Lange Google-Gedichte

Ich habe kürzlich darüber berichtet, wie der kreative Umgang mit Google dazu führen kann, Gedichte herzustellen. Heute bin ich auf Google-Gedichte in der »longform« gestoßen:  Dabei werden mehrere kurze Google-Gedichte aneinandergehängt.

Ein Beispiel dafür ist das Gedicht mit dem Titel »Drunkard’s Confession«:

Generell würde ich – in Abweichung der Regeln von googlepoetics.com – dafür plädieren, die Gedichte im Anschluss etwas zu polieren, ihnen vielleicht sogar eine ganz eigene Form geben (handgeschrieben etc.), und die algorithmische Vorgehensweise nur als poetologisches Prinzip betrachten, nicht als sichtbare Eigenschaft des fertigen Gedichts.

Digitales Lernen – Hangout bei SOMEXCloud

Heute habe ich mich mit Christoph Hess und Eva-Christina Edinger über digitales Lernen unterhalten.

Meine Links dazu:

Schnell ein paar Links so SoMeX on Air:
Mein Buch: http://phwa.ch/buch
Lernnetzwerk: http://phwa.ch/pln
Howard Rheingold: https://schulesocialmedia.com/?s=rheingold
Digitale Bildung Community:https://plus.google.com/communities/101706762884213061135
Ununi.tv: http://www.ununi.tv/

 

Datenschutz an der Schule

Datenschutz wird mich künftig etwas stärker betreffen, weil ich im Rahmen der ict-edu-Tagung in Zürich einen Vortrag dazu halten werde.

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Daten zu schützen ist ein komplexes Unterfangen: Es hat eine technische Seite, eine soziale und eine persönliche. Im Folgenden halte ich zentrale Grundsätze fest, an denen sich Lehrpersonen und Schulen in der Schweiz orientieren müssen. Um das ganz klar festzuhalten: Ich bin kein Jurist.

Generell sind Daten schützenswert – auch solche, die unbewusst und oder automatisch erhoben werden (vgl. Überwachung als pädagogische Versuchung). Das gilt auch für die Daten, zu denen Sie Zugriff haben. Dabei gelten folgende Regeln:

  • Kein Datensammeln auf Vorrat.
    Schulen sollen die Daten bearbeiten und sammeln, die sie für ihren Auftrag benötigen. Nicht mehr.
  • Transparenz
    Daten müssen bei denen erhoben werden, die sie betreffen, nicht bei Dritten.
  • Information der Betroffenen
    Wenn Daten erhoben werden, müssen die Betroffenen das wissen und erfahren können, wer Zugang zu den Daten hat und wie lange sie gespeichert werden.
  • Daten müssen an einen Zweck gebunden sein
    Die Schule darf Daten nur für pädagogische Zwecke verwenden.
  • Datensicherheit
    Daten müssen so geschützt werden, dass Dritte darauf keinen Zugriff haben.

Wenn ich das mit Klassen bespreche, stelle ich folgende Fragen und Übungen:

  1. Sie werden (als Schülerin) von einer Schülerin der Parallelklasse gefragt, ob Sie die Handynummer eines Schülers haben kann, den sie attraktiv findet. Was tun Sie?
  2. Der Sohn eines Lehrers erfährt, dass eine Schülerin dasselbe seltene Instrument wie er spielt. Weil er gerne ein Duett aufnehmen möchte, bittet er seinen Vater, ihm die Email-Adresse zu geben.
    Was soll der Vater tun?
  3. Eine Schülerin erhält einen Verweis, weil sie oft zu spät kommt. Als sie sich auf einen Ferienjob bewirbt, ruft der Zuständige beim Sekretariat an, um zu fragen, ob die Schülerin zuverlässig sei.
    Darf die Schule mitteilen, dass die Schülerin einen Verweis erhalten hat / oft zu spät kommt?
  4. Ein Schüler findet, die Daten auf dem schuleigenen System (z. B. Schul-Netz) seien ungenügend geschützt: Heute könne man nur sicher sein, wenn Daten nicht im Internet stehen. Er möchte deshalb, dass die Schule seine Noten nur auf Papier speichert, nicht aber im Internet.
    Was halten Sie von der Forderung?

