Snapchat erklärt

Kürzlich habe ich bei Radio 24 kurz erklärt, was Snapchat ist und weshalb Jugendliche und Prominente die App verwenden (MP3 des Beitrags). Das möchte ich im Folgenden etwas ausführlicher tun. 

Social-Media-Plattformen lassen sich am besten vom Begriff der Affordances her erklären: Was machen sie einfacher, wozu laden sie ein (oder motivieren, verführen sie)? Wer sagt, Twitter sei kein sinnvolles Werkzeug, weil Nachrichten nur 140 Zeichen umfassen können, versteht das Konzept der Affordances nicht: 140 Zeichen sind gerade die Länge der Botschaften, die sich über Twitter ideal verbreiten und wahrnehmen lassen.

Snapchat ist so betrachtet ein Ersatz für die Kamera-App auf Smartphones. Wer einen Moment einfangen will, erstellt einen so genannten Snap – das kann ein Bild oder ein Video sein. Der Snap kann, so zeigen die Beispiele, mit einem Text-Banner, Freihandzeichnungen, Emojis und Filtern ergänzt und bearbeitet werden.

Snaps werden dann auf drei Arten verbreitet:

  1. Als Teil einer persönlichen Geschichte (»Meine Geschichte«) an alle Snapchat-Kontakte verbreitet – die Snaps bleiben so 24 Stunden erhalten und verschwinden dann. Auch ihre Urheberinnen oder Urheber können sie nicht mehr betrachten.
  2. Als persönliche Mitteilung verschickt – die ist dann nur wenige Sekunden sichtbar, kann aber unter Umständen mehrmals angeschaut werden (Snapchat arbeitet daran, solche Features kostenpflichtig anzubieten).
  3. Auf dem Smartphone gespeichert.
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Alle Bilder werden groß, wenn man draufklickt.

Snapchat funktioniert komplett visuell. Die Menus sind durch Wischen oder über kleine Icons erreichbar, für die Benutzung ist es aber nicht nötig, lesen zu können. Grundsätzlich gibt es drei Fenster oder Menus: Eines, um Snaps zu erstellen; eines, um persönliche Nachrichten zu verschicken und anzusehen und ein drittes, um Geschichten verwalten und lesen zu können.

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Das Hinzufügen von Kontakten funktioniert ähnlich wie bei Twitter asymmetrisch: Ich kann Usern folgen, die mir nicht folgen (und umgekehrt). Das »Adden« funktioniert ebenfalls visuell: Ein individuelles Geistsymbol bildet einen Snapcode, der es erlaubt, Kontakte ins Adressbuch aufzunehmen (wem das zu mühsam ist: Ich heiße auf Snapchat wie überall phwampfler).

Die Filter haben keine Namen, sondern werden über Wischbewegungen oder langes Drücken auf Gesichter aktiviert und an die Bilder angepasst. So gibt es Geschwindigkeitsmessanzeigen, Temperaturmessungen und Zeitangaben, die sich per Filter einblenden lassen. Und Heiligenscheine. (Versteckte Tricks werden hier beschrieben, eine Anleitung zu Bedeutung der Emojis, der Trophys und zur Verwendung der Filter findet sich hier).

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Der Appeal von Snapchat liegt in dieser stärkeren Visualisierung und im Fokus auf den spontanen Moment: Ähnlich wie bei persönlichen Gesprächen wird nichts aufgezeichnet – es sei denn, es macht sich jemand große Mühe, Snaps mitzuschneiden. Grundsätzlich ist es aber kaum üblich, Beiträge außerhalb des Programms zu bearbeiten, sie entstehen meist spontan.

Bei Geschichten verdichten sich einzelne Eindrücke zu Reportagen. So bieten Medienunternehmen eigene Snap-Kanäle an, Großveranstaltungen laden Teilnehmerinnen und Teilnehmer ein, ihre Sicht per Snap in die Berichterstattung zu integrieren. Das sind die Gründe, die Snapchat auch zu einem wichtigen journalistischen Werkzeug machen.

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Die eigenen Geschichten lassen sich mit knappen Statistiken einordnen und gesamthaft archivieren.

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Digitale Bildung und Schulsozialisation

Studierende, die sich für den Lehrberuf interessieren, sind ein interessantes Studienobjekt: Man kann zeigen, dass ihre Vorstellungen in Bezug auf Mediennutzung stark von ihrer eigenen Erziehung geprägt sind und diese oft ihren eigenen Verhaltensweisen im Umgang mit Neuen Medien widersprechen (vgl. Arbeiten von Sven Kommer und Ralf Biermann). Kurz: Junge Lehrkräfte sind aufgrund ihrer eigenen Sozialisation oft nicht bereit, neue mediale Möglichkeiten im Unterricht einzusetzen, auch wenn sie dies selbst für ihre eigene Kommunikation tun.

