Auswertung des #ldlmooc

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In diesem Blog habe ich bereits über den MOOC zur Lernen-durch-Lehren-Methode (LdL) geschrieben. Ich habe nicht direkt am MOOC teilgenommen, d.h. ich habe keine Wochenaufgaben gelöst, aber viel mitgelesen und mitdiskutiert. Nicht zuletzt habe ich in den letzten Wochen auch ein kleines LdL-Projekt in der Schule umgesetzt (Input hier, Reflexion folgt).

Darum nehme die Gelegenheit wahr, mich an der Auswertung zu beteiligen, die Monika König angezettelt hat.

  1. An welcher Stelle hast Du persönlich das ergreifendste/begreifendste Lernen im Rahmen des MOOCs erlebt?
    In der Formulierung meiner Kritik an LdL wurde mir bewusst, wie stark auch ich als Lehrperson versuche, das Lernen meiner Schülerinnen und Schüler zu beeinflussen, statt Rahmenbedingungen dafür zu schaffen. Das hat mich am MOOC enorm gestört, dass ich den Eindruck hatte, dass Jean-Pol Martin seine Sicht auf die Welt durchsetzen und verbreiten möchte und der MOOC nur ein Mittel dazu ist. So möchte ich als Lehrender nie agieren.
  2. An welcher Stelle hast Du Dir gedacht, och nö, das ist mir jetzt nichts mehr?
    Ungefähr an der gleichen. Ich merkte, dass ich eine Belastung für ein Projekt wurde, dass von engagierten Leuten mit klaren Vorstellungen getragen wurde – Vorstellungen, die ich einfach so nicht teilte. Da nahm ich mich aus der Diskussion raus – auch deshalb, weil meine Inputs immer wieder mit dem Hinweis bedacht wurden, ich würde LdL zu wenig gut verstehen und hätte mich nicht eingelesen.
  3. Wie hältst Du es damit, in der Öffentlichkeit zu lernen?
    Mein Lernen findet fast vollständig in PLNs statt – ich schätze das und bin froh um Inputs und Korrekturen.
  4. Was hat Dich motiviert, bis hierher, immerhin Woche 5, an der Stange zu bleiben?
    Wie gesagt – die Motivation fehlt mir immer noch, vor allem wegen grundsätzlichen Annahmen von LdL, die ich so nicht teilen kann. Das hängt sicher damit zusammen, dass ich einerseits keine Fremdsprachen unterrichte, andererseits muss ich mich nicht gegen strikte Vorstellungen von Frontalunterricht abgrenzen, weil ich nicht so sozialisiert worden bin.
  5. Hat Dir etwas gefehlt? War Dir etwas zuviel?
    Mir hat gefehlt, dass sich eine Community entwickelte, die LdL in neue Bahnen lenkte. Zu stark wurde alles an die Vorgaben von Jean-Pol Martin zurückgeführt und damit von anderen interessanten Formen, innovativ und vernetzt zu lernen, abgegrenzt. Das mag aber auch ein sehr subjektiver Eindruck sein.
  6. Wie hast du die Mit-Teilgeberinnen im MOOC wahrgenommen?
    Einige als einen eingeschworenen Kreis, der eine Botschaft verbreiten will, andere als aktive und spannende Partnerinnen und Partner im Gespräch.
  7. Wie viel % der geteilten Inhalte hast Du Dir genauer angeschaut, schätzungsweise?
    Ca. 80.

The Author

philippe-wampfler.ch

3 Comments

  1. Pingback: #ldlmooc: reiche ernte! | Jean-Pol Martins Weblog

  2. Ich finde es toll, dass du ein eigenes LdL-Projekt auf den Weg gebracht hast und bin schon gespannt, von deinen Erfahrungen zu hören/lesen.

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