Das digitale Leben einer Schulklasse

In einem Workshop lasse ich Schulklassen (10. Klasse, Gymnasium) ein Leitbild für die digitale Kommunikation erstellen. Ausgangspunkt sind folgende Anregungen, auf welche die Klasse dann reagiert und Grundsätze formuliert, die der Gruppe wichtig sind.

  1. Relevante Informationen (Ausfall von Lektionen, Verschiebungen von Prüfungen, Vorbereitungsmaterial) soll schnell für alle verfügbar sein.
  2. Alle Mitglieder der Klasse sollten sich auch zuhause austauschen können.
  3. Welche Bilder darf man (nicht) auf dem Internet veröffentlichen (auf Facebook stellen, per WhatsApp rumschicken)?
  4. In was für einem Ton kommuniziert man online mit anderen Schülerinnen/Schülern und mit Lehrpersonen? (Und in welcher Sprache?)
  5. Freundschaften und Beziehungen entstehen, wenn sich Menschen in die Augen sehen und echt miteinander reden, ohne permanente Ablenkung durch blinkende Geräte.
  6. Ständig online zu sein ist für einige Menschen stressig und verhindert, dass sie sich konzentrieren können.
  7. Niemand soll gezwungen werden, bei einem sozialen Netzwerk ein Profil anzulegen oder sich ein Smartphone zulegen zu müssen.
  8. Auf sozialen Netzwerken werden Menschen gemobbt. Was tut man, wenn etwas passiert, das wie Mobbing aussieht?
  9. Es schafft Schwierigkeiten, wenn sich eine Klasse bei verschiedenen Diensten einloggen muss (Passwörter gehen verloren, einige Informationen werden übersehen).
  10. Digitale Kommunikation senkt die Hemmungen, zu betrügen (Informationen zu kopieren, bei Prüfungen zu spicken etc.).
  11. Darf man auf dem Internet über andere Personen lästern (z.B. Mitschülerinnen und Mitschüler, Lehrpersonen)?
  12. Die Schule und das Privatleben müssen aneinander anschliessbar sein, sollen aber als Bereiche auch getrennt werden können: Schülerinnen und Schüler brauchen Freizeit ohne digital ständig in der Schule zu sein.
  13. Vielen fällt das Lernen einfacher, wenn es mit Papier, Buch und Stift erfolgt statt am Bildschirm.
  14. Wie möchten Sie an Ausflügen, in Pausen, im Abteilungslager mit Handys umgehen?
  15. Gibt es für eine Klasse auch einmal eine digitale Pause?
Auszug aus einer Infographic von onlinedegrees.com
Auszug aus einer Infographic von onlinedegrees.com

Phubbing

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Eine Familie schaut fern. Während zwei Kinder fast am Hauptbildschirm kleben, sind die Teenager und Erwachsenen mit weiteren Bildschirmen beschäftigt. Eine Interaktion mit den Anwesenden scheint für sie undenkbar.

Ein Beispiel für ein Phänomen, das im Englischen einen Begriff erhalten hat: »phubbing«. Es ist zusammengesetzt aus den Wörtern »phone« und »to snub« (dt. jemanden abweisen). 305081_193050477495168_966817620_n

Gemeint ist also, dass eine Person ignoriert, übersehen, nicht gewürdigt, nicht angesehen wird, weil eine andere sich mit ihrem Gerät beschäftigt. Das Vorhandensein eines Wortes macht das Phänomen dabei deutlicher greifbar. Auf Deutsch muss jemand aufgefordert werden, das Telefon wegzulegen – meist eine etwas heikle Angelegenheit, weil es ja durchaus sein könnte, dass die Person nicht gerade Vögel auf Schweinearchitektur schießt, sondern dazu beiträgt, die Welt zu retten. »Stop phubbing« ist eine viel klarere Formel, die auch das Problematische am Verhalten zeigt: Die Erwartungen eines Gegenübers zu ignorieren.