Dieser Effekt betrifft digitale Bildung aus meiner Sicht auch auf einer anderen Ebene: Der grundsätzlichen Vorstellung, was Schule und schulisches Lernen bedeuten. Diese wird an Grundschulen mit großem Aufwand eingeübt. Konstanten: Unterricht im Klassenzimmer mit mäßigem Einsatz von Individualisierung, Lesen, Schreiben und generell Lernen erfolgen auf Papier, Leistungsmessung erfolgt in mehr oder weniger standardisierten, vorgegeben und einzeln zu erledigenden Prüfungen.

Werden Lernende auf einer späteren Schulstufen mit davon abweichenden Ideen konfrontiert, dann reagieren sie meist so, wie Schülerinnen und Schüler meiner Schule das kürzlich bei einem Besuch bei der Evangelischen Schule Berlin Zentrum getan haben: Könnten sie selbst bestimmen, was und wie sie lernen wollen, würden sie einfach nicht lernen, formulierten sie mit einer großen Selbstverständlichkeit. Lernen ist für sie klar fremdgesteuert und erfolgt unter pädagogischem Zwang. Die Schülerinnen der Berliner Schule nahmen das gelassen hin: In einem gewissen Alter, so die subtil versteckte Aussage, seien Kinder einfach verloren, wenn sie »normale« Schulen besuchten.

Das stimmt wohl: Digitales Lernen ist für mich direkt mit anderen Lernformen verbunden. Selbstgesteuertes, offenes, reflektiertes, freiwilliges und kollaboratives Lernen wäre das Ideal, das u.a. mit digitalen Mitteln erreicht werden soll. Nur braucht es dafür eine doppelten Aufwand: Diese Ideen und die dafür nötigen Tools müssen nicht nur eingeführt werden, sondern die Grundüberzeugung, wie Schule funktioniert, muss gleichzeitig neutralisiert werden. Bei Lernenden und Lehrenden. Man könnte zum Schluss kommen, dass vernünftige Projekte nur in der ersten Klasse beginnen sollten.

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Quelle: SZ

[Rezension] Digitale Kompetenz

Werner Hartmann und Alois Hundertpfund haben ein wichtiges Buch geschrieben. Oder müsste man sagen: Sie haben eine hilfreiche Webseite aufgesetzt? So lesenswert »Digitale Kompetenz« ist, so hilfreich ist das Begleitmaterial auf digitalekompetenz.ch. Beide gehen von derselben Liste von Kompetenzen aus, mit der die Lehrkräfte und Schulen dabei begleiten wollen, die »Werkzeuge der Vergangenheit« wegzulegen.

Das Buch soll Mut machen, eine aktive Rolle einzunehmen, indem es aufzeigt, dass grundlegende Konzepte sowohl im Umgang mit Informationen und Wissen als auch beim Kommunizieren und beim Kooperieren in einer digital geprägten Gesellschaft weiterhin gültig sind. (S. 7)

Diese Kompetenzen denken die Autoren nie – so der gängige Vorwurf in der didaktischen Diskussion über Kompetenzen – als theoretische Konzepte, sondern führen praktisch vor Augen, was sie bedeuten. Deshalb gehören Webseite und Buch untrennbar zusammen: Wer sich als Lehrerin oder Lehrer ernsthaft mit dem Programm von Hartmann und Hunderpfund auseinandersetzen möchte, kommt nicht umhin, die Tools, welche die Webseite sammelt, zu prüfen und einzusetzen.

Bevor ich das an einem Beispiel zeige, möchte ich die Kompetenzen kurz auflisten und kommentieren.

  1. Information und Wissen: Verwesentlichung
  2. Soziale Intelligenz und Verständigung
  3. Kritisches und flexibles Denken
  4. Umgang mit kultureller und sozialer Heterogenität
  5. Abstraktion und Modellbildung
  6. Nutzung digitaler Werkzeuge
  7. Rollenbilder privat, beruflich und öffentlich
  8. Kreatives, produktives Denken
  9. Informelles und selbst­bestimmtes Lernen
  10. Virtuelle Zusammenarbeit

Die Autoren – so sieht man auf den ersten Blick – erfinden hier nichts. Sie gehen in klaren und knappen Abschnitten von der aktuellen Realität der Schulen an der Sekundarstufe II aus und begründen die beschriebenen Kompetenzen mit den Anforderungen der Berufswelt, der Gesellschaft und der Forschung. So zeigen sie beispielsweise, dass Abstraktion und Modellbildung wesentliche Aufgaben der medizinischen Forschung sind, dass politische Kommunikation kritisches Denken in besonderem Maße braucht, weil Profis Medien zunehmend instrumentalisieren und dass eine Reflexion von Rollenbilder für die Teilnahme am gesellschaftlichen Leben unabdingbar ist. Ethische Überlegungen sind in jedem Abschnitt präsent: Es wird bei der Lektüre deutlich, dass den Autoren daran gelegen ist, die Urteilsfähigkeit und Eigenständigkeit von Lernenden zu fördern.

