Sobald eine neue Plattform eröffnet wird (aktuell gerade Threads), stellt sich schnell die Hoffnung ein, es könnte wieder so werden, wie es bei Twitter mal war. Abgesehen davon, dass es genau so wahrscheinlich nie war, weil Nostalgie klare Wahrnehmung immer verhindert: Die Hoffnung ist verfehlt. Das begründe ich kurz.
Twitter war zu Beginn eine Vernetzung von Menschen, die weder ökonomisch noch politisch eingebunden waren. Twitter war in diesem Sinne ein reines Gespräch, nicht beeinträchtigt von anderen Interessen. Mehr noch: Viele Menschen konnte sich auch aus ihren sozialen Rollen lösen, lasen nicht, was andere waren, sondern was sie geschrieben haben. Miteinander reden, als ob es egal wäre, wer die anderen sind, wie sie aussehen, was sie können oder nicht können und ob man damit Geld verdient.
Die unschuldige Start-Phase war schnell vorbei. Ich erinnere mich daran, wie ich an einer Konferenz vor ca. 10 Jahren mal Professor*innen darauf aufmerksam gemacht habe, dass es einen kritischen Diskurs über ihre Aussagen gäbe, den sie noch nicht mal wahrnehmen könnten: auf Twitter. Diese Professor*innen waren nicht die einzigen, die gemerkt haben, dass dieser anarchische, machtfreie Raum etwas war, was sie bedrohte – und was sie also wieder unter ihre Kontrolle bringen mussten.
Diese Kontrollbemühungen entstanden aus verschiedenen Richtungen: Letztlich ging es darum, politische und ökonomische Machtverhältnisse zu sichern. Der Effekt war, dass Twitter zu einer politischen Bühne und einem Marketing-Tool wurde, dass Content Creators sich überlegten, wie sie Twitter-Reichweite monetarisieren konnten oder wie sie Reichweite aufbauen konnten, um sie dann zu monetarisieren.
Sobald eine neue Plattform startet (viele verweisen auf Threads auch auf Clubhouse), stellt sich die Hoffnung ein, es könnte wieder diesen anarchischen Raum geben, der sich den Machtverhältnissen der Gesellschaft entzieht. Das wird aber so lange nicht der Fall sein, wie Größe und Reichweite entscheidend sind. Wer anarchische Räume will, muss Nischen besetzen. Nicht umsonst leben ja Subkulturen in Foren und z.B. auf Tumblr dann weiter, wenn das nicht Angebote für eine breite Öffentlichkeit sind; wenn nicht Usability und Netzwerk-Effekte im Vordergrund stehen.

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