Schulentwicklung: Warum »School Readiness« und »Teacher Readiness« zusammenhängen

Diskutiert man über die Bereitschaft von Lehrpersonen, Digitalität in die Entwicklung ihres Unterrichts einzubeziehen, begegnet man (besonders in Deutschland) häufig dem Einwand, die Ausstattung der Schule sei einfach nicht gut genug dafür. Dieser Einwand könnte als Ausrede abgetan werden – viele digitale Arbeitsformen sind auch ohne gute Ausstattung denkbar, die grundsätzliche Bereitschaft, Digitalität pädagogisch mitzudenken, ist ebenfalls nicht gebunden an bestimmte Infrastruktur.

Tatsächlich zeigen Studien aber, dass die an Schulen vorhandenen Bedingungen und die Bereitschaft von Lehrpersonen eng zusammenhängen. Petko, Prasse und Cantieni sprechen diesbezüglich von School Readiness und Teacher Readiness. Diese Begriffe schienen mir über die Frage des Einsatzes digitaler Medien hinaus sinnvoll, um Schulentwicklungsprozesse zu verstehen.

School Readiness umfasst folgende Faktoren (hier zitiert nach Knüsel Schäfer, S. 29):

  1. die Qualität der technischen Infrastruktur einer Schule (Hardware, Software, Support bei technischen Problemen),
  2. formeller und
  3. informeller Austausch zwischen den Lehrpersonen bezüglich des
    Einsatzes digitaler Medien
  4. die wahrgenommene Bedeutung digitaler Medien an der Schule
  5. die Unterstützung der Schulleitung sowie
  6. Zielklarheit hinsichtlich des Einsatzes digitaler Medien.

Knüsel Schäfer merkt an, dass man School Readiness in Infrastruktur (1.) und Schulkultur (2.-6.) unterteilen könnte.

Teacher Readiness hingegen umfasst eine Reihe von Kenntnissen und Kompetenzen, die sich im TPACK-Modell verdichtet darstellen lassen (Abbildung nach Knüsel Schäfer, S. 28).

Zu TPACK hinzu kommen Überzeugungen, die Knüsel Schäfer ausführlich untersucht hat, insbesondere auch hinsichtlich der Frage, wie sie sich wandeln lassen. Zusammengefasst lässt sich sagen, dass die Bedingungen für einen Überzeugungswandel in der Kombination von Teacher Readiness und School Readiness liegen: Lehrpersonen, die an Schulen unterrichten, die gut ausgestattet sind und eine entsprechende Schulkultur pflegen, können dann ihre Überzeugung in Bezug auf digitale Medien ändern, wenn sie selber über die nötigen Kompetenzen verfügen.

Petko, Prasse und Cantieni haben ihre Datenauswertung wie folgt auf den Punkt gebracht:

In order to foster the use of digital technologies in classrooms, both teacher readiness and school readiness need to be addressed. Teacher readiness is based on the belief that educational technology is beneficial for teaching and learning as well as on the confidence that one has sufficient skills to use these technologies for teaching. […] school readiness has a strong impact on teacher readiness.

Petko, Prasse und Cantieni, S. 10

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