Vor zwei Tagen erhalte ich eine Mail meines Webhosters Hostpoint: Ich solle Kontakt aufnehmen, meine Seiten seien gehackt worden. Auf meinem Hosting laufen recht viele Seiten, wichtig davon sind für mich:
- meine persönliche Webseite philippe-wampfler.ch, weil ich damit via phwa.ch und Pretty Link auch Kurzlinks generiere
- meine Fachdidaktik-Seite fd.phwa.ch
- die Seite fürs Elternforum, bei dem ich mitwirke
- die Literaturseite eines Freundes, limotee.ch.
Bei allen anderen Seiten kann ich gut mit einem Ausfall von 1-2 Monaten leben, auch wenn das ärgerlich ist. Diese Seite läuft aus verschiedenen Gründen über wordpress.com (Domain dort gekauft und sehr stabil auch bei kurzfristig anschwellenden Zugriffen).
Ich rufe also bei Hostpoint an. Der Angriff, so wird mir mitgeteilt, sei wohl letzte Woche erfolgt – bemerkt hätten sie ihn, weil über meine Seiten Spam verschickt worden sei. Wer die Angreifer seien und wie sie sich Zugriff verschafft hätten, wüssten sie nicht. Grund: Nach dem Zugriff sei eine so genannte Webshell installiert worden, über welche die Aktivitäten abgewickelt worden seien, weshalb nicht klar ist, was die Hacker genau gemacht hätten.
Mögliche Schwachstellen seien:
- Passwörter.
- Andere User.
- Plugins für die WordPress-Seiten.
- Themes der WordPress-Seiten.
- Alte Version der Software.
Sofort erinnere ich mich an die »Hack the Police«-Folge von Reply All. Sie erzählt von einem Hacker, der verurteilt wurde. Bedingung seiner Bewährung war, dass er aus jeden Internetzugang verzichtet. Auf die Frage, was er denn täte, könnte das Internet wieder benutzen, war seine Antwort: Er würde alle Software auf allen Geräten updaten.
Nun gut – das mache ich sehr unregelmäßig und unsystematisch. Die Hacker hatten wohl mit einem alten Plugin leichtes Spiel. Ich erklärte mich bereit, 100 Franken für eine Wiederherstellung eines alten Backups meiner Seiten zu zahlen und ging die Seiten durch, führte die Updates durch, änderte die Passwörter, installierte das Sucuri-Plugin auf einen netten Hinweis hin.
Heute habe ich mehrere Benachrichtigungen erhalten, dass sich jemand von einer türkischen IP-Adresse aus versucht hat, auf einer der Seiten anzumelden.
Wie auch immer der Hack verlaufen ist: Er führte zu unnötigen Ausgaben, viel verlorener Zeit, viel Ärger – aber mehr noch zur Einsicht, dass ein Heavy-User, der für ein Projekt innerhalb einer Stunde eine anständige Homepage hochziehen kann, komplett damit überfordert ist, diese Seiten zu sichern.
Keine gute Ausgangslage für smarte Haushalte, in denen auch die Luftbefeuchter und Kaffeemaschinen ans Netz angeschlossen werden und mit Updates versorgt werden sollten. Ein Vorsatz: Ungebrauchtes schlicht zu löschen oder zu deinstallieren. Nur Vereinfachung kann dabei helfen, den Überblick zu bewahren und diszipliniert zu agieren, denke ich.








Auf dem Bild sieht man ein Spiel, das sich momentan in der Schweiz in Zugabteilen, in Zwischenstunden an Schulen und in der Freizeit von Jugendlichen großer Beliebtheit erfreut: »Charades!« oder »Heads Up!« heißen die Apps, welche Anlass für anregende Spiele in der Gruppe darstellen. Sie geben Namen oder Begriffe aus, welche die Person mit dem Smartphone erraten muss. Sie hält das Smartphone dabei so, dass sie den Bildschirm nicht sehen kann (idealerweise auf die Stirn). Hat sie einen Begriff erraten, neigt sie das Gerät nach unten und kriegt einen Punkt; will sie einen Begriff überspringen, muss das Gerät nach oben gekippt werden.

