Warum ich Brilliant liebe – und Euclidea und Pythagorea genauso

Zu Brilliant habe ich über Werbung auf Instagram gefunden. Anders als bei Werbung für Kleidung oder Games, wo die Realität oft ganz anders als das in der Werbung Gezeigte aussieht, hat Brilliant meine Erwartungen übertroffen: Vom ersten Test her bin ich auf der Seite hängen geblieben.

Was ist Brilliant? Es ist eine Sammlung von Kursen aus dem Bereich Logik, Mathematik und Informatik. Und es ist eine Sammlung von kleinen täglichen Aufgaben.

Zuerst zu diesen Aufgaben. Sie sind einfach formuliert, schlicht illustriert und führen zu einer Lösungseingabe über ein Multiple-Choice-Format. Die Aufgaben sind für mich lösbar: Manchmal im Kopf, manchmal muss ich mich kurz hinsetzen und ein paar Notizen machen. (Ich habe Mathematik im Nebenfach studiert, aber das ist nun schon … ein paar Jahre her.)

Die Aufgaben sind eine tolle Unterhaltung, wenn man 10 Minuten über eine Aufgabe nachdenken möchte. Toll daran ist, dass im Anschluss die Lösungen aus der Community gezeigt werden. Wer Aufgaben gelöst hat, darf den Lösungsweg zeigen. Bei dieser Aufgabe sieht man ganz unterschiedliche Zugänge: Einige arbeiten mit Formeln, andere mit Excel-Tabellen, mit kleinen Programmen, Visualisierungen.

Die Vielfalt der Zugänge zeigt, wie viele Perspektiven auf diese Aufgaben möglich sind, wie schön oder einfach bestimmte Lösungswege sein können, die dennoch zu denselben Resultaten führen.

Besser kann man angewandte Mathematik und Logik nicht aufbereiten finde ich. Das trifft auch auf die Kurse zu: Die Aufgaben sind manchmal nur ein Check, ob man die wesentlichen Erklärungen verstanden hat; manchmal entwickelt man aber wesentliche Konzepte auch durch einen Trial-und-Error-Zugang zu den Aufgaben.

Ihr Design ist minimalistisch, aber extrem funktional. Ausprobieren kann man praktisch immer in den Aufgaben selbst, man braucht kein Papier, sondern kann direkt Code-Blöcke rumschieben, Zuordnungen vornehmen und sieht so, was funktioniert und was nicht.

Ich habe bisher keinen Zugang zu Brilliant gekauft (und werbe hier auch nicht) – viele Kurse sind kostenlos zugänglich, die täglichen Aufgaben ebenso.

Von Brilliant aus bin ich über die Empfehlung von Jens auf Euclidea und Pythagorea gestoßen. Und auch diese Aufgabensammlungen sind für mich hervorragend: Euclidea habe ich in ein paar Tagen komplett gelöst und war noch einmal ganz neu fasziniert von den Möglichkeiten der Euklidschen Geometrie. Und an Pythagorea bin ich beim Pendeln immer wieder dran: Pythagoras-Probleme für Smartphone-Pausen. Brilliant, Euclidea und Pythagorea sind für mich Beispiele, wie interaktive mathematische Umgebungen und Aufgabensammlungen aussehen sollten: Didaktisch durchdacht, interaktiv und doch mit einfacher, attraktiver Usability.

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