#KIKompetenzen Teil 1: Wie mit einem Kind sprechen

Die Verfügbarkeit von verschiedenen KI-Tools erfordert eine Vielzahl von Kompetenzen, sowohl bei Schüler*innen wie auch bei Lehrpersonen. In einer Serie von Blogposts und Videos möchte ich in den nächsten Tagen diese Kompetenzen beleuchten und erörtern.

Inhaltsverzeichnis

  1. Wie mit einem Kind sprechen (das eine Maschine ist)
  2. Anfragen verfeinern
  3. Nutzung transparent nachweisen
  4. Die KI trainieren
  5. Problem von mehreren Seiten (Sprachen etc.) angehen 
  6. Communities nutzen
  7. Es gibt nicht nur eine KI

Wie mit einem Kind sprechen, das eine Maschine ist

Im Gespräch mit Stefan Sasse ist mir klar geworden, dass wir ganz unterschiedliche Bilder im Kopf haben, wer eine KI eigentlich ist. Für mich ist eine KI ein Kind, ich spreche mit ihr wie mit einem Kind (das eigentlich eine Maschine ist). Kinder verstehen oft sehr wörtlich, was Erwachsene sagen – während Erwachsene stärker interpretieren, was jemand meinen könnte. Bei Aufforderungen an KI-Tools braucht man sogenannte Prompts, also Eingaben, auf die das Tool das reagiert. Im ersten Beispiel benutze ich #chatGPT, das einfachste Tool zum Erzeugen von Texten.

Diese Prompts sollten nun:

  1. möglichst explizit sein
  2. möglichst genau beschreiben, wie das Ergebnis aussehen soll
  3. alles erwähnen, was wichtig ist

Im Beispiel habe ich nun etwas vergessen – ich duze die Eltern der Kinder, die zu einer Geburtstagsparty kommen.

Der entscheidende Punkt: Ich kann immer weiter verfeinern. Ein Kind versteht oft auch nicht beim ersten Mal, was ich meine – ein KI-Tool auch nicht. Hinzu kommt: Ein Kind weiß vieles über die Welt noch nicht. Hier ist z.b. der KI nicht klar, dass ich in der Schweiz lebe und ß unüblich ist. Das könnte ich aber im nächsten Prompt wieder erwähnen.

Erinnern sollte man sich aber dabei: Das Kind ist eine Maschine. Sie erkennt Muster und reproduziert sie. Die Maschine weiß aber nichts, hat keine Beziehung zu mir, empfindet nichts und erinnert sich auch nicht in einem menschlichen Sinne. Wenn ich mir also vorstelle, mit einem Kind zu sprechen, darf ich das nicht vergessen.

3 Kommentare

  1. Roman sagt:

    Ich finde es spannend, inwiefern sich die AI wie ein Mensch verhält, hier wie ein Kind. Erinnert mich an die Fälle, wo ChatGPT menschliche Fehlschlüsse begeht, ausser, man sagt dem Tool, es soll „Schritt für Schritt“ überlegen: https://twitter.com/RatOrthodox/status/1599371070351368194

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