Was die Elite der digitalen Bildung gerade erlebt…

Wir konnten die Worte nicht mehr hören: »Gerade Sie, die zukünftige Elite unseres Landes, sollten…«. Unsere Lehrer (Frauen nicht mitgemeint) appellierten mit dem Begriff der Elite an die Vernunft meiner Gymnasialklasse, auch an unsere Verantwortung. Wir Teenager wollten nicht zu einer Elite gehören. Wir wussten zwar unbewusst, dass wir aus guten Verhältnissen stammten und keine„Was die Elite der digitalen Bildung gerade erlebt…“ weiterlesen

Lässt sich Unterricht skalieren? – Oder: Das Vertrauensproblem digitaler Bildung

Kürzlich habe ich auf der Wall von Sarah Genner bei Facebook an einer Diskussion teilgenommen, bei der es um die Frage ging, ob Noten und Fächer abgeschafft werden sollen. Diese Frage kann aus verschiedenen Aspekten betrachtet werden: Wer mich kennt, weiß, dass ich pädagogisch gerne ohne Noten und Fächer arbeiten würde, mein Ideal ist Projektlernen„Lässt sich Unterricht skalieren? – Oder: Das Vertrauensproblem digitaler Bildung“ weiterlesen

Mit Instagram ins Museum

Heute war ich mit einer Klasse in der Spiegel-Ausstellung im Museum Rietberg: »Spiegel. Der Mensch im Widerschein«. (Nebenbemerkung: In Gehdistanz von mehreren Museen auf Weltniveau zu unterrichten, die meist von Schulklassen kostenlos besucht werden können, ist ein enormes Privileg.) Zur Begleitung, Dokumentation und Auswertung habe ich Instagram verwendet. Ich habe ein Konto für diesen Besuch„Mit Instagram ins Museum“ weiterlesen

experimentelle Medienkompetenz situiert lernen – das Problem der Nischen

An der Digitalitäts-Tagung im München habe ich gestern über politische Kommunikation unter den Bedingungen der Digitalität gesprochen (Vortrag unten, Folien hier). Gespräche entwickeln sich auf einem von digitalen Plattformen bestimmten Markt, ein Markt, der beherrscht wird von den Gesetzen der Aufmerksamkeitsökonomie. Die Normen und Verläufe von Gesprächen verändert sich laufend. Das ist von politischer, demokratischer Bedeutung:„experimentelle Medienkompetenz situiert lernen – das Problem der Nischen“ weiterlesen

[Rezension] Maryanne Wolf – Schnelles Lesen, langsames Lesen

Um es kurz zu machen: »Schnelles Lesen, langsames Lesen« ist ein ärgerliches Buch, ein anstrengendes Buch, ein dummes Buch. Warum? Erstens wählt Maryanne Wolf als Form Briefe, die sie als Autorin an mich, den Leser, schreibt. »Liebe Leserin, lieber Leser« steht vor jedem der neun Briefe. Schon an diesen vier Wörtern zeigt sich, dass Wolf die Textsorte„[Rezension] Maryanne Wolf – Schnelles Lesen, langsames Lesen“ weiterlesen

[Rezension] Neue Medien – neuer Unterricht?

Stefan Hofer-Krucker Valderrama und Rémy Kauffmann haben mit ihrem Buch (HEP-Verlag, 2019) eine Antwort auf die im Titel gestellte Frage vorgelegt. Es handelt sich um eine pragmatische Antwort. Wie sie in der Einleitung schreiben, gibt es »sehr unterschiedliche[] Sichtweisen auf Digitalisierung an der Schule«. Diese präsentieren sie zwischen den Kapiteln in fiktiven Dialogen zwischen Lehrerinnen„[Rezension] Neue Medien – neuer Unterricht?“ weiterlesen

Weshalb Konzepte Entwicklungen behindern statt befördern

Ich arbeite seit rund 20 Jahren an Schulen. Schulentwicklung habe ich bisher primär in einer Form kennen gelernt: Jemand hat eine Idee oder ein Problem wird wahrgenommen. Eine kleine Gruppe erarbeitet ein Konzept. Sie stellt das Konzept der Schulleitung oder allen Lehrkräften vor. Es wird beschlossen, das Konzept umzusetzen. Das Konzept wird umgesetzt. Das ist„Weshalb Konzepte Entwicklungen behindern statt befördern“ weiterlesen

Produktiv lernen mit Vorträgen – ein Beispiel für agile Lehre

Ich halte regelmäßig Referate – pro Monat ein bis zwei Mal im Rahmen einer Tagung oder eines anderen Anlasses. Diese Vorträge sind für mich Lernprodukte. Was das heißt, möchte ich erklären, indem ich notiere, in welchen Schritten ich arbeite. Für mich ist das ein Beispiel für agile Lehre. Thema aus der Lernzukunft wählen.  Ich gebe„Produktiv lernen mit Vorträgen – ein Beispiel für agile Lehre“ weiterlesen

Erfahrungsbericht: Teams statt WhatsApp als Unterrichtschat

Seit diesem Schuljahr nutze ich Teams als Standard-Chat-App mit meinen Klassen. Davor habe ich WhatsApp verwendet. Im folgenden Beitrag reflektiere ich meine Erfahrungen und formuliere zum Schluss ein Konzept, wie sich Schulen auf E-Mail verzichten können. (Darin steht auch, weshalb sie das tun sollen.) Unterrichtschat und Klassenchat Ein Klassenchat ist eine Chatgruppe, die Klassen informell„Erfahrungsbericht: Teams statt WhatsApp als Unterrichtschat“ weiterlesen

Agil lehren – im Netz, an der Schule, an der Uni. Ein Gedankenanstoß

Am Barcamp #wildcampen19 habe ich in verschiedenen Zusammenhängen mit anderen Menschen zusammen über agile Didaktik nachgedacht. Hier fasse ich das zusammen, was mir nach den drei inspirierenden Tagen wichtig war – und publiziere die entstandenen Lernprodukte. Was meint agile Didaktik und agiles Lehren?  Mein Anstoß, über agile Didaktik nachzudenken, stammt von der Lektüre des Buches„Agil lehren – im Netz, an der Schule, an der Uni. Ein Gedankenanstoß“ weiterlesen