Wer also erwartet, Tools wie Apps, Webseiten oder Programme vorgestellt und erklärt zu bekommen, wird enttäuscht. Die Kompetenzen, die Hartmann und Hundertpfund vorstellen, sind so breit gedacht, dass sie nicht im eigentlichen Sinn »digitale« sind, sondern sich lediglich auf das Leben, Denken, Lernen und Arbeiten unter den Bedingungen der Digitalisierung beziehen.

Die einzelnen Kapitel sind für sich alleine lesbar, eine Lehrkraft bewältigt ein Kapitel in einer halben Stunde gut – meine Empfehlung wäre, das Buch im Kollegium während eines Semesters zu lesen und jede Woche etwas davon im Unterricht auszuprobieren. Die einzelnen Kapitel sind mit Fragen gegliedert:

  • Was heißt das für die Schule?
  • Wie macht die Schule das?
  • Was muss ich wissen und können?

Dazu gesellen sich eine Reihe praxisbezogener Beispiele, die als offene Anregungen Lehrkräften Raum lassen, eigene Projekte und Ideen zu den einzelnen Themenbereichen zu entwickeln. Die Zielgruppe umfasst dabei den Lehrkörper von Berufsschulen genau so wie den von Gymnasien – die Beispiele beziehen sich auf alle Fachbereiche gleichermaßen.

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Einfache, aber sinnvolle Grafiken illustrieren die Ausführungen. So liest sich das Buch – genau so wie die Webseite – sehr angenehm.

Abschließend möchte ich auf ein für mich herausragendes Kapitel etwas genauer eingehen: Es widmet sich der Kompetenz »Kreatives, produktives Denken«. In der Einleitung wird deutlich gemacht, dass Kreativität nur unter individuell unterschiedlichen Voraussetzungen entsteht und beschränkt lehrbar ist. Sie ist an eine Fehlerkultur gebunden, nicht immer professionell und gerade durch die Komplexität der digitalen Information bedroht. In der Frage, was digitale Kreativität für die Schule bedeute, kommen die Autoren schnell auf die Leistungsmessung zu sprechen, die mit digitalen Werkzeugen häufig Kreativität durch Standardisierung einschränkt.

In der Schule darf es nicht nur um das Lösen von Aufgaben und Problemen gehen, deren Lösungen die Lehrpersonen in aller Regel bereits kennen. Dem Gestalten eigener Lerngelegenheiten muss genügend Platz eingeräumt werden. Dabei darf die Schule eine Einbuße an Perfektion in Kauf nehmen. (S. 220)

An diese Beispiele schließen praktische Vorschläge an: An Schulen Lernenden wie bei Google Zeit zu geben, eigene Projekte zu entwickeln, bei Physikprüfungen alle Hilfsmittel zuzulassen, dann aber praktische Probleme als Aufgaben zu stellen (»Wie kann eine einzelne Person einen außergewöhnlich schweren Bauernschrank auf einem Fussboden verschieben?«) oder im Deutschunterricht einen Essay zu einem Thema schrieben zu lassen, das sich in den gängigen Internetquellen zu Werther nicht findet.

Das Buch gehört in jede Schulbibliothek und sollte von jeder Lehrperson, die an Berufsschulen oder an Gymnasien unterrichtet, bis zum nächsten Sommer gelesen werden. Wie gesagt: Lese- und Experimentiergruppen bieten sich an! Das Buch erscheint bei HEP und kann aus der Schweiz hier, aus Deutschland und Österreich hier bestellt werden.

Lobos Fake-Rezension ist der Netztext des Jahres – eine Würdigung

Ungefähr wie jemand mit einem Hammer in allen Problemen einen Nagel sieht, möchten Buchleute unbedingt ein Buch, das ihnen die Welt erklärt. Zehntausend kluge, erkenntnissatte, sogar unterhaltsame Artikel reichen nicht, es muss ein Buch sein. Und zwar möglichst ein erzählender Roman und kein schnöde analysierendes Sachbuch. Sterne beobachtet man ja auch am besten, indem man knapp danebenschaut.

Mit dieser Bemerkung leitet Sascha Lobo eine Rezension von Carol Felts Roman »Cybris« ein. Der Titel, so Lobo, sei eine »schlichte Mischung aus ‚Cyber‘ und ‚Hybris’«. Damit ist das Thema vorgegeben: Die mehrfache Cyber-Hybris. Lobo attackiert mit seiner Rezension gleichzeitig den etablierten Feuilleton-Betrieb, dessen wichtigste Textsorte er persifliert, und die selbstgefälligen Kreise der digitalen Expertise, die jedes neue Phänomen im Netz zu analysieren verstehen und doch alle Entwicklung hilflos mitvollziehen.

