Digitale Pause

Den Vortrag zu meiner Buchvernissage hielt ich halb improvisiert und betonte etwas übermäßig, wie wichtig Phasen seien, in denen die digitale Vernetzung zurückstelle: Um sich bewusst zu werden, was sie in uns bewirkt. Und so kam ich nicht umhin, selbst eine solche Phase einzulegen. Zwei Ferienwoche, eine in den Bergen, eine im Tessin, sollten es sein.

Ich erhoffte mir wenig. Paul Miller hat für The Verge ein Jahr aufs Internet verzichtet – mit einer ernüchternden Bilanz. Seine nostalgischen Absichten, ein Leben zu führen, dass es noch nie gegeben hat, trafen auf eine enttäuschende Erfahrung:

 I wanted a break from modern life — the hamster wheel of an email inbox, the constant flood of WWW information which drowned out my sanity. I wanted to escape. I thought the internet might be an unnatural state for us humans, or at least for me. […]
My plan was to leave the internet and therefore find the „real“ Paul and get in touch with the „real“ world, but the real Paul and the real world are already inextricably linked to the internet. Not to say that my life wasn’t different without the internet, just that it wasn’t real life.

Meine Erwartungen wurden aber übertroffen. Zunächst muss ich anfügen, dass ich nicht ganz ohne Internet funktionierte: Ferien sind ohne Wetterprognosen und Fahrpläne schwer zu organisieren. Einige Arbeitsmails sind so wichtig, dass sie nicht zwei Wochen liegen bleiben können. Bücher mussten auf das Kindle-Lesegerät geladen werden. Und Sportereignissen etwas intensiver zu folgen als während der Arbeitszeit, gehört zu meinem Verständnis von Ferien.

Aber ich verfolgte meine Twitter-TL kaum, setzte keine FB-Statusmeldungen ab, antwortete in der Regel nicht auf Mails und las sie nicht. Ich öffnete keine News-Apps, um nachzulesen, was die Welt so beschäftigt, und ich zeigte nicht auf Instagram, was ich gerade für reizende Bergseen bebade oder für umwerfende Gelati verspeise.

IMG_2860Generell holte ich mein Smartphone kaum aus der Tasche. Ich schoss ein paar Bilder, ließ es aber auch oft zuhause. Ich hatte mehr Geduld und begann, Pausen auszuhalten. Ich nahm wahr, was um mich herum passierte. Ich war ansprechbar und hörte zu. Ich tat einmal nichts und ließ mir die Sonne ins Gesicht scheinen. Und ich langweilte mich ab und zu. Was ich sah, spürte, erlebte, bemerkte, bemerkte ich für mich und die Anwesenden, nicht für ein Social-Media-Publikum. Ich las mehrere Bücher am Stück und konnte ohne Unterbrechung fünfzig Seiten lesen. In meinem Kopf formulierte ich nicht ständig Blogposts. Das alles war erholsam.

Einiges davon möchte ich bewahren: Gerne wäre ich im Alltag geduldiger, aufmerksamer, präsenter für andere Menschen. Mehr bei mir und meinen Mitmenschen. Bei anderem bin ich froh, bin ich wieder zuhause im Internet: Ich mag es, informiert zu sein, ich mag Abwechslung und das Formulieren meiner Gedanken für ein Publikum.

Die Differenz war eine zwischen einer Pause bzw. Ferien und dem Alltag, der Arbeit – nicht eine zwischen online und offline oder virtuellem und realem Leben. Vor etwas mehr als einem Jahr schrieb ich auf diesem Blog:

Das Leben offline wird überhöht. Es ist eine Utopie, in der man sich perfekt konzentrieren kann, erfüllende Beziehungen pflegt, Zeit hat und zur Ruhe kommt. Man ist produktiv und zufrieden. Nur: Diese Zustände gibt es nicht. Wir können uns auch im Internet konzentrieren, pflegen dort erfüllende Beziehungen und sind auch da produktiv und zufrieden – im gleichen Masse, wie wir es auch sonst sind. Das Internet ist Teil des Lebens, es ist das real life.

Das denke ich auch heute noch.

 

 

Porno-Filter: Ein Problem und eine Lösung

Die Digitalisierung der Medien und der Kommunikation bedeutet grundsätzlich, dass alle produzierten Inhalte für alle Teilnehmenden abrufbar sind. Also können auch Kinder und Jugendliche sich via Internet Bilder, Videos und Texte ansehen, vor denen sie ihre Eltern möglicherweise schützen wollen. Kurz: Es gibt heute keine Möglichkeit zu verhindern, dass Minderjährige Pornografie konsumieren.

