Internet können auf mobilen Geräten überall und jederzeit angesehen werden. Dieser Fluss von Informationen bedeutet grundsätzlich, dass die Schule nicht mehr die primäre Aufgabe hat, diese Informationen zur Verfügung zu stellen – z.B. als Wissen von Lehrpersonen oder in Form von Unterrichtsmaterialien.
Digitales Lernen findet, wie auch traditionelle Lernformen, auf fünf Standbeinen statt:
Lerninhalte
Lernmethoden
Lerngemeinschaft
Institutionalisierung und Anerkennung von Lernerfolgen
Technologien und Medien des Lernens
Die »Revolution« betrifft diesen fünften Punkt. Werden die Medien digital, so ist es viel einfacher als bisher, Kopien anzufertigen. Anders gesagt: Lerninhalte kosten nichts mehr – z.B. OER.
Daran schließen sich grundsätzlich vier Fragen an:
Mit welchen pädagogischen Mitteln sollen und können die Vorteile des digitalen Lernens genutzt werden?
Wie organisiert man Gemeinschaften, in denen diese Inhalte erlernt werden können?
Wie erfolgt die Anerkennung von Lernerfolgen im digitalen Lernen?
Mit welchen Technologien sollen digitale Inhalte abgerufen und bearbeitet werden?
The things I care most about is collaborative skills, are you a good communicator, can you get stuff done? I think that’s the number one thing that isn’t being assessed anywhere that is super important. That’s what you ask when someone wants a job from you: do they get stuff done.
[Übersetzung phw] Ich interessiere mich am meisten für Kompetenzen im Bereich der Zusammenarbeit: Kannst du kommunizieren? Kannst du Aufgaben erledigen? Das ist die wichtigste Fähigkeit, die von allen verlangt wird. Wenn jemand angestellt werden soll, geht es genau darum: Kann die Person Aufgaben erledigen?
Punkt i. hingegen ist der Gegenstand von Barseghians Post. Ihre Forderung ist klar und wurde auf diesem Blog schon mehrfach wiederholt: Technologie verfügbar zu haben ist nur dann hilfreich, wenn es auch effiziente Methoden gibt, sie für pädagogische Zwecke einzusetzen. Zudem müssen digitale Geräte so zugänglich gemacht werden, dass sich privates und schulisches Lernen vermischt. Barseghians und ihre Gewährsleute skizzieren eine Learning-By-Doing-Mentalität, die durch Hilfsmittel wie Smartphones und iPads gefördert werden kann.
That’s where the pedagogical practice comes to play, a thoughtful use of tool sets. Having the apps sitting on your phone on your desk in and of itself isn’t going to make you smarter, and it won’t make the classroom more anything. It’s what you do with it, and how it’s supported, how teachers and students know to learn, to use those tools. It’s part of a complex nature of learning.
[Übersetzung phw]: Das ist der Punkt, wo die pädagogische Praxis relevant wird: Ein durchdachter Einsatz von Werkzeugen. Nur Apps auf seinem Telefon zu haben macht niemanden schlauer und es verbessert auch die Erfahrung im Klassenzimmer in keiner Hinsicht. Es kommt darauf an, was man mit den Geräten und den Apps macht und wie dieses Handeln unterstützt wird, wie Lehrpersonen und SchülerInnen ihr Lernen und ihren Einsatz von Hilfsmitteln verstehen. Es ist ein Teil der komplexen Natur des Lernens.
Ein Blogpost von Matt Levinson auf Mindshift geht der Frage nach, wie Eltern und die Schule mit Aktivitäten von Kindern und Jugendlichen auf sozialen Netzwerken umgehen sollen.
Die Frage ist zunächst, ob es sich dabei um eine Aufgabe der Eltern handelt, um die sich die Schule so lange nicht kümmern muss, wie sie nicht Unterrichtsgegenstand ist. Tatsächlich lassen sich aus verschiedenen Gründen die Online-Aktivitäten an der Schule von privaten nicht mehr trennen:
Mit mobilen Geräten sind Schülerinnen und Schüler auch an der Schule mit privaten und zuhause mit schulischen Online-Aktivitäten beschäftigt.