Die meisten können ein paar Schlagworte zu sinnvoll scheinenden Sätzen verbinden, um sich das Nicken der restlichen Ahnungsloseria abzuholen. Aber ein tieferes Verständnis dafür, was zur Hölle eigentlich passiert, fehlt. Und zwar wahrscheinlich allen, jedenfalls allen, die sich öffentlich äußern (mir wohl auch).

Die Pointe der Rezension: Es gibt weder Carol Felt noch ihren Roman. Zwar gibt es sowohl den Twitter-Account, auf den Lobo verweist – »Sie twittert unter @carol_felt1 wie eine Gestörte, die so tut, als würde sie die Gestörte nur spielen. Wer soll das alles glauben?« -, als auch eine Webseite des Verlags (»Verlag der Illusionen«).

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Liest man dort weiter, geht einem schnell ein Licht auf: Felt hat im September mit ihren Twitter-Aktivitäten begonnen, der Verlag gibt gerade das erste Buch heraus. Er sucht im Netz nach »Rohdiamanten«, veröffentlicht sie aber nur als »Buchwerke«:

Amazon ist böse und zerstört die Buchkultur. Autoren, deren Werke über Amazon vertrieben werden, interessieren uns nicht.

Twitter, Homepage und die Print-Rezension ergeben ein performatives Gesamtkunstwerk. Es stellt den Leser oder die Leserin – Felts »icherzählende Person« kann keinem Geschlecht zugeordnet werden – vor einen Kompetenztest, lässt ihn ein Rätsel lösen. Wenn Lobo schreibt, Felt töte »ausnahmslos jedes einzelne Zitat« und das im Detail beschreibt, dann tut er das nicht nur selbst, sondern tötet den ohnehin toten Roman, die tote Rezension und den toten Hyperlink gleich auch noch einmal mit.

Beinahe hätte ich mich zu der Dummheit hinreißen lassen, die ich erst jetzt als Dummheit erkannt habe, nämlich öffentlich zu behaupten, dass man den großen Digitalroman gar nicht schreiben könne. Jedenfalls nicht als Roman. Um ein Haar hätte ich behauptet, dass irgendwann sicherlich ein Computerspiel herauskäme, „GTA 12 Detroit“ oder so, das irgendwie alles begreifbar machen könne – aber doch kein Roman.

Man könnte leicht denken, dass es im Kern nur um diese Aussage gehe: Zu zeigen, dass die Zeit der Romans abgelaufen und die Zeit der digitalen Kunst gekommen sei. Aber so wenig es etwas nützt, »ein Jahr in einem Google-Server zu wohnen«, so leer ist auch die Hoffnung, das Problem werde begreifbar. Leere Verweise wie die Lobo-Rezension werden noch Jahre hinter Paywalls gepackt und über Blendle und andere Heilsbringer wieder ins Netz überführt (wenn jemand eine Privatkopie der Rezension möchte, kann ich die per Mail verschicken). Dort werden dann Debatten in »kluge, erkenntnissatte, sogar unterhaltsame Artikel[n]« geführt, die allerdings nur sagen werden, dass alles »ganz anders [ist] als man denkt. Natürlich ganz anders.« Es spielt keine Rolle mehr, ob es die Bücher, die man bespricht, überhaupt gibt, ob Verlage Bücher übersetzen, lektorieren, oder nur so tun (»Keine_r unserer Autor_innen spricht auch nur eine Silbe deutsch, was die Ausübung der Texthoheit durch uns enorm vereinfacht.«).

Lobos Text ist großartig, weil mit uns das macht, was die digitale und analoge Debatte tun – und uns doch rauslocken möchte, im Wissen darum, dass es da draußen gar nichts gibt. Er überschreitet die Grenzen, indem er einen Netz-Text im Print-Spiegel platziert, der erst im Netz seine Wirkung entfalten könnte (und damit sofort verlieren würde.) Wie der Verlag der Illusionen bedarf jede heute von digitalisierten Prozessen unabhängige Position der Finanzierung durch eine »nicht genannt werden wollende, private Stiftung im Hintergrund«. Und wie Lobo als Marke unverwechselbar auftritt, aber von einem Netzwerk kluger Personen getragen wird, stecken wohl auch hinter seinem Projekt ganz viele schlaue Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

Ein moralisches Dilemma: AdBlocker

Nein, iOS 9 habe ich auf meinem Gerät noch nicht installiert. Gleichwohl lenkt es die Gedanken wieder einmal auf das Thema der AdBlocker, die auch bei mir seit Jahren dazu führen, dass Webseiten schneller laden und schöner aussehen. Bildschirmfoto 2015-09-18 um 13.52.58

Ein Beispiel – links meine Ansicht von tagi.ch in Chrome mit AdBlockern, rechts die Safari-Ansicht ohne.