Nun gibt es aber – ausgehend von einem Vorstoss von David Cameron in Großbritannien – Bestrebungen, das Internet zu filtern (auch in Deutschland und in der Schweiz). Konkret sieht ein Bildschirm, der den britischen Haushalten präsentiert wird, wohl so aus:

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Daran werden drei fundamentale Probleme deutlich:

  1. Es geht nicht allein um (harte) Pornografie, sondern eine Mischung von verschiedenen Inhalten und Anliegen.
  2. Die Filter, welche die Internet-Service-Provider auf der Basis eines Konzepts von Huawei entwickeln, können nicht funktionieren: Sie müssen nicht nur Pornografie blockieren, sondern auch Aufklärungsmaterial, sie werden nicht nur Seiten über Essstörungen, sondern auch solche von Ernährungsberaterinnen und -beratern blockieren und sie werden nicht nur den Zugang zu Werkzeugen blockieren, mit denen man die Filter umgehen könnte, sondern auch eine kritische Diskussion der Filter.
  3. Auch wenn die Filter Information in Bezug auf ihre Umgehung zu blockieren versuchen: Die Filter können umgangen werden. Selbst der chinesische Firewall, der umfassend blockiert, ist für Eingeweihte nicht wirkungsvoll.

Es ist keine Lösung, wenn die Regierung eines Landes starre und allgemeine Filterlisten konzipiert, die Inhalte aufgrund unklarer Kriterien blockieren – auch wenn das Anliegen von Eltern und pädagogisch Verantwortlichen, Kinder gewissen Inhalten nicht auszusetzen, verständlich ist.

Die Lösung ist aber naheliegend – wenn auch leicht komplizierter:

  1. Filterkompetenz ist eine Basiskompetenz in der heutigen Medienwelt. Kinder und Jugendliche müssen lernen und üben, wie sie ungewollte Inhalte ausblenden wollen und können.
  2. Eltern müssen das auch üben und lernen.
  3. Internet Service Provider sollen ermuntert werden, entsprechende Angebote zu machen, die individuell anpassbar sind: Fälschlicherweise blockierte Seiten müssen freischaltbar sein, feine Kategorien müssen angeboten werden.
  4. Angebote, mit denen Browser erweitert werden können, um Inhalte zu blockieren – für Chrome z.B. hier – und andere Angebote müssen bekannter werden.
  5. Über Pornografie und schädliche, unerwünschte Inhalte muss eine Diskussion laufen. Sie zu blockieren, ist für eine Gesellschaft keine Lösung.

So wichtig der Schutz von Kindern ist – er rechtfertigt nicht eine Einschränkung  der freien Meinungsäußerung. Sie ist ein Menschenrecht und gilt universell und unteilbar. Sie umfasst aber – in meiner Lesart – auch das Recht, Inhalte zu filtern. Genau so wie wir bestimmen können, welche Bücher in unseren Regalen stehen, genau so können wir bestimmen, welche Inhalte wir im Internet sehen können. Aber wir müssen lernen, wie.

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Lernt löten!

Heute ist in der WoZ ein Gesprächsbericht erschienen, den Kaspar Surber über eine Unterhaltung mit mir geschrieben hat.

Den ganzen Text gibt’s hier.

Jugendliche nutzen das Internet nicht anders, weil sie als «Digital Natives», als Eingeborene der digitalen Welt, aufwachsen. Sondern weil sie aufgrund ihres Alters ein eigenes Beziehungsnetz knüpfen müssten: «Die sozialen Medien funktionieren dabei wie ein Shoppingcenter als halb öffentlicher Raum: So wie Jugendliche dort ihre Zeit verbringen, wollen sie auch auf Facebook sehen und gesehen werden.» Andere wiederum, die nicht den gängigen Normen entsprechen, finden im Internet Gleichgesinnte zum Austausch.

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Wir überwachen uns selbst

Das digitale Imperium verfügt aber über die extensiven und intensiven Kontrollmöglichkeiten in einer Breite und Tiefe, die letztlich alle individuellen Präferenzen und Schwächen offenlegen – wir alle werden gläsern, durchsichtig. – Ulrich Beck

Die Empörung, die Wut, der Ekel – alles verständliche Reaktionen auf die Enthüllung, dass die digitale Kommunikation an allen denkbaren Schnittstellen gespeichert und überwacht wird. Ohne Information der Beteiligten, ohne Rücksicht auf die Gesetze der Länder, in denen die Menschen sich aufhalten.

Seduction (1986), Lynn Hershman Leeson
Seduction (1986), Lynn Hershman Leeson

Überwachung ist ein Problem. Ein großes Problem. Aber sie ist nicht das Resultat eines Prozesses, der von mächtigen Kontrollorganen ausgeht, die mit geheimen Methoden die Privatsphäre unwissender Menschen missachten.