Die sozialen Strukturen der Schule werden auch im Netz abgebildet – sowohl in einem privaten wie auch in einem schulischen Kontext.
An der Schule wie auch zuhause werden Email-Adressen verwendet, die dann den Zugang zu sozialen Netzwerken ermöglichen. Levinson schreibt, das wichtigste Ziel sei ein offenes Gespräch darüber, was es bedeute, ein Konto- und/oder eine Email-Adresse zu haben:
[T]he most important goal is to maintain open communication, explaining to kids the responsibility that comes along with having an email account, and the need to ask an adult for help if the child feels uncomfortable with the nature of any online exchange.
Dieses Zitat zeigt, dass die Herausforderungen der digitalen Kommunikation nur in Zusammenarbeit zwischen Eltern und Schule zu meistern sind. Sowohl Schulen wie auch Eltern müssen offen kommunizieren und Regeln festlegen, die transparent sind. Diese Offenheit und Transparenz von Seiten der Schulen ermöglicht Eltern, ihre Erziehungsvorgaben daran anzuschließen und sich zu informieren.
MentorMob ist eine Art Lernoberfläche für das Internet. Es erlaubt Lernenden und Lehrenden, Webseiten zu einem Lernumfeld zusammenzustellen. Was heißt das?
Webseiten werden zu Themen gebündelt, in so genannten Playlists.
Aus Webseiten werden interessante Inhalte ausgewählt, Ablenkungen werden abgedunkelt, so dass sie nicht sichtbar sind.
Die kombinierten Webseiten können arrangiert werden zu Lernschritten, zudem können sie kommentiert werden.
Das sieht so aus:
Screenshot MentorMob, 26. April 2012
Die Idee zeigt grundsätzlich auf, wie Lernen mit dem Internet strukturiert und organisiert werden kann. Letztlich wird wie für Journalistinnen und Journalisten auch für Lehrpersonen entscheidend sein, das Internet zu kuratieren: Also Inhalte neu zu arrangieren, auszuwählen, zu präsentieren.
Das Tool scheint mir aber noch nicht nötige Leichtigkeit in der Benutzung zu haben, die nötig ist, um Lust auf diese Tätigkeit zu wecken.
Auf der übersichtlich gestalteten Seite Elternet.ch bietet ein Verein in der Schweiz Informationen zur Medienerziehung speziell für Eltern an. Der Verein schreibt über seine Absichten:
Ziel des Vereins ist es, Eltern bei der Erziehungsarbeit im Bereich der digitalen Kommunikations- und Informationstechnologien zu unterstützen. elternet.ch versteht sich als Ergänzung zur Medienbidung in Schule und Ausbildung.
In einem Nachschlagewerk finden sich gut geschriebene Texte zu den verschiedenen Entwicklungsstufen von Kindern und Jugendlichen und zu einzelnen Sachthemen – ausgezeichnete Einstiegstexte für Eltern, die sich mit bestimmten Themen vertraut machen wollen. Zudem gibt es ein Glossar, in dem zentrale Begriffe definiert werden.
Auf der Seite Medien-Coaching.ch bietet derselbe Verein Unterstützung für Eltern in der Medienerziehung an (ebenfalls in der Schweiz). Der Verein wird dabei von Gesundheitsförderung Schweiz und einer Reihe von Kantonen gefördert. Im Zentrum stehen dabei neun Module, die laut 20Minuten seit dieser April 2012 angeboten werden:
Internet, Handy & Co – was Eltern wissen sollen
Neue Medien im Kindergartenschulalter
Neue Medien im Primarschulalter
Neue Medien im Sekundarschulalter
Im Netz der Informationen
Wir sind online. Wo seid ihr?
Schutz, Sicherheit & Recht
Cybermobbing, Porno & Gewalt – Schattenseiten der neuen Medien
Gespräch. Quelle: Flickr Blue Square Thing, CC BY-NC-SA
Deshalb sage ich: Schaut auf, schaut euch an – und beginnt ein Gespräch!