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Links Chrome mit AdBlockern, rechts Safari ohne.

Neu macht Apple die AdBlock-Erfahrung auch auf mobilen Geräten verfügbar – für Android gibt es solche Tools schon länger.

Die Entscheidung, AdBlocker einzusetzen, ist aus einer Konsumentensicht einfach: Anzeigen sind unangenehm und stören die Informationsverarbeitung. Sie wegzufiltern führt zu weniger Ablenkung und einer besseren Erfahrung im Umgang mit Informationen.

Diese Argumente kann man noch stärken, indem man generell jedem Menschen ein Recht auf die Steuerung der Wahrnehmung zuschreibt. Oder darauf hinweist, dass ein Geschäftsmodell letztlich nicht selbstverständlich ist und neue gesellschaftliche und technologische Bedingungen andere wirtschaftliche Möglichkeiten hervorbringen.

Aus der Perspektive des Journalismus stellt sich die Frage, ob AdBlocker nicht schlicht die Abmachung verletzen, dass Inhalte zwar gratis verfügbar sind, aber durch Werbung finanziert werden. Warum sollten User verhindern wollen, dass die Redaktionen ein Einkommen erzielen können?

Auch dieses Argument lässt sich verfeinern: Die Weigerung, sich Anzeigen einblenden zu lassen, bedeutet letztlich, dass Redaktionen technische Lösungen finden müssen, um Anzeigen so clever mit ihrem Angebot zu vermischen, dass ein Filtern schwierig oder unmöglich wird. Unbeholfene Vorgehensweisen wie die der Washington Post, welche User mit AdBlocker zu einer Newsletter-Anmeldung zwingt, oder flehende Bitten, den AdBlocker doch für die eigene Seite auszuschalten, wie sie The Atlantic vorbringt, werden bald von einer Flut von Native Ads und anderen Experimenten abgelöst.

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Davon werden enorme Ressourcen verschlungen: Die ohnehin dünn besetzten Redaktionen werden sich nicht um eine Vermittlung der Realität bemühen, sondern nach Ideen suchen, wie sie diese finanzieren können. Der etablierte Weg, diese wichtige Arbeit durch Anzeigen zu bezahlen, wäre aus dieser Sicht vernünftiger. Leiden werden letztlich die kleinen und technikfernen Akteure: Apple, Google und Facebook werden Wege finden, Anzeigen anzuzeigen und mit Daten Geld zu verdienen. Zeitungsredaktionen wahrscheinlich nicht.

Letztlich findet die Entscheidung aber nicht auf dieser theoretischen Ebene statt. AdBlocking findet im Alltag graduell statt: Wir gehen bei Fernsehwerbung auf die Toilette, überblättern die ersten fünf Seiten von Magazinen und lesen was auf dem Smartphone, statt Plakate zu rezipieren. Und doch wirkt Werbung. So sollte es wohl auch im Netz sein: Was zu laut und zu lang ist, darf ausgeblendet werden – alles andere hat eine Funktion und nützt wohl mehr, als dass es schadet. Die radikalen Positionen bringen uns nicht weiter – also die hämische Freude über die Möglichkeit des Filterns und die »Disruption« des Journalismus‘ wie absolute moralische Appelle an die Verantwortung von Leserinnen und Lesern.

Ich persönlich arbeite mit Whitelists und füge Ausnahmen für die Webseiten hinzu, bei denen die Anzeigen erträglich sind.

Wie immer findet @swiftonsecurity den humorvollen Zugang zum Thema:

https://twitter.com/swiftonsecurity/status/644661178220703744

Gelöschter Beitrag: »Gezieltes Sparen« 

An dieser Stelle habe ich meine Gedanken zu einem Zusammenhang formuliert, der mich belastet: Im Bildungsbereich wird konstant gespart. Eine Ende ist nicht in Sicht. Die Umsetzung der Sparbefehle erfolgt weitgehend nach dem Prinzip des geringsten Widerstands: Dort, wo Einschränkungen politisch verkauft werden können, werden sie vorgenommen – unabhängig von ihrem pädagogischen Sinn. Das frustriert mich.

Im Beitrag habe ich die wirre Idee formuliert, dass digitale Konzepte bei Sparkonzepten einen Beitrag leisten könnten. Das widerspricht aber meiner Überzeugung, dass digitales Lernen pädagogisch getrieben sein muss und nicht über äußere Umstände motiviert werden darf.

Deshalb habe ich meinen Beitrag gelöscht. Wer ihn nachlesen will, kann das hier tun – ich distanziere mich aber davon. (Die Kommentare lasse ich stehen.)

Ich bin davon überzeugt, dass Bildung ein öffentliches Gut ist. Kinder, Jugendliche und Erwachsene brauchen ein breites Angebot an zeitgemäßen, wirkungsvollen Lernumgebungen, die von fair bezahlten und gut ausgebildeten Fachleuten erstellt, umgesetzt, begleitet und betreut werden. Dafür stehe ich ein.