Der Prozess geht von uns Menschen aus und betrifft uns Menschen. Das Bedürfnis, über Gefahren informiert zu sein, ist unser Bedürfnis. Wir wollen so viel wie möglich wissen. Wir stellen die Kameras auf, wir liefern die Daten, wir stellen unsere intimsten Informationen ins Netz. Beck schreibt:

Sie nutzen diese Medien als Sinnesorgane, die Medien gehören zum Selbstverständnis ihres Handelns in der Welt. Gerade die Facebook-Generation gibt damit einen großen Teil ihrer individuellen Freiheit und ihrer Privatsphäre preis – im Sinne der Abhängigkeit von diesen Medien.

Eine kleine Gruppe Feministinnen mag es okay finden, Männer zu fotografieren, die sich breit machen. Und eine riesige Gruppe unflätiger Machos mag es reizvoll finden, Bilder von Frauen am Strand ins Netz zu stellen, als hätten sie ein Recht dazu (ohne Link). Das sind nur zwei Beispiele von Überwachung, die nichts mit NSA, FBI oder irgendwelchen obskuren Geheimdiensten zu tun hat.

Natürlich stehen dort Supercomputer, die mit Daten viel besser umgehen können, als ich mit meinem Laptop es kann. Aber der Wunsch nach Überwachung ist meiner und die Methode der Überwachung benutzt meine Daten. Zu meinen, das alles sei das Werk skrupelloser Agenten, die im Namen geheimer Organisationen handelten, ist paranoid. Zweck der Überwachung sind wir alle – wir wünschen sie, wir brauchen sie. Mittel der Überwachung sind die Daten, die wir freiwillig bereit stellen.

Es ist entscheidend, dass hier eine korrekte Sprache und Darstellung gefunden wird – ein Punkt, den man nicht stark genug machen kann. Um noch einmal Beck zu zitieren:

Trotzdem muss man eigentlich noch weiter gehen und fragen, ob wir als Sozialwissenschaftler, Alltagsmenschen und Benutzer dieser digitalen Informationsinstrumente überhaupt schon angemessene Begriffe haben, um zu beschreiben, wie tief und grundsätzlich durch sie Gesellschaft und Politik verändert werden. Ich glaube nämlich, dass wir alle noch keine Namen, keine Landkarte und keinen Kompass für diese neue, digitale Welt haben.

Und zum Schluss noch Coppolas The Conversation von 1974 – um zu zeigen, wie alt die Angst vor der Überwachung und ihren Auswirkungen schon ist:

Zwischen Facebook-Zwang und -Verbot: Social Media in der Schule

Letzte Woche ist eine Handreichung des Ministeriums für Kultus, Jugend und Sport Baden-Württemberg erschienen, die intensiv diskutiert worden ist. Meine Kritik daran habe ich schon formuliert.

Im Anschluss an den Erlass stellt sich die Frage, welche alternativen Vorschläge für einen Umgang mit Social Media an der Schule sich denn als sinnvoll erweisen könnten. Die Handreichung in Baden-Württemberg wurde von einigen Apologetinnen und Apologeten mit der Begründung verteidigt, dass sie die einzige Möglichkeit darstelle, geltendes Recht zu berücksichtigen und Schülerinnen und Schüler davor zu schützen, zum Betreiben eines Facebook-Accounts gezwungen zu werden.

Till Westermayer fragt in einem Kommentar auf seinem Blog beispielsweise zurecht:

Was wäre für  – mit geltendem Datenschutzrecht im Hintergrund – eine sinnvolle Formulierung einer solchen Handreichung zur Nutzung von sozialen Netzwerken/Clouds für dienstliche Zwecke? Unter welchen Umständen würdest du sie erlauben, unter welchen nicht?

Im Folgenden stelle ich meine Vorstellung zum Einsatz von Social Media in der Schule dar. Einige Vorbemerkungen:

  • Die rechtliche Forderung – dass personenbezogene Daten im Internet geschützt werden – kann meiner Meinung nach heute nur von wenigen IT-Profis sicher umgesetzt werden. Für Lehrpersonen und Mitarbeitende einer Schule ist es undenkbar, das Internet zu nutzen und dabei personenbezogene Daten zu schützen. Es ist dafür nicht einmal relevant, ob die Daten in Cloud-Servern gespeichert werden oder via soziale Netzwerke kommuniziert werden: Alleine die Nutzung bestimmter Geräte und Betriebssysteme reicht aus, dass die Daten ungenügend geschützt sind und von außerhalb eines Landes abgefragt bzw. verändert werden können.
  • Soziale Netzwerke sind nicht per se unsicherer als E-Mail.
  • Rechtliche Vorgaben und Geschäftsbestimmungen von Betreibern von Plattformen sind nicht dasselbe. Es ist durchaus möglich, gegen Geschäftsbestimmungen zu verstossen, ohne ein Gesetz zu brechen.
  • Sicherheit, Gesetze, ethische Fragen, (medien-)pädagogische und organisatorische Vorgaben sind an einer Schule in ein Verhältnis zu setzen. Es gibt keine Lösung, die auf keiner dieser Ebenen Abstriche macht und zu Problemen führt.