Mit diesem Aufruf endet ein Artikel der amerikanischen Soziologin und Psychologin Sherry Turkle, der am Wochenende in der New York Times erschienen ist. Turkle schildert, wie in der Arbeitswelt und in der Welt der Jugendlichen die Fähigkeit verloren gegangen ist, ein Gespräch zu führen. Wir hätten an ihrer Stelle eine neue Fähigkeit gelernt, »gemeinsam alleine« zu sein. (Alone Together heißt auch Sherry Turkles neuestes Buch.)
Turkle beschreibt einen 16-Jährigen, der sich wünscht, zu lernen, wie man ein Gespräch führt. Die Möglichkeit, digital Kontakte zu pflegen, führe zu einer Isolation. Die digitale Kommunikation sei bequemer, so Turkle. Sie ermögliche:
Nicht zu enge und nicht zu lose Beziehungen zu pflegen.
Uns so zu präsentieren, wie wir wahrgenommen werden wollen.
Zu ändern, was wir ändern wollen, zu löschen, was wir löschen wollen.
Gespräche in kleine Bestandteile zu strukturieren, denen wir uns dann zuwenden wollen, wenn wir das möchten.
Zwischenmenschliche Beziehungen seien hingegen unordentlich und anspruchsvoll. Technologie wird nach Turkle benutzt, um diese Beziehungen zu bändigen. Dabei entstünde eine Verschiebung hin von Gesprächen zu Verbindungen:
But connecting in sips doesn’t work as well when it comes to understanding and knowing one another. In conversation we tend to one another. (The word itself is kinetic; it’s derived from words that mean to move, together.) We can attend to tone and nuance. In conversation, we are called upon to see things from another’s point of view.
[Übersetzung phw: Sich bei bedarf zu verbinden funktioniert dann nicht, wenn es darum geht, einander zu verstehen und zu kennen. In Gesprächen wenden wir uns einander zu. Wir hören auf den Tonfall und auf Nuancen. In Gesprächen wird von uns verlangt, einen anderen Standpunkt einzunehmen.]
Turkle beschreibt die Konsequenzen dieser Verschiebung als eine Art Zirkel: Weil Technologie uns dabei hilft, anstrengenden Gesprächen aus dem Weg zu gehen, haben wir auch keine Gesprächspartner mehr und wenden uns noch stärker der Technologie zu. Früher sei der Impuls für Gespräche folgender gewesen: »Ich habe ein Gefühl, ich rufe jemanden an.« Heute sei er: »Ich möchte ein Gefühl, ich schreibe eine Nachricht.«
ZEIT: Sie haben Ihr Buch als einen Brief an Ihre Tochter formuliert, die für ein Jahr ins Ausland gegangen ist. Früher waren Eltern und Kinder in dieser Situation zum ersten Mal wirklich voneinander getrennt – ab und zu ein Brief oder ein kurzes, teures Telefonat. Heute ist jeder zu jeder Zeit anwesend, es gibt keine Entschuldigung mehr dafür, nicht erreichbar zu sein.
Turkle: Ja, und es gilt die Regel »Ich texte, also bin ich«. Es gibt einen großartigen Spruch in der Psychologie: Wenn du deine Kinder nicht lehrst, allein zu sein, dann lernen sie nur, einsam zu sein. Wir versagen, wenn wir sie nicht auf ein Alleinsein vorbereiten, das erfrischend und regenerierend wirkt. Wir trainieren sie für eine lebenslängliche Einsamkeit.
ZEIT: Und gleichzeitig senden sie Tausende von Nachrichten…
Turkle: Ja, das ist ein Paradox, das uns mehr und mehr Probleme bereitet.
ZEIT: Und wie lautet Ihr Rezept dagegen?
Turkle: Eigentlich bin ich vorsichtig optimistisch, dass ein Wandel einsetzt. Der Grund ist, dass die Menschen, mit denen ich rede, einfach nicht glücklich sind.
ZEIT: Aber als Psychotherapeutin wissen Sie auch, dass Unzufriedenheit nicht notwendigerweise zu einer Änderung des Verhaltens führt.