Warum wirkt Barbie-Instagram unheimlich?

Heute Morgen habe ich in einem Facebook-Kommentar gelesen, der Barbie-Instagram-Account @socalitybarbie sei »uncanny«, unheimlich: Er zeige, wie wenig authentisch wir doch in unseren Darstellungen auf Social Media seien – und wie bereit, die schreckliche Realität auszublenden.  Bildschirmfoto 2015-09-07 um 08.59.06

In dieselbe Richtung geht ein Beitrag bei TechCrunch:

Authenticity on social media can be a tough trait to find. The culture on Instagram in particular has made self-obsession pretty much the norm, as people often strive to boil an entire week of their lives into a single photo, ignoring the less glamorous moments.

Als Beispiel für den enormen Aufwand, den Menschen betreiben, um ihre Social-Media-Kanäle zu füllen, wird Kanye West angeführt, der ein Hochzeitsfoto vier Tage lang bearbeitet habe, bevor er es seine Frau habe teilen lassen.

Ich denke, die Argumentation geht in die falsche Richtung: Aussagen von Prominenten und Hochzeitsbilder haben eigene Spielregeln. Prominente und Hochzeitsfeste sind reine Inszenierung: Es gäbe sie gar nicht, wenn es nicht darum ginge, einen bestimmten Eindruck zu erzeugen. Dass also Stars und Trauungen auch auf Instagram Mittel der Selbstdarstellung einsetzen, sollte niemanden erstaunen. Der Eindruck des Unheimlichen kann dadurch nicht erklärt werden.

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Meiner Meinung nach wirken die Bilder nicht deshalb unheimlich, weil sie uns zeigen, dass wir zuweilen nicht-authentisch sind – wann sind wir eigentlich wirklich authentisch? -; und auch nicht deshalb, weil sie uns den Spiegel dabei vorhalten, wie wir Aspekte der Realität ausblenden. Es gibt keine Kommunikation, ohne ein Ausblenden gewisser Aspekte der Realität. Der Positivitätsfilter ist ein allgemeines Merkmal zwischenmenschlicher Interaktion: Wer geliebt werden will, sorgt dafür, dass andere einen guten Eindruck von einem erhalten. Klingt brutal, ist brutal – hat aber direkt nichts mit Medien zu tun.

Der Effekt des Unheimlichen muss meiner Meinung nach anders erklärt werden. Er kann mit Barbies auch ohne Instagram erzeugt werden. Das hat mit dem »uncanny valley« zu tun, einer Theorie des japanischen Roboterforschers Masahiro Mori von 1970. Rücken Roboter oder Wesen nahe an Menschen heran, so würden sie als unheimlich empfunden. (Auch bei post- oder transhumanen Wesen müsste das passieren, meinte Jamais Cascio 2007). Werden nun Barbies so inszeniert, dass sie den Eindruck erwecken, fast Menschen zu sein, entsteht der Effekt des Unheimlichen.

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Das hielt Wittgenstein in seinen Philosophischen Untersuchungen (§420) aus einer anderen Richtung fest:

Aber kann ich mir nicht denken, die Menschen um mich her seien Automaten, haben kein Bewußtsein, wenn auch ihre Handlungsweise die gleiche ist wie immer? – Wenn ich mir’s jetzt – allein in meinem Zimmer – vorstelle, sehe ich die Leute mit starrem Blick (etwa wie in Trance) ihren Verrichtungen nachgehen – die Idee ist vielleicht ein wenig unheimlich. Aber nun versuch einmal im gewöhnlichen Verkehr, z.B. auf der Straße, an dieser Idee festzuhalten! Sag dir etwa: »Die Kinder dort sind bloße Automaten; alle ihre Lebendigkeit ist bloß automatisch.« Und diese Worte werden dir entweder gänzlich nichtssagend werden; oder du wirst in dir etwa eine Art unheimliches Gefühl, oder dergleichen, erzeugen.

Zum Schluss ein Kunstprojekt einer Freundin, die in der Vorweihnachtszeit 2013 Puppen für ihre Kinder inszeniert und fotografiert hat. Man kann leicht vergleichen, was bei Instagram-Barbie und den »Gemelle Sorelle Gloriose« passiert, wirkt, verunsichert. Bildschirmfoto 2015-09-07 um 09.26.06

Digitales Arbeitsblatt

Am Freitag und Samstag habe ich im Rahmen des CAS »Online Services« an der FH St. Gallen ein Modul zu Bildung und Social Media durchgeführt. Dabei habe ich unter anderem auch ein digitales Arbeitsblatt eingesetzt, was ich im Unterricht immer wieder mache, ohne aber genau zu reflektieren, was funktioniert und was nicht. Daher dieser Beitrag. Leicht überarbeitet habe ich ihn auch als druckfähiges PDF publiziert. 