Auf dieser Grundlage halte ich folgende Prinzipien für sinnvoll:

  1. Für die Schule relevante Arbeiten sollen Lernende im Internet mit Profilen erstellen, die nicht an ihre Person gebunden sind (also mit Pseudonymen) – es sei denn, sie entscheidend sich zusammen mit ihren Eltern dafür, ihren Klarnamen zu verwenden.
  2. Sensible Daten wie Noten, Adresslisten, Telefonnummern etc. gehören nur auf Schulserver, für deren Sicherheit Profis zuständig sind. Lehrpersonen und Lernende müssen instruiert werden, wie mit diesen Daten umgegangen werden soll.
  3. Die mediale Realität von Jugendlichen ist weniger stark zu gewichten als pädagogische Überlegungen, d.h. die Tatsache, dass Jugendliche Facebook nutzen, ist kein Grund, es in der Schule einzusetzen.
  4. Plattformen, die mit dem Content ihrer User Geld verdienen, sollten in der Schule generell gemieden werden – es sei denn, pädagogische Erwägungen sprechen stark dafür.
  5. Es ist in der Regel sinnvoll, für schulische Arbeiten speziell darauf zugeschnittene Tools zu verwenden.
  6. Die Kommunikation zwischen Lehrpersonen und Lehrpersonen und Eltern bzw. Schülerinnen und Schülern braucht einen privaten Kanal. Privat heißt nicht abhörsicher, sondern lediglich nicht-öffentlich. So lange Punkt ii. eingehalten wird, können soziale Netzwerke, E-Mail, mobile Nachrichten oder Telefongespräche sinnvolle Medien dafür sein.
  7. Für die professionelle Vernetzung und den Aufbau eines persönlichen Lernnetzwerkes sollten Lernenden wie Lehrenden möglichst wenig Vorschriften gemacht werden.
Samir Karrhat, Society6.
Samir Karrhat, Society6.

E-Books konvertieren und Texte kopieren

Ich kaufe oft E-Books, weil ich damit den Unterricht vorbereite. Oft möchte ich gerne Zitate auf Arbeitsblätter kopieren, nach Begriffen suchen, einzelne Stellen markieren. Das erlauben mit aber einige Reader nicht. Daher konvertiere ich oft E-Books in andere Formate und möchte hier eine kurze Anleitung abgeben, wie das geht. Die Anleitung ist für die private und legale Nutzung gedacht. (In Deutschland ist offenbar das Entfernen von »wirksamen technischen Maßnahmen« gegen das Kopieren generell verboten, aber nicht strafbar – auch im privaten Bereich. Eine Abmahnung ist denkbar. Zudem verstößt man in jedem Fall gegen die Nutzungsbedingungen und muss damit rechnen, Zugang zum Konto etc. zu verlieren.)

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Sinnvoll ist es auch, Bücher so umzuwandeln, dass sie auf entsprechenden Geräten gelesen werden können. Die Anleitung erlaubt, beliebige Formate in beliebige andere Formate zu konvertieren.

Der Einfachheit halbe konzentriere ich mich auf Adobe Digital Editions und Kindle – die bei mir häufigsten Formate.

  1. Calibre installieren.
    Die Software erlaubt, EBooks zu konvertieren.
  2. Die nötigen Plugins runterladen.
    Dieses File (.zip) runterladen und entpacken.
  3. Plugins installieren:
    In Calibre auf Einstellungen/Preferences – Advanced: Plugins – Load Plugins from File
    Folgende Files so in Calibre laden:
    a) Kindle: DeDRM_plugin
    b) Adobe Digital Edition: Ineptepub und Ineptpdf
  4. Bücher zu Calibre hinzufügen.
    Die konkreten Files bei Digital Edition oder Kindle suchen und zu Calibre hinzufügen. (Der Kindle-Ordner kann in den Einstellungen verändert werden, der Default-Ordner ist sehr schwer zu finden.)
    Das Hinzufügen entfernt den Kopierschutz.
    Danach kann das File in jedes andere Buchformat umgewandelt werden.

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Meine Informationen Verdanke ich diesen Quellen: ismoothblog.com / apprenticealf / blog-the-ebookreader.com 

Social-Media-Verbot für Lehrpersonen in Baden-Württemberg

[J]egliche dienstliche Kommunikation auf oder mittels Sozialen Netzwerken sowohl zwischen Lehrkräften und Schülern als auch der Lehrkräfte untereinander [ist] unzulässig. Darunter fällt die Mailkommunikation innerhalb von Sozialen Netzwerken ebenso wie Chats, aber auch der dienstliche Austausch personenbezogener Daten wie das Mitteilen von Noten, ferner das Einrichten von Arbeits- und Lerngruppen zum Austausch von verschiedensten Materialien, die Vereinbarung schulischer Termine und Informationen zu Erziehungs- und Ordnungsmaßnahmen. Für alle diese Zwecke gibt es bereits Kommunikationswege, wie beispielsweise der konventionelle Schriftverkehr oder die Nutzung von verschlüsselten E-Mails einschlägiger Anbieter.

