Videovortrag erstellen: So habe ich das gemacht und das habe ich dabei gelernt

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Weil ich morgen einen Vortrag nicht persönlich halten kann, habe ich ihn am Computer aufgenommen. Ich hatte nicht besonders viel Zeit und keinen Zugriff auf Stative/schlaue Kameras oder Mikrofone, so dass ich mich für ein Vorgehen mit minimalem Aufwand entschied.

Ich wollte Folien einbinden, mich als Redner aber auch selbst zeigen – ungefähr simulieren, wie der Vortrag selbst wirken würde. Dabei habe ich keine klaren Regeln befolgt, sondern intuitiv so geredet und geschnitten, wie es mir sinnvoll erschien (MOOC-Untersuchungen zeigen, dass informelle Videos ausreichen, der Kahn-Stil aber besser geeignet ist als PowerPoint und kürzere Videos geschaut werden, längere nicht).

Das Video sieht so aus:

Die Tatsache, dass einige, die das lesen, das Video bei Youtube nicht sehen können, ist schon eine erste Erfahrung, die ich machen musste: Zum Schluss habe ich schnell noch ein Lied als Intro und Outro reingeschnitten, Carmen von Stromae. Das war ein Fehler: Youtube teilte mir mit, die Monetarisierung laufe direkt über UMG, das Label von Stromae (bzw. über Coca Cola, von denen ich ein Video eingebettet habe). Dadurch wurde das Video aber nur in den Länden spielbar, in denen UMG Verträge mit den Verwertungsgesellschaften hat, also in Deutschland beispielsweise nicht mehr (Umgehung mit ZenMate-Plugin wäre weiterhin möglich). Um das Video auf dieser WordPress-Seite abspielen zu können, musste ich eine Erweiterung kaufen.

Bildschirmfoto 2015-08-18 um 14.13.35

Nun aber kurz zum Schnitt des Videos – hier mein Vorgehen:

  1. Ich habe mich in Abschnitten von 5-10 Minuten mit QuickTime aufgenommen (direkt mit der Laptop-Kamera und dem eingebauten Mikrofon). Den Winkel habe ich immer wieder leicht variiert, aber nicht zu stark.
  2. Ich habe die Filme in iMovie importiert und den Ton davon abgetrennt, so dass ich eine eigene Tonspur erhielt.
  3. Die Präsentation habe ich teilweise als Film aufgenommen (in Keynote: Vorführen>Präsentation aufzeichnen), teilweise einfach als Bild exportiert (in Keynote: Ablage>Exportieren>Bilder…).
  4. Diese Dateien habe ich dann als zweite Videospur in iMovie reingezogen und mit der Funktion »Einstellungen für Videoüberlagerungen« (im Bild unten links zu sehen) mit der ersten Videospur verbunden.

Bildschirmfoto 2015-08-18 um 14.13.53

Mit den drei externen Videos, die ich dazwischen eingefügt habe, entstand so ein gut 50-minütiger Film. Er war fast 5GB groß, als ich ihn exportiert habe: Entsprechend dauerte es fast zwei Stunden, bis ich ihn an der Schule (in einem recht potenten WLAN) bei Youtube platziert hatte.

Gelernt habe ich Folgendes, falls ich die Übung mit mehr Zeit wiederholen sollte:

  • Ich würde den Film in Abschnitte aufteilen, die einzeln betrachtet werden könnten (ca. 5-10 Minuten).
  • Das Keynote- und das iMovie-Format stimmten nicht überein. Hier würde ich nach einer Lösung suchen.
  • Das Einbetten fremder Materialien würde ich beim nächsten Mal komplett weglassen, um die Urheberrechtsprobleme zu vermeiden, die aufgetaucht sind.

Über weitere Hinweise, Kritik oder Tipps freue ich mich.

The Author

philippe-wampfler.ch

9 Comments

  1. irgendeiner says

    Dieses Video ist ein gelungenes Beispiel, wie man ohne riesigen Aufwand nützliche Lern-Konserven erstellen kann. Die Hauptsache: Ein begabter Präsentator!

  2. Kurt Denning says

    Hallo Philippe,

    zu Anfang hast du den Kahn-Stil angesprochen.
    Da ich im Web mit verschiedenen Suchbegriffen viele Ergebnisse gefunden habe, die alle nicht zu passen scheinen, hier meine Frage:

    Was meinst du denn mit dem Kahn-Stil?

    • Anonymous says

      Kizoa kann nicht, was du willst, nämlich den bildschirm und dich selbst gleichzeitig aufnehmen.

      mit screenflow oder camtasia geht das all in one – und mit screenflow derart intuitiv und leicht, dass du dich voll auf das konzentrieren kannst, was du tatsächlich willst.

      ich spreche hier nur von der technik, nicht vom inhalt.

  3. Ich finde nicht nur das Video sehr schön gelungen, der Ton, den du den Jugendlichen gegenüber anschlägst ist total respektvoll und klar, man kann dir sehr gut folgen in diesem Tempo und die Bilder sind anregend. Ich empfehle das grad weiter, danke, Philippe.

  4. Bekanntlich führen viele Wege nach Rom. Du hast wohl den kompliziertesten gewählt.
    Video Tutorials finden entweder vor oder auf dem Bildschirm statt. Screenflow bietet wohl die intuitivste Möglichkeit, diese beiden Arten zu kombinieren. Du findest in meinem YT Channel genügend Beispiele.

  5. Hallo Philippe,

    Vielen lieben dank für deine tolle präsentation und deine erklärung.
    Ich nutze persönlich das Kizoa Movie Maker Programm (www.kizoa.de) oder Movavi, um videos mit Freunden online teilen. Vielleicht wären solche Software einfach als dein!
    Nochmal ein super Arbeit und wir warten auf dein nächstes Video.

    LG
    Thomas und Matina

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