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(1) Was ist ein digitales Arbeitsblatt? 

Ein digitales Dokument, in dem in gemeinsamer Arbeit Aufgaben erledigt werden. Es ist kein digitalisiertes Arbeitsblatt, also ein herkömmliches Arbeitsblatt, das lediglich in einem digitalen Medium zur Verfügung gestellt wird, sondern erfordert auch eine neue Art von Bearbeitung:

  1. Einbringen von eigenen Ideen und Lösungen.
  2. Nachvollzug der Bearbeitungen von anderen Lernenden, die so auch direkt Feedback erhalten.

Selbstredend erfordert ein digitales Arbeitsplatz keine Ko-Präsenz: Es kann von beliebigen Orten aus bearbeitet werden. Für bestimmte Arbeitsschritte ist eine zeitliche Abstimmung allerdings sinnvoll.

(2) Step-by-Step-Vorgehen

  1. Die verantwortliche Person erstellt das Arbeitsblatt auf der gewählten Lernplattform (in meinem Fall Google Docs).
  2. Sie gibt das Dokument an die Lernenden frei: Entweder durch eine Mail-Einladung oder mit einem Link – ich habe den langen Freigabe-Link von Google – https://docs.google.com/document/d/165sewIStRsHZM1L1iEf1euFTNslMimBp588ZzzJR8jI/edit?usp=sharing – mit PrettyLink zu phwa.ch/digitalesarbeitsblatt gekürzt.
  3. Sie formuliert eine Anleitung für die Bearbeitung – sinnvollerweise steht ein Teil davon direkt im Dokument, ein anderer kann in einer anderen Form von Instruktion erfolgen.
  4. Die Anleitung sollte auch bestimmte Vorgaben für die Zusammenarbeit in den Gruppen enthalten: Wie verhindern sie, dass nicht alle gleichzeitig an Formulierungen feilen und so nie fertig werden – und gleichzeitig dennoch intensiv genug an Details arbeiten.
  5. Jemand hütet und pflegt das Dokument: Die Person räumt sprachlich, formal und inhaltlich auf, entfernt Redundanzen und Unschönes und wertet die Arbeit auch aus.

(3) Erfahrungen und didaktische Begründung

Das Arbeitsblatt funktioniert bei Arbeiten gut, die entweder klar auf ein Team aufgeteilt werden können (wie z.B. die Übersetzung der Grundsätze für das Lernen im im digitalen Zeitalter, angestoßen durch Martin Lindner), oder bei offenen Aufgaben, die hauptsächlich aus Problemlösen und Reflexion bestehen. Geht es darum, dass alle Lernenden bestimmte Übungen absolvieren, dann ist die Kollaboration kaum zielführend.

Ein effizienter Einsatz ist nur dann denkbar, wenn nicht zu viele gleichzeitig dasselbe tun. Deshalb würde ich bei der Arbeit in Klassen gleichzeitig an mehreren Arbeitsblättern arbeiten lassen – eine Art Gruppenpuzzle, bei dem z.B. die Jigsaw-Methode leicht abgeändert gut zum Einsatz kommen könnte, wenn ein zweiter und dritter Schritt geplant sind.

Die Funktion der Hüterin oder des Hüters des Dokuments ist wichtig: Formale und technische Belange müssen die Lernenden nicht kümmern – sie sollen ohne große Hemmungen arbeiten. D.h. dass die Verantwortlichen mit der Plattform etwas vertraut sein müssen, damit z.B. auch die Gelassenheit haben, ein allenfalls gelöschtes Dokument mit dem Überarbeitungsverlauf wiederherzustellen. Die Präsenz dieser Person bei der Arbeit an den Dokumenten (mit Kommentaren und kleinen Korrekturen) ist hilfreich und schafft oft Verbindlichkeit.

In Zwischenschritten sollte auch die Reflexion über die Arbeit am Dokument angeregt werden, so dass die Lernenden Feinabstimmungen selbst vornehmen können. Dabei wird dann das mündliche Gespräch im Präsenzunterricht zum »Backchannel«.

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Digitale Arbeitsblätter entsprechen meiner Orientierung am dialogischen Lernen von Ruf und Gallin. Aus ihrer Bearbeitung entstehen neue Aufgaben, der Unterricht gewinnt eine neue Richtung.

Videovortrag erstellen: So habe ich das gemacht und das habe ich dabei gelernt

Weil ich morgen einen Vortrag nicht persönlich halten kann, habe ich ihn am Computer aufgenommen. Ich hatte nicht besonders viel Zeit und keinen Zugriff auf Stative/schlaue Kameras oder Mikrofone, so dass ich mich für ein Vorgehen mit minimalem Aufwand entschied.

