Erfahrungsbericht: Per Social Media Feedback einholen

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Von der Schweizer Online- und Wochenzeitung Tageswoche wurde ich kürzlich angefragt, ob ich nicht einen Beitrag verfassen könne, wie Eltern Kinder und Jugendliche im Umgang mit digitalen Medien unterstützen können und sollen. Der Beitrag ist mittlerweile erschienen – hier möchte ich darauf zurückblicken, wie ich per Social Media Feedback erhalten habe. 

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Mit meinen vertrauten Methoden habe ich einen Entwurf in Word geschrieben und kurz überarbeitet. Auf die Zeichenzahl habe ich nicht geachtet – die Verdichtung des Textes ist für mich ein wichtiger Bearbeitungsschritt, den ich gerne an den Schluss der Arbeit stelle.

Danach habe ich den Text mit Ondrive publiziert und diesen Tweet verfasst:

Innerhalb einer Stunde haben sich rund 15 Interessierte gemeldet, die bereit waren, den Text durchzulesen. Ihnen habe ich den Link dazu per Direktnachricht oder Mail geschickt. Das deshalb, weil ich noch keine öffentliche Diskussion über den Text wollte, bevor er publiziert war.

Innerhalb der nächsten 24 Stunden habe ich auf Twitter, per Mail und als Kommentar zum Dokument verschiedene Rückmeldungen erhalten. Niemand hat den Text systematisch lektoriert und korrigiert, die meisten haben einige Ergänzungen oder Verschiebungen angeregt, die sehr hilfreich waren. Hier ein Beispiel:

Bildschirmfoto 2016-05-09 um 14.48.40

Ich habe dann rund fünf Anregungen in den Text aufgenommen. Von den Rückmeldungen habe ich nichts ignoriert, teilweise war es aber nicht möglich, widersprüchliche Vorschläge zu berücksichtigen oder zu viele persönliche Beispiele einzufügen, die mir mitgeteilt wurden.

Meine wichtigsten Erkenntnisse:

  1. In meinem Lernnetzwerk gibt es viele kompetente und hilfsbereite Menschen, die Feedback liefern (ich selbst engagiere mich auch in dieser Form).
  2. Der Austausch von Ideen oder die Prüfung von Argumenten ist dafür besser geeignet als der arbeitsintensive Feinschliff beim Abschluss des Textes.
  3. Die Tools bzw. Netzwerke sind Nebensache: Ich gut auch in einer dafür geeigneten Facebookgruppe nachfragen können oder den Entwurf mit Google Docs oder in einem Pad publizieren können. (Onedrive bzw. Word Online überzeugt mich bei den Kommentaren noch nicht zu 100 Prozent, aber vielleicht arbeite ich damit auch zu wenig.)
  4. Zwischen Entwurf und Abgabe eine Feedbackrunde einzulegen, entschleunigt den Prozess und führt zur nötigen Distanz zum eigenen Text.

Abschließend möchte ich allen danken, die mitgelesen haben und mir Rückmeldungen geschrieben haben – sie alle haben einen Anteil am Text. Herzlichen Dank!

The Author

philippe-wampfler.ch

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