Diese Konkretisierung einer Anordnung des Ministeriums für Kultus, Jugend und Sport in Baden-Württemberg bedeutet de facto ein Social-Media-Verbot für den schulischen Einsatz im Bundesland, wie das auch in anderen Bundesländern (Bayern, z.B.) bereits diskutiert wurde.

Die Begründung ist einleuchtend:

Generell ist die Verarbeitung von personenbezogenen Daten im Rahmen der schulischen Arbeit auf Sozialen Netzwerken von Anbietern unzulässig, soweit deren Server außerhalb des europäischen Wirtschaftsraumes betrieben werden, es sich um US-Amerikanische Unternehmen handelt oder ein Zugriff von außerhalb des europäischen Wirtschaftsraumes möglich ist. Der Grund dafür ist, dass die dortigen Datenschutzstandards nicht mit deutschen und europäischen Datenschutzstandards in Einklang stehen.

Allerdings gibt es eine Ausnahme: Wenn es darum geht, »Funktionsweise, Vorteile, Nachteile, Risiken usw. pädagogisch aufzuarbeiten«, dann dürfen soziale Netzwerke genutzt werden – sofern Lernende schon bestehende Konten nutzen und keine neuen anlegen. Für alle Arten von Kommunikation und Datensicherung »gibt es bereits Kommunikationswege, wie beispielsweise der konventionelle Schriftverkehr oder die Nutzung von verschlüsselten E-Mails einschlägiger Anbieter«.

Die Argumentation ist überzeugend: Es gibt ein Datenschutzgesetz und eingesetzte Tools müssen damit vereinbar sein.

Allerdings tauchen dann einige Schwierigkeiten oder Inkonsistenzen auf:

  1. Kommunikation per EMail müsste verschlüsselt werden – empfohlen wird TrueCrypt für Anhänge bzw. diese Anleitung. Wie viele Lehrpersonen, Eltern und SchülerInnen kriegen das hin, per verschlüsselten EMails zu kommunizieren?
  2. Gibt es bei EMail ein Einverständnis der Eltern, dass personenbezogene Daten unverschlüsselt übermittelt werden dürfen, oder handelt es sich um eine »allgemeine Anfrage oder z. B. um eine bloße Terminabsprache, bei der die Antwort keine personenbezogenen oder sonstigen schützenswerten Daten enthält«, dürfen unverschlüsselte EMails genutzt werden. Warum aber keine Social-Media-Kanäle?
  3. Was unterscheidet schon angelegte Konten – die offenbar nicht geschützt werden können – von neu angelegten? Warum ist der Zeitpunkt oder die Motivation für die Anlage eines Kontos entscheidend?
  4. Wenn die »pädagogische Aufarbeitung« Vorteile von sozialen Netzwerken aufweist – wie begründet eine Lehrperson dann, dass die Schule diese Vorteile nicht nutzen kann?
  5. Wenn die »pädagogische Aufarbeitung« es erlaubt, Datenschutzbedenken weniger zu gewichten – warum dann nicht der Einsatz in der Schule?
  6. Es ist heute unklar, ob es überhaupt taugliche Wege gibt, Daten zu schützen, ohne dass »ein Zugriff von außerhalb des europäischen Wirtschaftsraumes möglich ist«. De facto bedeutet der Entscheid, dass keine internetfähigen Geräte für die schulische Arbeit genutzt werden dürfen.

Fazit: So nachvollziehbar der Entscheid erscheint und so vorsichtig Lehrpersonen im Umgang mit sensiblen Daten im Internet sein sollen, so einseitig reflektiert die konkrete Umsetzung eine irrationale Aversion gegen Social Media. In Baden Württemberg werden weiterhin unsichere EMail-Systeme genutzt werden, um im pädagogischen Kontext zu kommunizieren. Das Verbot von Social Media scheint weder praktikabel noch verhältnismäßig.

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Lernen von Leistung trennen

In einem lesenswerten Blogpost fordert David Didau in Bezug auf schulisches Lernen zwei Dinge:

  1. Lernen muss von (messbarer) Leistung getrennt werden
  2. Lernen muss schwieriger werden.

Im Folgenden werde ich seine Schlüsselideen skizzieren und kommentieren.