Ich wollte Folien einbinden, mich als Redner aber auch selbst zeigen – ungefähr simulieren, wie der Vortrag selbst wirken würde. Dabei habe ich keine klaren Regeln befolgt, sondern intuitiv so geredet und geschnitten, wie es mir sinnvoll erschien (MOOC-Untersuchungen zeigen, dass informelle Videos ausreichen, der Kahn-Stil aber besser geeignet ist als PowerPoint und kürzere Videos geschaut werden, längere nicht).

Das Video sieht so aus:

Die Tatsache, dass einige, die das lesen, das Video bei Youtube nicht sehen können, ist schon eine erste Erfahrung, die ich machen musste: Zum Schluss habe ich schnell noch ein Lied als Intro und Outro reingeschnitten, Carmen von Stromae. Das war ein Fehler: Youtube teilte mir mit, die Monetarisierung laufe direkt über UMG, das Label von Stromae (bzw. über Coca Cola, von denen ich ein Video eingebettet habe). Dadurch wurde das Video aber nur in den Länden spielbar, in denen UMG Verträge mit den Verwertungsgesellschaften hat, also in Deutschland beispielsweise nicht mehr (Umgehung mit ZenMate-Plugin wäre weiterhin möglich). Um das Video auf dieser WordPress-Seite abspielen zu können, musste ich eine Erweiterung kaufen.

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Nun aber kurz zum Schnitt des Videos – hier mein Vorgehen:

  1. Ich habe mich in Abschnitten von 5-10 Minuten mit QuickTime aufgenommen (direkt mit der Laptop-Kamera und dem eingebauten Mikrofon). Den Winkel habe ich immer wieder leicht variiert, aber nicht zu stark.
  2. Ich habe die Filme in iMovie importiert und den Ton davon abgetrennt, so dass ich eine eigene Tonspur erhielt.
  3. Die Präsentation habe ich teilweise als Film aufgenommen (in Keynote: Vorführen>Präsentation aufzeichnen), teilweise einfach als Bild exportiert (in Keynote: Ablage>Exportieren>Bilder…).
  4. Diese Dateien habe ich dann als zweite Videospur in iMovie reingezogen und mit der Funktion »Einstellungen für Videoüberlagerungen« (im Bild unten links zu sehen) mit der ersten Videospur verbunden.

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Mit den drei externen Videos, die ich dazwischen eingefügt habe, entstand so ein gut 50-minütiger Film. Er war fast 5GB groß, als ich ihn exportiert habe: Entsprechend dauerte es fast zwei Stunden, bis ich ihn an der Schule (in einem recht potenten WLAN) bei Youtube platziert hatte.

Gelernt habe ich Folgendes, falls ich die Übung mit mehr Zeit wiederholen sollte:

  • Ich würde den Film in Abschnitte aufteilen, die einzeln betrachtet werden könnten (ca. 5-10 Minuten).
  • Das Keynote- und das iMovie-Format stimmten nicht überein. Hier würde ich nach einer Lösung suchen.
  • Das Einbetten fremder Materialien würde ich beim nächsten Mal komplett weglassen, um die Urheberrechtsprobleme zu vermeiden, die aufgetaucht sind.

Über weitere Hinweise, Kritik oder Tipps freue ich mich.

Ein neues Schulfach: Die digitale Gesellschaft und ihre Medien

Heute fanden die ersten drei Lektionen des neuen Akzentfachs »Die digitale Gesellschaft und ihre Medien« statt. Ich durfte, zusammen mit Kolleginnen und Kollegen, das Fach konzipieren und bin auch zusammen mit Gerald Knöß und Paul Zübli für die erste Durchführung zuständig.

20 Schülerinnen und Schüler haben sich für das Wahlpflichtfach angemeldet, dessen Note promotionswirksam ist. Ein fixes Programm existiert nicht – im ersten Semester bearbeiten wir Diskurse über die Digitalisierung, führen Begriffe ein (heute: Filterblase, Utopie/Dystopie, Digitale Gesellschaft) und stellen Werkzeuge vor. Herausragende Bedeutung wird ein digitales Portfolio genießen, mit dem letztlich die Note über ein Kompetenzraster ermittelt wird. Im zweiten Semester wird der Kurs einen schuleigenen Youtube-Kanal betreiben und so Informationen an die Schülerinnen und Schüler vermitteln. Im zweiten und letzten Jahr sind starke Bezüge zur Arbeitspraxis in einer digitalisierten Welt geplant.

Wer einen Einblick in die heutige Lektion erhalten möchte, kann sich auf der Seite adgm.phwa.ch einen Überblick verschaffen. Unter anderem ging es um die Frage, ob es denn eine digitale Gesellschaft wirklich gebe, und um eine Analyse des Kurzfilms Noah (CN, 2013).

Reflexionen zu diesem neuen Gefäß werden sicherlich in loser Folge hier zu lesen sein. Über Fragen und Anregungen freue ich mich.

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