Turkle: Was hilft, ist die Identifizierung unserer Schwachstellen. Deshalb spreche ich auch nicht von Sucht. Es geht nicht darum, einen »kalten Entzug« zu machen« und die Geräte wegzuwerfen. Die Gefahr geht ja von einem unausgewogenen Verhältnis aus – wer das einsieht, kann daran arbeiten, ihnen weniger schutzlos ausgeliefert zu sein.
Sherry Turkle. Quelle: Flickr jeanbaptisteparis, CC BY-SA.
Gestern habe ich hier einen Artikel zusammenfasst, in dem die Frage diskutiert worden ist, wie sich der digitale Wandel für Schulen und Lehrpersonen auswirken wird. Dabei ging es insbesondere auch um den Einsatz von Tablets und iPads in der Schule. Ich möchte im Folgenden einige Überlegungen zum Einsatz von iPads festhalten – ich werde diesen Post laufend ergänzen.
0. Tablets oder iPads?
Der allgemeine Begriff Tablet suggeriert, es gäbe verschiedene Hersteller, deren Produkte im ähnlichen Umfang in der Schule einsetzbar wären. Konkrete Beispiele gibt es hingegen meist nur mit dem iPad, also mit Produkten von Apple.
Screenshot von tablet-user.de/tablet-vergleich
Apple ist im Schulbereich im deutschsprachigen Raum sehr aktiv: Die Firma
führt Anlässe durch, an denen Praxislösungen vorgestellt und von Fachleuten diskutiert werden (hier ein aktuelles Beispiel aus der Schweiz)
bietet Lehrpersonen die Möglichkeit, mit iBooks Authorselbst Lehrmittel fürs iPad zu erstellen.
Diese breite Palette von Angeboten, die Vertrautheit vieler Schulen mit Apple-Produkten und sowie die hohe Bekanntheit und Beliebtheit von iPads bei Jugendlichen erschweren eine objektive Auswahl des besten Tablets und führen im Bildungsbereich zu einer Gleichsetzung von Tablets mit iPads. Die Gefahr dürfte bekannt sein: Schulen machen sich sowohl von der Soft- wie auch von der Hardware von Apple abhängig und müssen langfristig auch die hohen Apple-Preise bezahlen.
Um iPads in der Schule gewinnbringend einsetzen zu können, müssen Beispiele aus der Praxis bekannt gemacht werden. Es reicht letztlich nicht aus, einfach Lehrpersonen und Schülerinnen und Schülern iPads zu verteilen, in der Hoffnung, es würde sich etwas ergeben.
Hier eine im Moment aktuelle Liste mit Beispielsammlungen:
Lernen mit iPad.
Die Schweizer Seite bietet viele Links und soll demnächst Praxisbeispiele enthalten, die Seite befindet sich aber offenbar erst im Aufbau.
iPad in der Schule.
Die deutsche Seite wird von vier Lehrpersonen betreut und bietet einführende Texte und Unterrichtsbeispielen aus verschiedenen Fachbereichen.
Schule Apps.
Eine plattformneutrale Datenbank verschiedener Apps für den Bildungsbereich – übersichtlich und hilfreich.
paducation
Umfangreiche Dokumentation eines Schulversuchs mit iPads mit vielen Hintergrundinfos.
Ein besonders schönes Beispiel aus dem Physikunterricht sei hier noch speziell erwähnt, es wird bei mediendidaktik.org erläutert:
So wurde z.B. auf den Fluren unserer Uni die Geschwindigkeit des Schalls ermittelt, indem die Mikrofone von zwei iPads in exakt 10 Meter Entfernung auf den Boden gelegt wurden. Mit einem Klangholz wurde genau in der Mitte auf der 5-Meter-Marke ein Synchronisierungs-Klick erzeugt und dann hinter den iPads ein weiterer Klick. Diese Klicks wurden von beiden iPads aufgezeichnet. Die hohe Auflösung des eingesetzten Sound-Editors (WavePad) ermöglichte es, den zeitlichen Abstand der beiden Klicks exakt darzustellen. Aus der zeitlichen Differenz zwischen den Messungen der beiden iPads können die Lernenden dann die Geschwindigkeit des Schalls (Geschwindigkeit = Weg/Zeit) relativ genau ermitteln. Dieses Experiment lässt sich genauso auch mit Smartphones auf Basis von Android oder IOS-Systemen durchführen.
