Smartphones in Schweizer Gymnasien

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Gestern habe ich einen Weiterbildungstag zu Smartphones an Schweizer Gymnasien durchgeführt (Programm und Materialien hier). Ausgangspunkt war einerseits eine massive Verunsicherung bei Lehrpersonen, andererseits das große Potential, das in den Kompetenzen der Jugendlichen steckt, mit mobilen Geräten umzugehen. Einbezogen wurden auch Jugendliche, die sich – wie nicht anders zu erwarten war – als kompetente, reflektierte Nutzerinnen und Nutzer ihrer mobilen Geräte präsentierten und nachvollziehbar aufzeigten, wie sie über Nutzen und Nachteile mobiler Kommunikation denken.

Im Folgenden einige ausgewählte Thesen und Einsichten aus dem Austausch im Kurs:

(1)
Die Herausforderungen durch das Smartphone betreffen eine traditionelle Schulkultur, welche Erfahrungen von Lehrpersonen und ihre Ausbildung durchzieht. Diese Herausforderungen (auf dem Tafelbild sind sie aufgelistet) sind deshalb nicht Bedrohungen, sondern Einladungen, über die Kultur nachzudenken und sie möglicherweise zu verändern.

WBZ1

(2)
Es gibt einen Standard an Schweizer Gymnasien: Die Regelungen sind generell liberal, es gibt – mit Ausnahme von Langzeitgymnasien – kaum Verbote. Zentral ist die pädagogische Hoheit der Lehrpersonen, was dazu führt, dass Lehrpersonen  sehr heterogen mit mobilen Geräten umgehen, abhängig von ihren Fächern und Vorlieben.

(3)
Unangenehm sind standardisierte Situationen wie Prüfungen, bei denen Smartphones etablierte Abläufe (Wiederverwenden von Fragen, parallele Durchführung von Prüfungen) massiv erschweren.

(4)
Diese Standards stehen aber generell im Widerspruch zu einer konstruktivistischer Vorstellung von Lernen, die als Paradigma wohl am weitesten verbreitet ist und durch den Einbezug von Smartphones umgesetzt werden kann (siehe Unterlagen).

(5)
Erwünscht sind klare Vorgaben, wann der Einbezug von Smartphones sinnvoll ist und wann nicht. Die Erkenntnisse (v.a. in Bezug auf Recherche und Fotografieren von Tafelbildern) können dem Tafelbild entnommen werden:

WBZ2

The Author

philippe-wampfler.ch

3 Comments

  1. Anonymous says

    manchmal ist es halt schwierig klare Vorgaben zu machen – das fühlt sich ähnlich an wie der Versuch mit Blick in den Rückspiegel auf der Autobahn zu fahren ….

  2. Pingback: Smartphones in Schweizer Gymnasien | Schule und Social Media | Unternehmenskultur 2.0

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