Vorstellung: Lumen5

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Auf den Kanälen von Christoph Schmitt habe ich einen Hinweis auf Lumen 5 gesehen. Das Tool macht aus Textvorlagen (z.B. Blogposts) Videos, die sich auf sozialen Netzwerken, besonders auf Facebook, teilen lassen. Der naheliegende Grund dafür ist, dass Videos von Facebook momentan bevorzugt werden, die eigenen Inhalte also über das Videoformat besser verbreitet werden können.

Als ich das Tool aber getestet habe, ist mir ein weiterer Vorzug aufgefallen: Der Medienwechsel führt zu einem Bewusstsein für Schlüsselsätze. Die Struktur des Textes wird sehr deutlich, wenn er in ein Video übersetzt wird, in dem nur wenig Text Platz hat. Ähnlich wie die sinnvolle Regel, Texte durch lautes Sprechen und Rede durch Niederschrift zu prüfen, löst Lumen 5 eine Reflexion über die Wirkung des Textes aus, die ich für hilfreich halte, wenn ich wichtige Text auf dem Blog veröffentliche.

Bildschirmfoto 2017-10-09 um 12.03.13

Die Arbeit mit Lumen 5 erfolgt in drei Schritten:

  1. Ein Text wird über einen Link hinzugefügt (oder per Copy/Paste). Danach werden Sätze oder Wortgruppen daraus ausgewählt und zu einer Liste zusammengestellt.
  2. Aus den Wortgruppen erstellt Lumen5 automatisch Videoteile mit Bildern oder bewegten Bildern und hervorgehobenen Wörtern. Bilder, Videos und Highlights kann man danach anpassen. Ich habe in diesem Beispiel fast alle Bilder ausgetauscht, da das Tool wohl mit englischen Stichwörtern etwas genauer arbeitet. Dabei konnte ich auf gemeinfreie Inhalte zurückgreifen, die über eine Bibliothek im Tool angeboten werden.
  3. Zum Video kann Musik und ein Branding hinzugefügt werden. Danach rendert Lumen5 das Video und stellt es zum Upload für Facebook bereit.

Insgesamt braucht die saubere Bearbeitung eines Textes rund 20 Minuten, führt aber zu schönen Resultaten. Wer eine höhere Auflösung will, muss für ein Premium-Konto zahlen, für den Einsatz im Alltag (und im Deutschunterricht!) reicht die Gratisversion allemal.

 

The Author

philippe-wampfler.ch

2 Comments

  1. Habe das Tool gleich ausprobiert. Ich finde es toll, in mancher Hinsicht:

    1. Sehr einfach zu bedienen. Ausser man benutzt es via Internet Explorer ;-(
    2. Inhalte werden auf Knopfdruck multi-medialisiert. Dieser Effekt ist aus päd. Sicht sicher wertvoll.
    3. Kostenlose Freemium-Version. Nur Profis und Heavy-User müssen (dann aber üppig) Geld ausgeben.

    Fakten so zu vermitteln: Top. Zusammenhänge so zu vermitteln: Flop. Man gerät sehr rasch an die Grenzen des Tools, wenn es darum geht, komplexere Zusammenhänge darzustellen. Damit hinterfrage ich auch gleich wieder den päd. Mehrwert.

    • Danke für den Kommentar. Letztlich ist es ein Tool, das ein Spotlight auf etwas werfen kann – Lust machen soll, sich intensiver mit einem Text zu beschäftigen. Darin sehe ich einen Wert von der Seite der Autorin/des Autors aus, aber auch für die Lesenden.

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