2. Praktische Hinweise zum Umgang mit Tablets in der Schule
Um Tablets oder iPads in der Schule einzusetzen, gibt es grundsätzlich fünf Möglichkeiten:
Die Schule leiht sich für Projekte befristet Geräte aus, z.B. hier.
Die Schule schafft wenige Geräte an, die dann in Einzelstunden oder in Projekten eingesetzt werden können.
Die Schule kauft für bestimmte Fächer oder für alle Schülerinnen und Schüler Geräte, die im Klassenzimmer genutzt werden können.
Die Schule gibt Schülerinnen und Schülern Geräte zur schulischen (und privaten) Nutzung ab.
Die Schule nutzt Geräte, welche Schülerinnen und Schüler privat besitzen.
Diese Möglichkeiten unterscheiden sich erheblich und sind mit unterschiedlichen Kosten und unterschiedlichem Nutzen verbunden.
Der gestern zusammengefasste Artikel wies darauf hin, dass der Einsatz von Geräten oft an Details scheitert, dass also Einsatzformen wie 1. und 2. immer mit einer technischen Hürde verbunden sind, die recht hoch ist.
Ideal wäre wohl Möglichkeit 4. Die private Abgabe könnte auch mit der Verpflichtung zur Wartung verbunden sind – alle Schülerinnen und Schüler sind dafür besorgt, dass sie ein funktionsfähiges Gerät haben. Sie könnten dann in allen Fächern Unterrichtsmaterialen draufladen – also z.B. auch Wörterbücher für den Fremdsprachenunterricht, Taschenrechner-Apps, welche teure Grafikrechner ersetzen könnten etc.
Weitere, sehr konkrete praktische Überlegungen zur Lagerung, zur Sicherheit und zum Synchronisieren von iPads im Unterrichtsgebrauch finden sich hier.
Experimentierkasten, um Phänomene in der Umwelt, sowie von theoretisch beschriebenen Wissenselementen erfahrbar zu machen
Schnittstelle für Kommunikation und Austausch
Sammlungsort für die persönliche Externalisierung von Wissen (Portfoliofunktion für Schüler und Lehrer)
Damit ist gemeint, dass alle Funktionen von Tablets genutzt werden sollen. Die Geräte sind nicht nur dazu da, um Inhalte rezipieren zu können (vgl. z.B. meine Anmerkungen zum Lesen auf diesen Geräten) – sie sollen immer auch produktiv und kommunikativ genutzt werden.
Das heißt: Schülerinnen und Schüler sollten Inhalte auf den Tablets konsumieren, aber auch selber herstellen – und zwar mit allen Möglichkeiten, die die Geräte bieten (Videos und Photos aufnehmen, Tonaufnahmen, Geolokalisierung etc.). Zudem sollten sich Schülerinnen und Schüler untereinander und mit Lehrpersonen und anderen Lernen an anderen Orten vernetzen, z.B. via Social Media.
Die unten stehende Infografik (Quelle) zeigt das Problem auf, dass kostenpflichtige Angebote für iPads diese schnell zu einer viel teureren Alternative machen, als es Bücher heute sind. Letztlich wollen Apple und die Verlage mit digitalen Lehr- und Lernmitteln Geld verdienen. Die Grafik ist schon älter und bezieht sich auf die USA, sie geht davon aus, dass herkömmliche Bücher rund 40% günstiger sind als iPads (und blendet den didaktischen Zusatznutzen von iPads natürlich aus). Die Gefahr besteht aber, dass Investitionen in Technik nicht nur für Eltern die Schule teurer machen, sondern darüber hinaus zu einem Qualitätsabbau über den Abbau von Lehrerstellen führen.