Zur Definition von Memes

In einer Diskussion mit Philipp Meier und Valentin Abgottspon ging es um die Frage, was ein Meme ist. Die beiden bezeichneten ihre beiden folgenden Bild/Text-Kombination als Memes:

1174588_576777625690991_787972397_n tumblr_inline_mrf31lISnl1qz4rgpDabei verwenden sie den Begriff Meme als Bezeichnung eines Stils: Wenn Bilder mit (weißer) Schrift – oft auf zwei Teile aufgeteilt – verbunden werden, handelt es sich dabei um ein »Meme«.

Diese Definition halte ich für wenig sinnvoll, weil dadurch das Besondere an der Memetik verloren geht. In der Folge von Richards Dawkins Theorie sind Memes Informationseinheiten, die sich ähnlich verhalten wie Gene. Was man bei Christopher von Bülow genauer nachlesen kann, fasse ich hier kurz zusammen:

  1. Informationen werden kopiert und erzeugen so Varianten von sich selbst (z.B. werden immer neue Bilder mit immer neuen Texten kombiniert).
  2. Diese Varianten unterliegen Selektionsprozessen, indem sie unterschiedlich viel Aufmerksamkeit erhalten (sie werden von anderen Teilnehmenden in sozialen Netzwerken verbreitet, verwendet, wiederum variiert etc.).
  3. So ergibt sich ein evolutionärer Vorgang, der erklärt, wie neue Information entsteht und unter welchen Bedingungen sie sich etablieren kann.

Memes wären letztlich die Informationen, die sich in der Selektion durchsetzen können. Beispiele wie das Bildforum 4chan zeigen, dass das unabhängig von der Identität der Urhebenden und vom Stil oder der Art der Information ist. Memes können Bruchstücke von Melodien sein, Redewendungen, kurze Szenen, Zitate aus Filmen, Bildern, Büchern; Mode, Tanzstile, Youtube-Videos etc. Niemand kann bestimmen, ob und wie etwas zum Meme wird, oft wird eine Variante von einer Information das, was sich durchsetzt, oft finden viele unkontrollierbare Veränderungen statt und vieles geht schnell wieder vergessen. (Hier eine spannende Maturarbeit, die einer meiner Schüler vor einer Weile dazu geschrieben hat.)

Ich lege nicht Wert auf die Unterscheidung zwischen Stil und Informationsgenese, weil ich ein Pedant oder Besserwisser wäre, sondern weil für mich der Begriff auf eine wichtige Eigenschaft der Informationsverbreitung hinweist, die in der europäischen Kultur oft vergessen geht, weil sie stark auf den Status der Kulturschaffenden abzielt. Das Internet funktioniert als Modell ähnlich wie die Informationsvermittlung und -verbreitung im Großen: Wir können miterleben, wie sich Informationen durchsetzen und wie nicht. Der Reiz der Memetik ist letztlich auch der, dass sie zeigen könnte, dass die Evolution von Informationen gleich wichtig oder wichtiger ist als die biologische Evolution (weil ja auch die letztlich Informationen kopiert und verbreitet).

Sind Memes nur noch Bilder mit weißen Texten, droht das vergessen zu gehen. Und das wäre dann natürlich einfach der Lauf der memetischen Evolution…

Kommentare als journalistisches Produkt

I feel that freedom of expression is given to people who stand up for what they say and not hiding behind anonymity. We need to evolve a platform to meet the needs of the grown-up Internet. – Adriana Huffington

Gawker Media is flying in the face of conventional media wisdom. While other outlets are doing away with anonymity, we’ve built anonymous accounts into our new comment system. We’ll accept some disorder if that’s the price of freedom in one’s personal life, in politics and the press. – Nick Denton

In der amerikanischen Debatte um die Möglichkeit, anonym Kommentare zu verfassen, werden wichtige Fragen verhandelt: Dürfen auch Menschen ihre Meinung sagen, die nicht mit ihrem Namen auftreten wollen oder können? Soll eine Kommentarplattform die ausschließen, die unter Umständen ungerechtfertigterweise Repressionen ausgesetzt sind, wenn sie ihre Meinung vertreten? Die Antwort scheint mir recht klar zu sein.

