Die Facebook-Nostalgie

Heute sind in Schweizer Tageszeitungen gleich drei Artikel zu Facebook-Gruppen erschienen (FB-Link), die Erinnerungen von Menschen an den Ort, an dem sie aufgewachsen sind, sammeln und zugänglich machen. »Du bisch vo X, wenn…« ist der Titel der Gruppen, in denen Menschen ihren nostalgische Gefühlen an ihre Heimat nachgehen. Für den NZZ-Artikel würde ich von Andreas Jahn„Die Facebook-Nostalgie“ weiterlesen

Die Konsensillusion

Soziale Netzwerke haben einen starken Einfluss auf die digitale Kommunikation gehabt. Diese Einsicht wird häufig – auch in diesem Buch ausgeblendet -, wenn davon ausgegangen wird, digitale Kommunikation sei automatisch Kommunikation in sozialen Netzwerken. »Lange Zeit war es der Normalzustand, dass man sich im Netz mit Fremden unterhielt«, hält Kathrin Passig am Anfang einer Untersuchung„Die Konsensillusion“ weiterlesen

Wenn Social Media selbstverständlich werden

In loser Folge möchte ich als Vorbereitung auf einen Input am Weiterbildungszentrum der Fachhochschule St. Gallen über die Zukunft von Social Media nachdenken. Ein Inhaltsverzeichnis gibts hier.  * * * Unsere Eltern und Großeltern verstehen viel von technologischem Wandel. Sie haben erlebt, wie Radioapparate mit Hörspielen ganze Familien unterhalten haben, nur um einige Jahre später von Fernsehern„Wenn Social Media selbstverständlich werden“ weiterlesen

Ein positives Leitbild für Netzpolitik – oder: Stadt- und Landleben

Das ist der fünfte Teil von Gedanken zu meinem geplanten Re:Publica-Workshop. (Er wurde leider nicht berücksichtigt.)  In den letzten Beiträgen habe ich gezeigt, wie verzerrte Darstellungen der Chancen und Gefahren von Internetkommunikation Barrieren errichten, welche viele Menschen daran hindern, digitale Werkzeuge so zu nutzen, dass sie ihnen nützen. Diese Kritik soll ergänzt werden durch ein positives Programm.„Ein positives Leitbild für Netzpolitik – oder: Stadt- und Landleben“ weiterlesen

Was man von der Lesesucht-Debatte im 18. Jahrhundert lernen kann

Die Lesesucht ist ein thörigter, schädlicher Mißbrauch einer sonst guten Sache, ein wirklich großes Übel, das so ansteckend ist, wie das gelbe Fieber in Philadelphia; sie ist die Quelle des sittlichen Verderbens für Kinder und Kindes Kinder. – Johann Gottfried Hoche, »Vertraute Briefe über die jetzige abentheuerliche Lesesucht« (1794) Im 18. Jahrhundert kritisierte eine Reihe von„Was man von der Lesesucht-Debatte im 18. Jahrhundert lernen kann“ weiterlesen

Rezension: Passig/Lobo – Internet. Segen oder Fluch

Das Autorenteam Kathrin Passig und Sascha Lobo unternimmt mir ihrem neuesten Buch den Versuch, die Debatte ums Internet zu verflüssigen und in konstruktive Bahnen zu lenken. Der dringend notwendige Diskurs um das Internet, seine Bedeutung für unser Leben und seine Folgen ist ritualisiert und erstarrt. (7) Es handle sich um einen »dauerhafteren, komplexeren Konflikt, mit„Rezension: Passig/Lobo – Internet. Segen oder Fluch“ weiterlesen