Die JIM-Studie 2012

Ende November ist die JIM-Studie 2012 veröffentlicht worden, mit der »Jugend, Information, (Multi-) Media« in Deutschland untersucht werden, also das Mediennutzungsverhalten Jugendlicher. Befragt wurde eine repräsentative Auswahl von über 1200 Jugendlichen, die Studie erscheint bereits zum 15. Mal.

Zusammenfassendes Ergebnis in Bezug auf die Mediennutzung ist eine gewisse Stabilität – man könnte auch sagen, eine Sättigung ist erreicht:

Die Nutzung der eher traditionellen Medien wie Radio und Fernsehen als auch der Gebrauch der „neuen Medien“ wie Internet und Handy erweist sich (hinsichtlich der Zuwendung) als stabil. (12f.)

Diese Mediennutzung verteilt sich wie folgt auf die Geschlechter und Medienarten:

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In Bezug auf die Nutzung des Internets sind folgende Daten relevant: Mehr als 85% der Jugendlichen haben einen eigenen Internetzugang (im Haushalt fast alle), 68% nutzen das Internet täglich, über 90% mehrmals pro Woche, knapp 90% halten die Nutzung des Internets für »wichtig« oder »sehr wichtig« – Musik zu hören ist aber wichtiger. Die Bedeutung des Internets erreicht einen Höhepunkt mit 16 und 17 Jahren und nimmt danach leicht ab.

In Bezug auf den Bildungshintergrund stufen Gymnasiastinnen und Gymnasiasten sowohl Printmedien und Bücher wie auch das Internet als wichtiger ein als ihr Alterskollegen in Haupt- und Realschule.

Bei widersprüchlichen Informationen genießt das Internet das geringste Vertrauen, wie folgende Grafik zeigt. Auch hier gibts es Bildungsunterschiede, vor allem in Bezug auf den Stellenwert des Fernsehens:

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Jugendliche nutzen das Internet rund 130 Minuten pro Tag, leicht weniger als 2011, je höher der Bildungsgrad, desto weniger lang nutzen Jugendliche das Internet (Gymnasium 124 Minuten, Hauptschule 157 Minuten). Der Hauptgrund für die Nutzung ist bei allen Jugendlichen die Kommunikation:

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Unter Kommunikation verstehen Jugendliche hauptsächlich Social Media. Auch hier nimmt die Nutzung mit dem Alter zu – und dann kurz vor 20 wieder ab. Rund 80% der Jugendlichen sind täglich oder mehrmals pro Woche auf Social Media aktiv. Hier macht die Studie aber eine große Stagnation aus:

Dass sich das Internet für Jugendliche zu einem echten „Mitmach-Medium“ entwickelt hat, kann auch im Jahr 2012 nicht bestätigt werden. Eigene Inhalte werden nur von einem Fünftel regelmäßig erstellt (ohne Communities), wobei auch hier der Löwenanteil auf das Schreiben von Beiträgen in Foren und das Einstellen von Bildern und Videos entfällt. Keine der Alters- oder Bildungsgruppen tritt hier besonders in Erscheinung und auch die geschlechtsspezifische Betrachtung zeigt keine Besonderheiten. (38)

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Social Media bedeutet für Jugendliche fast ausschließlich Facebook. Dort haben Jugendliche im Durchschnitt 270 »Freunde«, deutlich mehr als 2011 (200) und 2010 (160).

Dort werden hauptsächlich Nachrichten verschickt:

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Fast die Hälfte der Jugendlichen nutzt das Internet täglich oder mehrmals pro Woche für Schule und Ausbildung.

Die JIM-Studie untersucht auch Cybermobbing – mit einer recht offenen, unklaren Frage:

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Die Schule leistet, das zeigt die Studie auch, einen wichtigen Beitrag zum Aufbau von Medienkompetenz; vor allem auch bei jüngeren Schülerinnen und Schülern:

Die Ergebnisse zeigen, dass die Aufklärung im Bereich Medienkompetenz von Jugendlichen durchaus angenommen wird und sich sowohl in ihrem Medienwissen als auch im konkreten Nutzungsverhalten niederschlagen kann. (60)

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Das Fazit der Studie weist vor allem auf die steigende Nutzung von mobilen Internetzugängen hin:

Die Ergebnisse der JIM-Studie 2012 zeigen, dass die Medienwelt der Jugendlichen – trotz großer Kontinuität zum Beispiel bei der Nutzung von Fernsehen, Radio und Büchern – auch sehr dynamisch ist. Die aktuell stark ansteigende Nutzung von mobilem Internet macht deutlich, dass auch hier Rahmenbedingungen geschaffen werden müssen, die dem Jugendschutz und den Bedürfnissen von Jugendlichen gerecht werden. Während bei Computern technische Vorkehrungen, Jugendschutzprogramme und Filter zumindest einen gewissen Schutz vor ungeeigneten Inhalten gewährleisten, gilt es entsprechende Möglich- keiten für Smartphones und die mobile Internetnutzung noch zu entwickeln.  (67)