Doch der Fokus der Debatte scheint mir einen wichtigen Aspekt zu ignorieren: Das Prinzip von Social Media ist die Gratisarbeit. Die Dienstleistung von sozialen Netzwerken ist das Bereitstellen von Werkzeugen, die Usern erlauben, ihre eigenen Inhalte zu präsentieren und die Inhalte anderer zu konsumieren.

Kommentare sind wichtige Inhalte. Auf vielen amerikanischen Plattformen lese ich die witzigen, schlauen Kommentare mit viel Gewinn. Die standardisierte Berichterstattung profitiert von originellen, tiefschürfenden Meinungen, die damit verbunden werden können. Eine Faustregel besagt, dass eine Lehrerin und ein Lehrer intelligenter sein sollten als der Durchschnitt einer Klasse. Und eine Journalistin oder ein Journalist sollte intelligenter sein als der Durchschnitt der Lesenden. Und wenn das so ist, gibt es immer noch viel Platz für clevere Rückmeldungen, Erweiterungen, Hinweise in den Kommentaren.

Ja – das Moderieren von Kommentaren erfordert Zeit und kostet Geld. Diese Kosten müssen aber in eine Perspektive gesetzt werden: Kommentare sind ein journalistisches Produkt. Ich besuche eine News-Seite, um Kommentare zu lesen; damit verdient sie Geld und erhält Aufmerksamkeit.

Meine Anregung:

  1. Warum nicht halb so viel Arbeit in Kommentare stecken wie in Artikel?
  2. Warum nicht der Leserin und dem Leser die Möglichkeit geben, Kommentare zu filtern? Z.B. ganz einfach die von Menschen oben zu sehen, deren Meinung man schätzt.
  3. Warum nicht Leserinnen und Leser für die Moderation einsetzen?

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Psychologische und soziale Auswirkungen digitaler Kommunikation

Es ist weit gehend unklar, wie sich die Verbreitung digitaler Kommunikation auf die menschliche Psyche und auf soziale Gefüge auswirkt. Bedrohungsszenarien sind ebenso verbreitet wie eine optimistische rosa Brille. Genaue Studien sind deshalb schwierig, weil konkrete Rahmenbedingungen sozialer Netzwerke ständig ändern und ihre Auswirkungen nur während kurzen Phasen messbar und untersuchbar sind.

Ich versuche hier, einen Überblick über die relevante Forschung zu sammeln. Dafür bitte ich um Mitarbeit beim Sammeln der Papers und oder Bücher (Link zum Weitergeben: http://phwa.ch/paper):

Die Ergebnisse sind hier einsehbar (Link: http://phwa.ch/ergebnisse):

Das Buch bei »buch & netz« 

Mein Buch, »Facebook, Blogs und Wikis in der Schule« ist nun seit rund drei Monaten erhältlich. Ich freue mich über die viele, positive Resonanz und die erfreulichen Rückmeldungen (z.B. die Amazon-Rezensionen).

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Seit kurzem ist mein Buch auch bei Andres von Guntens Online-Buchhandlung »buch & netz« erhältlich. Das freut mich speziell: Ursprünglich wollte ich das Manuskript bei ihm publizieren, schließlich wurde es aber möglich, dass der Verlag ein EBook im Shop von Andreas anbietet. Es ist Schulen oder anderen Interessierte dort auch möglich, Gutscheinpakete zu kaufen.

Deshalb verschenke ich 10 Gutscheine für einen Download im »buch & netz«-Shop. Einfach ausprobieren, ob der Gutschein noch funktioniert: Buch in den Warenkorb legen, Warenkorb ansehen und dort den folgenden Gutscheincode eingeben:

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(Wer das Buch schon hat oder nicht lesen möchte, sollte bitte auf einen Download verzichten, danke!)