(1) Der Mythos von Input und Output

Didaus Argumentation geht von einem Bild aus, das er als falsch bezeichnet. Er bezieht sich auf Statistik aus Hatties Visible Learning, die in einem standardisierten Test untersucht hat, wie viele »Items« von höchstens zwei Lernenden in einem Schulzimmer gelernt wurden. Antwort: 45-85%. D.h. im besten Fall lernen mehr als zwei Schülerinnen und Schüler rund Hälfte von dem, was unterrichtet wird.

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Lehrerinnen und Lehrer vergessen, dass Lernen kompliziert und undurchschaubar ist. Sie konzentrieren sich auf ihre Bemühungen und auf die Resultate von Prüfungen und denken, didaktische Anstrengungen seien ausschlaggebend für Resultate in den Prüfungen. Dabei vergessen sie aber zwei weitere Welten, die Lernende stark beeinflussen: Ihr privates Umfeld und den Einfluss anderer Jugendlicher, der so genannten Peers.

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In der Grundschule erhalten Schülerinnen und Schüler 80% ihres Feedbacks von Peers, von diesem Feedback ist wiederum 80% unbrauchbar.

(2) Leistung und Lernen

Leistung ist messbar, Lernen nicht. Diese einfache Einsicht wird schnell vergessen. Betrachtet man aber Hinweise, die Lehrpersonen Schülerinnen und Schülern in Bezug auf Lernen geben, so handelt es sich mehr um Verhaltensweisen denn um Lerntechniken. Lernende werden konditioniert – erfüllen sie gewisse Kriterien, erhalten sie gute Resultate in Tests. Das heißt aber nicht, dass sie etwas gelernt hätten.

Lernen erfolgt an der Grenze von Chaos und Kontrolle. So kann es sein, dass sich eine Leistung verbessert, ohne dass eine Schülerin etwas gelernt hätte, und es kann auch sein, dass ein Schüler etwas lernt, ohne dass sich seine Leistung verbessert.

(3) Was tun? 

Didaus Post schlägt zwei Orientierungsmöglichkeiten vor:

  • Leistungsorientierter Unterricht hält für Lernende klare Hinweise bereit, wie sie lernen können, ist vorhersehbar und enthält immer dieselben Abläufe. Es ist allen klar, was zu erwarten ist – sowohl im Unterricht wie auch bei Prüfungen -, und das wird intensiv geübt.
  • Lernorientierter Unterricht schafft möglichst viele Variationen. Medien, Räume, zeitliche Gefässe ändern sich ständig. Lernen wird unbequemer und schwieriger und gerade dadurch in Gang gesetzt.

Das Ziel bei lernorientiertem Unterricht ist eine Steigerung der Verarbeitungstiefe des Materials. Es wird nicht so präsentiert, dass es möglichst einfach verarbeitet werden kann, sondern schon die Verarbeitung fordert die Lernenden heraus.

Screen-Shot-2013-06-10-at-18.12.50-1up1m42Didau bezieht sich auf ein Konzept von Robert A. Bjork, der zwei Gedächtnisleistungen unterscheidet: Die Fähigkeit, Informationen zu speichern, und die Fähigkeit, gespeicherte Informationen abzurufen. Unsere Adresse, an der wir früher gewohnt haben, haben wir tief in unserem Gedächtnis gespeichert, rufen sie aber selten ab. Die neue Adresse unserer besten Freundin rufen wir oft ab, sie ist aber noch nicht tief in unserem Gedächtnis verankert.

Die grundsätzliche Aussage ist nun die: Leistungsmessungen beziehen sich nur auf die »retrieval strength«, also auf das Abrufen von Informationen. Dabei wird ignoriert, wie wichtig es wäre, Informationen so zu speichern, dass sie nicht vergessen gehen.

Konkret heißt das:

  1. Lernen darf nicht in Einheiten erfolgen, sondern in regelmäßigen Abständen.
  2. Erfolgreiches Lernen bringt Lernende dazu, Informationen selbst zu generieren statt sie nur zu konsumieren.
  3. Themen abwechseln statt in Blöcken zusammenzufassen.
  4. Häufige Tests mit geringem Risiko für Lernende, aber vielen Varianten und Schwierigkeiten.
  5. Feedback reduzieren. Positives Feedback macht Lernende abhängig und kann den Lernprozess verlangsamen (weil alle auf Feedback warten).

Diese fünf Schwierigkeiten scheinen die Leistungen zu senken. Sie sind nicht intuitiv und fühlen sich oft falsch an, sie bewähren sich aber, wenn man wissenschaftlichen Untersuchungen vertraut.

Es lohnt sich, mit Lernenden darüber zu sprechen, warum Lernprozesse schwieriger sein sollten und nicht einfacher. Das leistungsorientierte Modell scheint professioneller zu sein und befriedigender für Schülerinnen und Schüler, welche sich an die entsprechenden Verhaltensweisen anpassen. Es führt aber zu weniger nachhaltigem Lernen.

