BYOD-Basics: Im Netz publizieren mit Spark oder HackMD

Rund um die Einführung von BYOD gebe ich immer wieder kurze Workshops für Lehrpersonen, die sich fragen, wie sie die Geräte mit Klassen sinnvoll nutzen können. Allen ist klar, dass es sinnvoll sein kann, digitale Notizen anzulegen oder Lehrmittel über die Endgeräte abzurufen und zu bearbeiten.

Was etwas weniger klar ist: Wie lehrreich es ist, direkt im Netz zu publizieren. Das hat verschiedene Gründe, die ich kurz erläutere, bevor ich drei praktische Möglichkeiten zeige.

  1. Erlebnis der Wirksamkeit:
    Schüler*innen erhalten die Kompetenz, im Netz Inhalte aufzuschalten.
  2. Professionalität:
    Wer mit Lernprodukten live geht, macht das so, dass andere einen guten Eindruck erhalten. Das erhöht die Qualität und verpflichtet Lehrende wie Lernende, sorgfältig zu arbeiten.
  3. Über Schule hinaus denken:
    Was publiziert wird, müsste für mehr Menschen interessant sein, als in der Klasse sitzen. Das führt dazu, dass die Relevanz von Themen und die Darstellung von Zusammenhängen geprüft wird. Zudem erfahren Lernende, dass sie nicht nur für die Schule lernen.
  4. Zusammenarbeit:
    Die Tools für die Publikation erlauben es, auf unkomplizierte Weise in Gruppen zu kollaborieren. Anders als bei Notizen oder digitalen Lehrmitteln ist das nötig und erlaubt einen Einblick in das, was digitale Arbeitsformen innovativ macht.

(1) Seiten mit Adobe Spark

Adobe Spark ist ein kostenloses Tool, mit dem sich unterschiedliche Publikationsformen unkompliziert erarbeiten lassen. Ich verwende hier »Web-Seite« (auch »SP Page« genannt).

Ein einfaches Menu taucht auf, das Schüler*innen schon in der Grundschule erlaubt, attraktive Webseiten zu erstellen. Auf der rechten Seite lassen sich verschiedene Themes auswählen, das Resultat hat oft Scrolling-Effekte, die hübsch aussehen, vgl. z.B. hier.

Beim Einsetzen von Bildern kann bei Spark schnell geübt werden, wie saubere Quellenangaben aussehen. Bei einigen Upload-Dialogen fragt das Tool direkt auch nach Quellenangaben. Auch andere rechtlich wichtige Aspekte (abhängig vom Schulort und den Vorgaben) können bei der Arbeit leicht umgesetzt werden.

(2) Mini-Blog mit telegra.ph

telegra.ph ist eine minimale Seite, auf der man einfach losschreiben kann. Neben Texten lassen sich auch Bilder hochladen, Videos können eingebettet werden. Die Seite kann mit »publish« veröffentlich werden. Telegra.ph braucht weder ein Konto noch ein Login – und sieht hübsch aus. Auch diese Seite kann schon in der Grundschule genutzt werden.

(3) Dokumentationen mit HackMD

HackMD ist professioneller als die ersten beiden Werkzeuge: Texte werden mit Markdown geschrieben, was sich für Laien anfühlt, als müssten sie die Seite programmieren. Da es aber eine Ansicht gibt, bei der deutlich wird, wie das aussieht, was man schreibt, ist das leicht zu erlernen. Es entstehen Seiten, die automatische Inhaltsverzeichnisse haben und die alle Inhalte darstellen können, z.B. auch mathematische Formeln und Diagramme.

Ich nutze HackMD sehr häufig für Unterrichtsinhalte, die Schüler*innen leicht kopieren und lesen können sollen.

2 Kommentare

    1. Ich hatte vor ein paar Jahren einen Artikel zur Rolle der Öffentlichkeit bei Bildungsprozessen mitgeschrieben: https://dotcomblog.de/download/6234/ dort fanden wir auch heraus, dass die imaginierte Öffentlichkeit, also die Unterstellung es auch im Netz mit großen Öffentlichkeiten zu tun zu haben bei dem Lernenden ein peer review initiiert, dass es selten bei unveröffentlichten Lernprodukten zu beobachten ist.

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