Digitale Pause

Den Vortrag zu meiner Buchvernissage hielt ich halb improvisiert und betonte etwas übermäßig, wie wichtig Phasen seien, in denen die digitale Vernetzung zurückstelle: Um sich bewusst zu werden, was sie in uns bewirkt. Und so kam ich nicht umhin, selbst eine solche Phase einzulegen. Zwei Ferienwoche, eine in den Bergen, eine im Tessin, sollten es sein.

Ich erhoffte mir wenig. Paul Miller hat für The Verge ein Jahr aufs Internet verzichtet – mit einer ernüchternden Bilanz. Seine nostalgischen Absichten, ein Leben zu führen, dass es noch nie gegeben hat, trafen auf eine enttäuschende Erfahrung:

 I wanted a break from modern life — the hamster wheel of an email inbox, the constant flood of WWW information which drowned out my sanity. I wanted to escape. I thought the internet might be an unnatural state for us humans, or at least for me. […]
My plan was to leave the internet and therefore find the „real“ Paul and get in touch with the „real“ world, but the real Paul and the real world are already inextricably linked to the internet. Not to say that my life wasn’t different without the internet, just that it wasn’t real life.

Meine Erwartungen wurden aber übertroffen. Zunächst muss ich anfügen, dass ich nicht ganz ohne Internet funktionierte: Ferien sind ohne Wetterprognosen und Fahrpläne schwer zu organisieren. Einige Arbeitsmails sind so wichtig, dass sie nicht zwei Wochen liegen bleiben können. Bücher mussten auf das Kindle-Lesegerät geladen werden. Und Sportereignissen etwas intensiver zu folgen als während der Arbeitszeit, gehört zu meinem Verständnis von Ferien.

Aber ich verfolgte meine Twitter-TL kaum, setzte keine FB-Statusmeldungen ab, antwortete in der Regel nicht auf Mails und las sie nicht. Ich öffnete keine News-Apps, um nachzulesen, was die Welt so beschäftigt, und ich zeigte nicht auf Instagram, was ich gerade für reizende Bergseen bebade oder für umwerfende Gelati verspeise.

IMG_2860Generell holte ich mein Smartphone kaum aus der Tasche. Ich schoss ein paar Bilder, ließ es aber auch oft zuhause. Ich hatte mehr Geduld und begann, Pausen auszuhalten. Ich nahm wahr, was um mich herum passierte. Ich war ansprechbar und hörte zu. Ich tat einmal nichts und ließ mir die Sonne ins Gesicht scheinen. Und ich langweilte mich ab und zu. Was ich sah, spürte, erlebte, bemerkte, bemerkte ich für mich und die Anwesenden, nicht für ein Social-Media-Publikum. Ich las mehrere Bücher am Stück und konnte ohne Unterbrechung fünfzig Seiten lesen. In meinem Kopf formulierte ich nicht ständig Blogposts. Das alles war erholsam.

Einiges davon möchte ich bewahren: Gerne wäre ich im Alltag geduldiger, aufmerksamer, präsenter für andere Menschen. Mehr bei mir und meinen Mitmenschen. Bei anderem bin ich froh, bin ich wieder zuhause im Internet: Ich mag es, informiert zu sein, ich mag Abwechslung und das Formulieren meiner Gedanken für ein Publikum.

Die Differenz war eine zwischen einer Pause bzw. Ferien und dem Alltag, der Arbeit – nicht eine zwischen online und offline oder virtuellem und realem Leben. Vor etwas mehr als einem Jahr schrieb ich auf diesem Blog:

Das Leben offline wird überhöht. Es ist eine Utopie, in der man sich perfekt konzentrieren kann, erfüllende Beziehungen pflegt, Zeit hat und zur Ruhe kommt. Man ist produktiv und zufrieden. Nur: Diese Zustände gibt es nicht. Wir können uns auch im Internet konzentrieren, pflegen dort erfüllende Beziehungen und sind auch da produktiv und zufrieden – im gleichen Masse, wie wir es auch sonst sind. Das Internet ist Teil des Lebens, es ist das real life.

Das denke ich auch heute noch.