Hier die Folien von Didau:

 

Disconnect – The Movie

Gestern wurde ich von Rialto Filme eingeladen, »Disconnect« zu visionieren. (Beim anschließenden Gespräch gab’s auch Bier und Apérogebäcke, nur damit keine Missverständnisse aufkommen.) Als Lehrer wollte man von mir wissen, ob sich der Film für die Schule eigne. Das werde ich im Anschluss an eine kurze Rezension beantworten.

Der Film erzählt nach dem Muster von (L.A.) Crash vier Konflikte, die in eine Katastrophe münden. Alle gehen nehmen ihren Ausgang in Online-Kommunikation und weisen auf zerrüttete Beziehungen im weißen Mittelstand der USA hin (im Film sind weder schwarze Menschen zu sehen noch solche, die nicht in einem stattlichen Einfamilienhaus leben und SUVs fahren). Während sich die einzelnen Konflikte  gemächlich entfalten, montiert der Film Szenen aus den verschiedenen Handlungssträngen recht abrupt nebeneinander, wodurch die Episoden verschmelzen und zu einer Einheit werden. Aus Identitätsdiebstahl, Cybermobbing, Online-Sucht und einer digitalen Liebesbeziehung ergeben sich Probleme, die deutlich machen, wie wichtig intakte (familiäre) Beziehungen sind.

Rein thematisch und von der Geschwindigkeit her ist der Film auf der Volksschulstufe meiner Meinung nach eine großer Herausforderung. Im Gymnasium oder auf Berufsschulen könnte der Film medienpädagogische Reflexionen auslösen. Interessant scheint mir besonders der Anfang zu sein, der zeigt, wie bedeutsam digitale Kommunikation für das Leben der Protagonistinnen und Protagonisten ist. Schnell jedoch dominieren die Katastrophenszenarien: Der mittlere Teil des Filmes fühlt sich pädagogisch an wie »Der Duft der großen weiten Welt«, der Rauchpräventionsfilm von Mario Cortesi, den ich als Jugendlicher mehrfach gesehen habe. Die Katastrophen dominieren den Film zu stark: Die intimen Konversationen, die Figuren im Internet führen, werden zwar realistisch präsentiert, doch sie wirken auf den Zuschauer oder die Zuschauerin stets falsch, unmoralisch. Prävention müsste mit kleineren Schritten verfahren und im Leben der Jugendlichen ansetzen: Das Gespräch am Familientisch, das begleitet wird von Chats auf den Smartphones – das ist eine starke Szene des Filmes. Oder der Jugendliche, der über seine Beziehung zu seinem Vater nur unter Vorspiegelung einer falschen Identität und mit einem Unbekannten sprechen kann. Davon hätte ich gerne mehr gesehen und weniger großes Drama.

Der Film – das hat unser angeregtes Gespräch im Anschluss zeigt – sorgt für Diskussionsstoff. Pädagogisch vielleicht nicht ganz idealen, aber angeregtes Engagement kann mehr Wert sein als didaktische Erwägungen.

Der Verleih hat einen Social Hub für den Film errichtet, auf dem man die Diskussion darüber verfolgen kann. Der Film ist im Orange Kino und startet im September in den Kinos.

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Wie soll man digitaler Überwachung begegnen?

Ich habe letzte Woche festgehalten, warum Überwachung ein Problem ist:

Überwachung ist falsch, weil sie verändert, wie wir alle handeln und wie wir alle entscheiden.

Überwachung von digitaler Kommunikation ist eine Realität. Wir werden nicht nur von Staaten (nicht nur von den USA, auch von China, Russland etc.), sondern auch von Unternehmen überwacht (Linktipp: Hier sieht man, wo unsere Daten hinreisen.). Welche Handlungsmöglichkeiten bleiben uns?

Nehmen wir der Einfachheit halber an, ein Detailhandelsunternehmen wollte überwachen, was wir einkaufen. Das Modell ist ziemlich realistisch: Es hilft zu verstehen, wie Überwachung funktioniert. Unser Unternehmen nutzt folgende Methoden:

  1. Karten für Bonusprogramme, mit denen man seine Einkäufe freiwillig registrieren lassen kann.
  2. Kameras, mit denen alle Kassen überwacht werden und die Gesichter der Einkaufenden gescannt.
  3. Befragungen von Freiwilligen über ihre Einkaufsgewohnheiten.
  4. Statistische Auswertungen von Verkäufen.
  5. Statistische Auswertungen von allen Daten, die mit i.-iv. erhoben werden können.

Welche Möglichkeiten haben wir nun, der Überwachung zu entgehen?

Supermarkt

(1) Verweigerung und Verzicht

Wir kaufen nicht mehr dort ein, weil wir nicht überwacht werden wollen. Was sind die Alternativen? Wir kaufen einfach nicht mehr ein, was wir nicht brauchen. (Übersetzt: Wir nutzen digitale Kommunikation so sparsam wie möglich.) Wir beginnen, Güter selber herzustellen, pflanzen Gemüse an und halten Tiere – aber ohne können wir nicht leben. (Übersetzt: Wir programmieren eigene Tools, die wir verstehen und ohne zentrale Infrastruktur nutzen können. Hier werden z.B. Alternativen zum Internet diskutiert.)

Allerdings sind wir nicht davor gefeit, dass die Personen, mit denen wir zusammenleben, einkaufen und so Informationen über uns preisgeben. Zudem fällt auch unser Wegbleiben aus den Supermärkten auf. Und eigentlich nehmen wir so den »Chilling Effect« der Überwachung vorweg: Wir ändern unser Verhalten radikal, weil es Überwachung gibt.

(2) Geschäfte ohne Überwachung vorziehen

Wenn ich auf den Wochenmarkt gehe, kann ich bar bezahlen und muss allenfalls damit rechnen, dass der Gemüsehändler oder die Fischfrau sich merken, was ich einkaufe. Große Datenauswertungen und Register gibt es aber keine. (Übersetzt: Dienste nutzen, die nicht routinemäßig überwachen und minimal mit Regierungen kooperieren. Hier gibt es eine Übersicht.)

Selbstverständlich bezahle ich auch hier einen Preis: Die Güter sind teurer und ihre Besorgung ist mit größerem Aufwand verbunden. Und selbst ohne mich können Supermarktketten Einkaufsprofile erstellen, die mich auch berücksichtigen – weil sie so gute Daten haben.

(3) Geheimhaltung und Trollen

Ich habe mehrere Bonuskarten für das Geschäft, in dem ich einkaufe. Recht zufällig verwende ich die eine oder die andere und schaffe so zwei Profile, die eine sinnvolle Auswertung erschweren. Es gibt eine Reihe von Massnahmen, die Überwachung erschweren und falsche Informationen verbreiten.

Gleichzeitig könnten wir beim Einkauf die Produkte abdecken und unser Gesicht hinter einer Maske verbergen. (Übersetzt: Verschlüsselungen einsetzen. Experte fefe dazu: »Das artet schnell in Arbeit aus, daher hat es sich noch nicht in der breiten Bevölkerung durchsetzen können.«)

(4) Tun, als ob nichts wäre

Diese Variante ziehen die meisten Menschen vor. Zwar finden sie Überwachung von Einkäufen nichts Schlimmes und weisen ihre Karte unter Umständen nicht vor, wenn sie gerade die billigen Hühnchen aus Ungarn kaufen oder die große Tube Gleitcrème. Aber sonst denken sie gar nicht drüber nach und sind froh, ab und zu ein paar Prozent sparen zu können.

So naiv diese Position erscheint, so berücksichtigt sie doch, dass es sehr viele Wege gibt, Menschen zu überwachen. Nur weil die Betreiberinnen und Betreiber eines Supermarkts weniger gut wissen, ob wir Bio-Produkte vorziehen oder Importbier trinken, heißt das nicht, dass unsere Nachbarinnen und Nachbarn das nicht wissen. (Übersetzt: Wir können zwar der Routineüberwachung im Internet entgehen, wissen aber nicht, ob unser Telefon abgehört wird, unsere Briefe gelesen werden und wir im öffentlichen Raum gefilmt werden.)

(5) Politik, Bildung und Abbau von Abhängigkeiten

Der letzte Weg ist der politische: Gesetze können verändert oder beeinflusst werden. Dieses Engagement ist sinnvollerweise mit Bildung und Aufklärung verbunden – aber auch mit einer Lokalisierung: Globale Lösungen führen oft zu Abhängigkeiten und zu Überwachung, weil Menschen einander nicht mehr kennen und sich als Sammlung von Daten wahrnehmen. Kleinräumige Lösungen kommen mit weniger Überwachung aus.

* * *

Was heißt das nun für die digitale Kommunikation? Mir scheint der Punkt (5) entscheidend. Ich kann einige Gebote befolgen, auf Google verzichten, eine Linux-Maschine verwenden, Emails verschlüsseln. Dabei bin ich aber auf viele andere Menschen angewiesen, die es mir vielleicht nicht gleich tun und so meine Daten weitergeben, ohne dass ich mich wehren kann.

Daher halte ich es sinnvoll, neben kleinen Troll-Aktionen zu verstehen, wie Überwachung funktioniert, darüber zu reden und mich dagegen zu wehren. Ganz einfach z.B. mit der Teilnahme an der Online-Petition gegen das neue Überwachungsgesetz BÜPF in der Schweiz.